Letztens habe ich ja schon mal etwas zum Thema Übergangsperiode geschrieben. Und genau wie zum Thema Motivation (kommt, kommt), möchte ich das Thema Priodisierung etwas weiter ausführen.

Wie schon beschrieben, sehe ich sehr viele Athleten, die gemäß der „Lauftreff-Methode“ trainieren, also Jahr ein, Jahr aus immer an den gleichen Tagen die gleiche Runde im gleichen Tempo laufen. Intellektuell ist es nicht gerade die Wahnsinns-Herausforderung, zu verstehen, dass auf diese Art ein Leistungszuwachs nach kurzer Zeit schon nicht mehr realisiert werden kann. Intellektuell verstanden haben das die Meisten auch (denke ich jetzt mal). Trotzdem ist so unglaublich viel Eintönigkeit da draußen zu sehen. Abgesehen vom ausbleibendem Leistungszuwachs: Das kann doch auch keinen rechten Spaß machen, oder? Nun gut, letzteres ist auch persönlichkeitsabhängig: Ich als ausgesprochen optionsorientierter Typ (NICHT verheiratet, NICHT festangestellt, etc.) merke sowas natürlich stärker als andere. Trotzdem bleibt: Unabhängig davon, dass Abwechslung mehr Spaß ins Training bringen kann, ist nur damit langfristig Erfolg machbar.

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Netter Einblick in die diesjährige IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaft.

Man erkennt die Zeit, wenn ich beginne, ernsthafter über die sportliche Zukunft nachzudenken immer daran, dass ich auch beginne über „ernsthaftere“ Themen zu schreiben.

Das Wort Übergang und die sich daraus ableitende Übergangsperiode halte ich für tükisch. Mag doch der Eine oder Andere daraus ableiten, dass es sich eben nur über einen kleinen, glatten Übergang in die neue Saison handelt. Ein Brückchen in die Zukunft. Nothing is further from the truth!

Rundherum erinnern mich geschätzte Athleten an meinen Fehler genau vor einem Jahr (wenn ich beispielsweise höre, dass der schnellste Kilometer in der 16 km-Trainingsrunde letzten Mittwoch mittendrin in sportlichen 3:19 gelaufen wurde – nein, es handelt sich nicht um Haile und selbst für den wäre das nicht mehr ganz GA1). Dieser Fehler kostete mich mehr als die Hälfte der 2009er-Saison. Und der gleiche Fehler kostet tausende Athleten rund um den Globus eine gute Form, wenn es darauf ankommt. Jedes Jahr wieder . . .

Und daher möchte ich hier bildlich gesprochen warnend den Finger heben und Euch einen weisen Tipp mit auf den Weg geben:

Nehmt mir die Übergangsperiode ernst!

Oder noch besser: Nehmt mir die Periodisierung ernst!

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Endlich gibt es mal wieder etwas Neues zu berichten von der Ernährungsfront!

Wie in einem Artikel im „triathlon training“ Nr. 13 zu lesen, hat die bekannte School of Sport and Exercise Sciences an der University of Birmingham, Großbritannien eine drei Jahre alte Studie einer dänischen Forschungsgruppe bestätigt. Hiernach macht es sehr wohl einen Unterschied, wann und wieviel Kohlenhydrate ich vor dem Training zu mir nehme.

Die Studie wurde mit Leistungssportlern durchgeführt, die über drei Wochen das gleiche Trainingsprogramm durchliefen. Während die Kontrollgruppe eine „High-Carb-Diät“ zu sich nahm, musste die andere Gruppe nach einer „Low-Carb“-Diät mit leeren Glykogenspeichern zum Härte­test antreten.

Die Ergebnisse:

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Myself & Roland am Einstieg der Kalzhofener Loipe

Rund um den Nikolaus haben die TSG-Götter jedes Jahr ein Wochenende auf der TSG-eigenen Berghütte in den Allgäuer Alpen bei Oberstaufen angesetzt. Dieses bietet in der wettkampf-freien Zeit eine willkommene Gelegenheit, sich an langen Abenden in der warmen Hüttenstube bei viel Rotwein an alte „war stories“ zu erinnern und das eine oder andere neue Gesicht etwas näher kennen zu lernen.

Nebenbei werden in aller Regel die alpinen Möglichkeiten so weit wie möglich genutzt. Nachdem er letztes Jahr krank war, nahm ich an diesem Wochenende Roland Schmandt (s.o.) mit. Wir machten die Oberstaufener Loipen unsicher, nachdem es deutlich weniger Schnee als letztes Jahr hatte. Da ich den Ball in Bezug auf’s Laufen immer noch sehr flach halte, war dies im Grunde das einzig Sinnvolle. Skitouren wären lebensmüde gewesen, Alpin macht mir schon seit Jahren keinen rechten Spaß mehr und Schneeschuhlaufen wäre unter den gegebenen Bedingungen auch eher in die Kategorie „Knochenbrecher“ einzuordnen gewesen.

Das Aquaria bot dann den entspannenden Gegenpol mit tollen Saunahütten und ein paar Meter Schwimmen.

Myself & „Prof. Dr. Dr.“ Alex Müller-Wirsam (schon leicht besäuselt vom Rotwein)

Wie jedes Jahr ist auch heuer wieder die Zeit der Besinnung, der Ruhe und der inneren Einkehr gekommen . . . und damit auch die Zeit der Adventskalender, des Geschenke-Terrors und der Weihnachtsfeiern.

So traf sich auch das Team Sport Schweizer (aka „Verrückten-Lauftreff“), um sich viel totes Tier und noch mehr Alkohol den Rachen hinunter zu stürzen und bei tiefschürfenden, teils philosophischen Charakter annehmenden, Gesprächen das Sportjahr zu beschließen.

Alle waren sich beim Nach-Hause-Torkeln einig, dass dies die feinste der TSS-Weihnachtsfeiern war, denn das Essen war ausgezeichnet im Rössle in Kirchheim/Teck und der berühmt-berüchtigte „Bären“ nicht weit. Dort ließen es die Hardcore-Jungs bei einigen Gläsern Bier bzw. Wein und erstaunlich guter Live-Musik ausklingen, bevor ich die halbe Autoladung in Owen und die andere in Beuren ausladen durfte. Hat Spaß gemacht. Und die Gerüchteküche hat es, dass es dieses Jahr zum ersten Mal auch eine gemeinsame Silvesterfeier geben soll . . . man darf gespannt sein! ;-)

Und für diejenigen, die noch nicht wussten, dass es da eine Beziehung zwischen Lance Armstrong und Ben Stiller gibt (sie sind schliesslich beide im Show-Business):

Ben Stiller is awesome! I love him! ;-)

Ich werde mal bei Gelegenheit ein paar Gedanken zum Thema Motivation niederschreiben. Bis dahin müsst Ihr mit diesem Nike-Promo-Video vorlieb nehmen.
Kommentar: In welcher Zeit leben wir, in der wir uns mit technischen Gadgets und Musik motivieren müssen, raus zu gehen und das Natürlichste der Welt zu tun – zu laufen?

Die Ford IRONMAN World Championship 2009 in einem kurzen Promotional Video des US-Senders NBC. Das Original gibt’s dann am 19. Dezember für alle, die NBC empfangen.

So, jetzt gibt’s endlich mal eine neue Seite hier: Ressourcen.

Hier empfehle ich (vorerst) Bücher, die ich für lesenswert halte (und die selbstverständlich etwas mit dem Hauptthema dieses Blogs zu tun haben). Wer also Lust hat, mal zu stöbern oder noch ein Weihnachtsgeschenk für einen Läufer oder Triathleten sucht: Oben rechts findet Ihr den neuen Reiter „Ressourcen“!

Nach monatelanger, minutiöser Vorbereitung konnte gestern der Höhepunkt der diesjährigen Triathlon-Saison erfolgreich abgeschlossen werden. Mit den Kameraden der Triathlon-Abteilung des TSV Frickenhausen konnten wir uns im vereinsinternen Turnier der 12 Hobby-Mannschaften den 5. Platz sichern. ;-)

Kategorie: Hat mega-mäßig Spaß gemacht. Und hinterher gibt’s für alle den exakt gleichen Preis. Außer für die erstplatzierte Mannschaft: Da gibt’s einen Pokal der in Punkto Größe haarscharf mit dem America’s Cup konkurriert. Und für die letztplatzierte Mannschaft gibt’s eine wunderschöne, fette Torte.

Und für die Meisten gibt’s heute einen fetten Muskelkater (da der erste Satz etwas geflunkert war). :-)

Kunstvoller Verwackler von Tommy (thanks, mate!)

In der letzten Abteilungsversammlung der TSV-Triathleten kam die Idee auf, eine gemeinsame samstägliche MTB-Ausfahrt über den Winter einzuführen. Schnell wurde die Idee konkretisiert und neben Jochen Hohl (genau: der mit dem kleinen, feinen Radladen in Frickenhausen) meldete ich mich in einem Anflug von geistiger Umnachtung und sozialem Engagement dazu bereit, die Touren zu führen.

Heute pünktlich um 14:00 Uhr trafen sich also 9 wackere Pedalritter, um gemeinsam zwei Stündchen in gemütlichem GA1-Tempo durch die örtlichen Wälder zu rollen. Ich hatte den Eindruck, dass es allen Spaß gemacht hat. Wetter war ja mal wieder top. Nur leider ist in dieser Jahreszeit der eine oder andere Waldweg durch „Holzmachen“ verwüstet. Und da das fast täglich wechselt, kann es schonmal etwas matschig werden. Sorry, guys! ;-)

Aber definitiv das Prädikat: „To be continued…“!

Ach ja, und eine Bildergalerie gibt’s natürlich auch. Lade sie gleich mal hoch . . .

Und noch was: Selbstverständlich sind auch „Abteilungsfremde“ eingeladen (Disclaimer: Private Veranstaltung und damit alles auf eigene Verantwortung – eigentlich irre, dass man so einen Quatsch extra erwähnen muss). Wer also mitfahren will, melde sich bitte hier vorab bei unserer Doodle-Seite an.

Claudia Pechstein (Foto: faz.net)

So. Nun ist es also amtlich. Der internationale Sportsgerichtshof CAS in Genf hat die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein des Dopingmissbrauchs schuldig gesprochen und eine entsprechende Sperre verhängt. Selbstverständlich sprach die Athletin von Verleumdung etc. Und die Funktionäre machen natürlich politische Aussagen (DOSB-Generaldirektor Michael Vesper: „Ich bin kein Biochemiker und kein Naturwissenschaftler. Sie hatte ihre Unschuld zu beweisen, und das ist ihr nicht gelungen.“). Weiter sagt er aber auch: „Die Botschaft an alle Dopingsünder ist: Ihr könnt euch nicht mehr sicher sein. Es wird weitere Fälle dieser Art geben“.

Selbstverständlich weiß auch ich nicht, ob sie jetzt gedopt hat oder nicht. Aber ich denke, dass die Sache durch solch ein Grundsatzurteil weiter kommt. Und wir können nur hoffen, dass dies Auswirkungen hat.

Neu bei den verlinkten Athleten ist mein guter Kumpel Björn Kirchgessner, mit dem ich schon im Januar auf Mallorca geradelt bin. Mit ihm ist auch eine Elite-Staffel geplant beim IRONMAN 70.3 Wiesbaden 2010. Da freue ich mich schon drauf, denn Björn kann als Elite A-Fahrer definitiv radfahren! Er hat eine wunderschöne Zusammenfassung der diesjährigen Tour verlinkt, die ich Euch nicht vorenthalten will. Grandiose, emotionale Bildersprache. Sport at it’s best!

Und nebenbei finde ich es schön, zu sehen, welch atemberaubend schöne und vielfältige Landschaften wir hier im guten, alten Europa haben.

Ein weiterer Post, der eines der größten Vorbilder im Sport, Lance Armstrong (trotz der D-Problematik), sowie das Thema Geschichte des Triathlons verbindet. Interessant ist auf der einen Seite, wie früh Lance damals schon mit den Besten des Sports mithalten konnte (mit 15!!). Auf der anderen Seite ist ebenfalls interessant, wie viele Zuschauer bei so einem Triathlon am Wegesrand standen, dass es vollkommen normal war, dass wie bei der Tour mobile Kamerateams mitfuhren, diese Wettkämpfe von den nationalen Fernsehsendern übertragen wurden und eine ganze Reihe von Athleten schon damals ganz ordentlich davon leben konnten.

So viel zu der Theorie, dass sich der Sport so dramatisch positiv entwickeln würde. Hey, das ist mehr als 20 Jahre her – und was hat sich getan? Aus meiner Sicht erschreckend wenig! OK, immer noch besser als Laufen oder Leichtathletik . . . nur so ein Gedanke.

Nebenbei ist es einfach nur köstlich zu sehen, wie wir damals mit Stahlrahmen und Rahmenschaltung rumgegurkt sind, sich aber ab 1987 die sogenannten Scott-Lenker sehr rasch durchsetzten (während die konservativen Radfahrer noch gefühlte zehn Jahre brauchten, um die eindeutigen Vorteile zu erkennen).

OK, lausige Qualität damals.

Aber eines sollten wir nie vergessen: Wo Mr. Lance herkommt. Anders als die meisten Anderen hat er mit 18 Jahren bereits die versammelte amerikanische Triathlon-Elite versägt. Er konnte schwimmen, schon damals auf dem Rad (als nationaler Zeitfahr-Meister) davon fahren und zumindest den Vorsprung beim Laufen halten. Da gibt es nicht so viele da draussen . . . :-)

Was soll ich sagen? Mitte November, Sonne satt, kein Wölkchen am Himmel, mitten in der Woche, keine Touris auf den Wegen. Und Andi hatte die glorreiche Idee, mal eine hübsche Runde mit den Mountain Bikes am Albtrauf gemeinsam zu genießen. Sensationell! Oben auf dem Bild sieht man direkt rechts vom Helm die Ruine Hohenurach, unten das Tal liegt 400 Meter unter uns.

Und hier, zurück im Home Office, kann ich mich auch nicht recht konzentrieren. Vielleicht kann der eine oder andere mitfühlen, wenn er meinen aktuellen Blick aus dem Fenster sieht (s.u.) sieht. Das Leben ist grausam! :-(

Welch eine Freude, wenn man im November nochmal so ein tolles Wetter hat und dann auch noch zuhause ist und sich zwei Stunden rausnehmen kann! :-)

Im Bild (im Hintergrund mein „Hausberg“, der Hohenneuffen) kann man ansatzweise erkennen, wie traumhaft zum Trainieren unsere Heimat ist. Speziell wenn man Trailrunning oder MTB bevorzugt und Höhenmeter mag . . .

Kaum war ich dann im Wald, gab’s auch gleich eine fette Schlammpackung. Das lässt sich dann doch nicht ganz vermeiden in dieser Jahreszeit.

Und wenn man dann noch ein Auge für die schönen, kleinen Dinge am Wegesrand hat (nachdem man wieder für klaren Durchblick gesorgt hat), dann war das eine insgesamt lohnende Pause weg vom Schreibtisch. ;-)

Nachdem sich meine Achillessehnen auch bald 12 Monate nach dem Beginn ihrer Rum-Zickerei immer noch nicht wieder auf „Normal Null“ eingependelt haben, frage ich mich nun wirklich, OB, und wenn ja, WANN ich wieder mit geregeltem Training beginnen soll.

TriMag hat in seiner Online-Ausgabe ebenfalls diese Frage gestellt und bis jetzt haben exakt 100 Leute geantwortet: Demnach befinden sich mehr als die Hälfte (51,5% – gasp!) bereits mitten in ihrer Saison-Vorbereitung 2010!!! Weitere 27,3 Prozent starten noch in diesem Jahr (Dezember). 16,2 Prozent der Online-Leser vom Triathlon-Magazin wollen „um die Jahreswende“ in die 2010er-Saison starten. Und nur ein mickriger Rest von fünf Prozent beginnt im neuen Jahr mit dem ordentlichen Training. Uiuiui!

Jörg Schneider

 

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