Verfasst von: Jörg | 10 Juli 2009

Coaching

Je mehr Triathleten ich kennen lerne, um so erstaunter bin ich, wie viele davon sich professionell coachen lassen (oder zumindest Pläne schreiben lassen). Deshalb möchte ich hiermit gerne eine (natürlich nicht repäsentative) Umfrage starten. Lasst Ihr Euch Coachen? Ja oder Nein? Und wenn ja, auf welche Art.

Interessant ist nebenbei auch, dass mir nun schon von verschiedenen Seiten angeboten wurde, hier über solche Anbieter zu schreiben. Aber es gibt ja so etwas wie Blogger-Ethos und mein ganz persönliches Wertegerüst. Ich schreibe hier nur über etwas, was ich auch selbst erfahren/ausprobiert/getestet und für gut befunden habe.

Schreibt  mir auch gern als Kommentar oder Email direkt an mich, wie Ihr Eure Coaches/Anbieter gesucht und gefunden habt. Vielen Dank schonmal! :-)

Verfasst von: Jörg | 8 Juli 2009

Achillessehne Part IV

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Kernspin (MRT) der linken Ferse, deutlich ist die fast 100-prozentige Verdickung der Achillessehne zu erkennen (das Dunkle, das schmal beginnt, dann zu einer fetten Knolle ausfasert und dann wieder schmal wird), Siemens Avanto 1,5 Tesla

“Letzte Diagnose vor Notschlachtung” sollte eigentlich meine Überschrift lauten. Aber das klang mir dann doch zu dramatisch. Trotzdem habe ich nun zumindest von wissenschaftlicher und pseudo-wissenschaftlicher Seite so ziemlich alles abgeklopft, was man um Rat und eine Einschätzung fragen kann. Zwischenzeitlich hat sich die Situation bei mir nicht verbessert.

Einschätzung von Dr. Daniel Wagner: Ein halbes Jahr Pause werde ich brauchen! Meine (zumindest momentan nur!) linke Achillessehne (s.o.) ist dermassen verdickt (und damit schmerzhaft), dass es eine ganze Zeit brauchen wird, bis sie sich vollständig regeneriert hat. Derweil sind wir bei meinen Schmerzen in der Hüfte nicht weiter gekommen.

Ergo: Die gesamte Rest-Saison 2009 ist abgeblasen. Ob ich 2010 wieder auf dem Niveau beginne, werde ich mir ja jetzt in den kommenden Monaten in Ruhe überlegen können. Ein Comeback möchte ich nicht ausschließen.

Verfasst von: Jörg | 7 Juli 2009

Macca entspannt und angespannt

Interessantes, kleines Video, das einerseits einen Einblick in das Nomadenleben eines Profi-Triathleten gibt (wochen-bzw. monatelang von Frau und Kindern getrennt sein – muss man mögen). Andererseits finde ich spannend, wie selbst super-erfahrene Athleten wie Macca und Lothar vor dem Schwimmstart hyper-nervös im Wasser rumzappeln. Und es war nicht der Jahreshöhepunkt! ;-)

Verfasst von: Jörg | 6 Juli 2009

IRONMAN Germany 2009 – Pacing

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Timo und Macca treiben sich gegenseitig zu Höchstleistung an (© Trimag)

Ein aus meinem Betrachtungswinkel herausragender Lernpunkt der gestrigen IRONMAN European Championship in Frankfurt ist einmal mehr das Thema Pacing-Strategie.

Einer der zentralen Limiter eines guten Langdistanz-Rennens ist die Strategie und dann v.a. deren Umsetzung was das Renntempo (neu-deutsch Pacing) angeht. Wie der amerikanische Coaching-Guru Joe Friel auf seinem Blog sogar hinsichtlich sehr viel kürzerer Renndauern (Meile, 5k, 10k) über die Entwicklung der Weltrekorde und deren Pacing analysierte, trifft mit Sicherheit insbesondere auch für lange Wettkampfdauern zu. Die Statistik ist da ganz eindeutig: Fast alle Rekorde wurden mit sogenanntem “negative split” gelaufen (zweite Hälfte schneller als die erste).

Wenn wir uns also den gestrigen IRONMAN genauer ansehen, fällt IMHO folgendes auf: Beide Siege gingen vor allem über das überlegene Pacing. Das heißt bei einer Langdistanz insbesondere a) Geduld und b) Gleichmäßigkeit.

Meine These ist, dass alle vier Erstplatzierten bei den Männern hätten gewinnen können. Eneko zieht (IMHO völlig schwachsinnig für einen Läufer seiner Güte) schon nach 90 k der Spitzengruppe davon. Was soll das denn? Raelert zieht mit. Genauso schwachsinnig, aber verständlicher, da er ja um die Laufqualitäten von Eneko wusste. Wenn man das Interview in der T2 mit Raelert sieht, ist klar, dass er zu diesem Zeitpunkt klar überzogen hatte. Es spricht für seine Klasse, dass er das Ding überhaupt noch so hingebogen hat. Dann der gleiche Krampf von Macca, als er sinnloserweise so früh Timo davon läuft. Da hätte ich mir bei einem der erfahrendsten Athleten überhaupt mehr erwartet. Einem, der z.B. in St. Pölten noch bis 400 m vor dem Ziel warten konnte, da er genau um seine Sprintstärke weiß. Einem, der noch im Kraichgau davon sprach, dass eine Sekunde Vorsprung im Ziel völlig ausreichend ist (korrekt!). Da hatten sich also schon zwei meiner Top-Favoriten ein Bein gestellt. Llanos schien obgleich viel stärker SEIN Rennen bestreitend auch etwas überzogen zu haben. Was mal wieder zeigt, WIE SCHWER das Thema in der Praxis umzusetzen ist. Und schließlich bleibt in meiner Betrachtung Timo übrig, der überhaupt nicht überraschend den gleichmäßigsten Marathon (und nebenbei den Schnellsten) raushaute und mit dieser im Grunde einfachen Taktik das Rennen völlig verdient für sich entschied.

Es ist alles da, Jungs! Vielfach beschrieben in der einschlägigen Literatur. Was einmal mehr zeigt, dass das reine WISSEN überhaupt nichts zählt. Man muss es auch umsetzen. Das scheint in der Hitze des Wettkampfs offensichtlich nicht immer ganz leicht . . .

Verfasst von: Jörg | 5 Juli 2009

IRONMAN Germany + Austria

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Zwei offizielle IRONMAN-Rennen, die unterschiedlicher nicht hätten verlaufen können.

Hier (in Klagenfurt) ein einsames, langweiliges Rennen des Top-Favoriten Marino Vanhoenacker, der mit fast 13 Minuten Vorsprung gewinnt. Bei den Mädels bietet sich ein ähnliches Bild: Bella Bayliss lässt eine starke 8:50 raus und verweist eine ebenfalls starke Sonja Tajsich auf Rang zwei (auch noch sub-9).

Dort (in Frankfurt) ein super-spannendes Rennen bis kurz vor Schluss mit ständig wechselnder Führung der Top-Athleten. Mein Tipp war ja Macca vor Timo. Aber es sollte (völlig überraschend für mich) ein klassischer Fehler von McCormack sein, der Timo Raum gibt für einen grandiosen Sieg am Frankfurter Römer. Wieder legt der eine 2:43 beim Marathon hin (Bestzeit) und sichert sich den prestigeträchtigen Europameistertitel. Llanos, einmal mehr Zweiter, schafft die sub-8 nicht ganz und Macca füllt das Podium auf mit einer immer noch starken 8:03 – Sekunden dahinter Andreas Raelert. Der konnte einem fast leid tun, da der Macca-Bracht-Express just in dem Moment vorbeirauschte, als er sich im Dixi befand. Trotzdem starke Vorstellung! Dann kommt nach einer größeren Lücke Matthias Hecht, Faris und Frank Vytrisal. Reschpeckt!

Bei den Damen bot sich der erwartete Zweikampf Wallenhorst/van Vlerken, wobei die Niederländerin fast die gesamte Radstrecke brauchte, um den Rückstand vom Schwimmen aufzuholen. Gemeinsam gingen sie auf die Laufstrecke und wie bei den Männern sah es zuerst nach einem Sieg für Yvonne aus, bevor Sandra zurückschlug und mit einer hervorragenden 8:58 den Sieg klar machte. Nicole kommt mit dem schnellsten Marathon (3:02) noch auf 3 Minuten an Yvonne ran und komplettiert das Podium.

Wieder mal Gänsehaut-Feeling und ganz großer Triathlon-Sport. Und was gönne ich’s dem Timo. Ein großartiger Triumph für ihn. Und der Nimbus des Unbesiegbaren scheint damit auch für McCormack verloren. Bracht gab sich ja schon vor dem Rennen siegesgewiss und etwas respektlos (im positiven Sinne).

Interessantes Detail aus der Masters-Sicht: Um bei diesem Rennen in der M40 auf’s Treppchen zu kommen, musste man eine 8:51 hinknallen!! Da kann einem schonmal die Luft weg bleiben!Die üblichen Verdächtigen heißen natürlich (für die Eingeweihten): Georg Anstett ( 8:38), Wolfgang Angst (8:40) und Frank Horlacher (8:51). Gaaaanz tiefe Verbeugung!

Webcam auf dem Römer!

Ergebnisse, Athlete Tracker etc. bei Ironman.com!

Verfasst von: Jörg | 3 Juli 2009

It’s IRONMAN time again

Yep, it’s that time of year again. Die mitteleuropäischen Langdistanzen stehen an.

Nächsten Sonntag parallel IRONMAN Germany (Frankfurt) und IRONMAN Austria (Klagenfurt). Am darauf folgenden Wochenende dann der IRONMAN Switzerland (Zürich), and dem ich ja eigentlich teilnehmen wollte, und die Quelle Challenge Roth.
Und als schöne Inspiration hat der gute, alte Mitch Thrower vom Triathlete Magazine mal wieder ein Video seiner eigenen Teilnahme in Kona ins Web gestellt. Es gibt einen recht guten Eindruck davon, was einen auf Big Island erwartet. Sieht im Grunde alles ganz locker aus. Enjoy!
Verfasst von: Jörg | 2 Juli 2009

Knochen – Nerven – Schmerzen

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Nachdem sich die Unmöglichkeit schmerzfrei zu trainieren weiter verfestigte, hatte ich heute einen Termin in der Radiologie am Diakonie-Klinikum in Stuttgart. Ich muss fast schon sagen, dass LEIDER auch hier keinerlei Auffälligkeiten an meiner LWS oder am ILG zu erkennen waren und ich mir einmal mehr vom Dottore anhören musste, dass ich jetzt offiziell alt bin (im konkreten Fall hier allerdings in der Soft-Variante “Wir werden halt nicht jünger, gell?”). Ganz klasse! :-(

Auf der anderen Seite genoss ich die letzten Tage mal wieder “bezahlten Urlaub” in Neuruppin (Ostzone – muss man nicht kennen). Das Seehotel Fontane kann ich jedenfalls wärmstens empfehlen. Wenn man dann noch eines der besseren Zimmer erwischt, hat man jede Menge Platz, zwei Balkone mit bester Seesicht, sowie ein sensationell geräumiges und wunderschönes Bad. Die angrenzende Therme ist architektonisch erstklassig und die Seesauna als schwimmende Insel ein witziges Highlight. Deshalb war ich auch schon Sonntags angereist, um wenigstens ein paar Meter im Ruppiner See schwimmen zu können. Sonst sind solche Seminare mit meist wirklich leckerem Essen und wenig Bewegung eher schwierig und ich selbst hinterher schwerer. ;-)   Aber die Truppe war kundenseitig sensationell und am Dienstagabend folgten sogar elf von 16 Teilnehmern dem Ruf nach einer Runde Fußball barfuß im Sand (Kleinfeld). Man könnte sein Geld echt schwerer verdienen! :-)

Verfasst von: Jörg | 24 Juni 2009

Video Challenge Kraichgau

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Endlich ist es so weit: Jens, Nis und Willem machen gute Arbeit und posten ein schönes Video über einen der schönsten Triathlon-Wettkämpfe Deutschlands.
Vor allem die Split-Screen-Montage zu Beginn – ahhhh, Gänsehaut! :-) Well done, Jungs!

Verfasst von: Jörg | 20 Juni 2009

Ohne Worte

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Verfasst von: Jörg | 19 Juni 2009

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IRONMAN Lanzarote 2009 in bewegten Bildern. Ein wie ich meine wunderschönes Video, das auch die netten Kleinigkeiten entlang des Wegesrandes zeigt. Und Kathrin ist auch drin. ;-)

Ironman Lanzarote 2009 from Denis Ahrens on Vimeo.

Verfasst von: Jörg | 18 Juni 2009

Nachtrag Challenge Kraichgau

Schwimmstart

Schwimmstart in Ubstadt-Weiher (© trimag)

Wie im letzten Jahr auch, war der Triathlon im Kraichgau absolut tadellos organisiert. Wo gibt es zum Beispiel eine so perfekte Streckenbeschreibung als pdf? Da konnte ich während des Abfahrens der Strecke schön online auf meinem iPhone spicken, ob ich noch richtig lag. 5 Sterne! Das Wetter war auch wieder wie bestellt hochsommerlich-triathlontauglich. Die Zuschauer waren ebenfalls da, wenn auch – in meiner Wahrnehmung – in deutlich geringerer Anzahl. Dafür ist EIN super Stimmungsnest dazu gekommen und zwar in Gochsheim. Das war für mich auch der einzige Gänsehaut-Moment des Rennens. Schöne steile Rampe im wunderschönen Ortskern und anfeuernde Zuschauer satt. Dies sind diese unbeschreiblichen Momente, in denen sich sensiblen Naturen wie mir gern mal die eine oder andere Träne mit dem Schweiss vermischt. Unbezahlbar und unvergleichlich.

Aus “professioneller” Sicht hätte ich am ersten “legal pack” dran bleiben sollen. Das sind genau die Jungs, die nachher die Top 20 voll machen. Aber da war ich mal wieder zu ehrlich, fuhr bis km 65 ganz allein und wurde dann von einem zweiten Grüppchen eingeholt, wobei beide Gruppen aus meiner Sicht eher die Bezeichung “barely legal pack” oder eben BLP verdienen (pun intended). Aber machen wir uns nichts vor: So fahren sie praktisch alle. Außer Sebi natürlich. Der muss naturgegeben allein fahren. :-)

Ach ja, nicht zu vergessen: Wenigstens klappte das Schwimmen diesmal recht gut. Zwei Minuten auf Sebi und drei Minuten auf die Spitze (Macca). Sebi hatte an diesem Tag auch den Swim seines Lebens (als 10. aus dem Wasser!!). Das war EINER der Grundsteine, weshalb er auch schon so früh die Führugsgruppe einholen konnte. Es war vermutlich das “kompletteste Rennen” überhaupt für ihn. Alle drei Disziplinen sehr stark. Dazu zwei schnelle Wechsel.

Und dann gab’s noch die berühmte Bergwertung auf den Schindelberg. Da gibt es ein paar Radkanonen, die es nur auf diesen Titel absehen und den Rest des Rennens hinten anstellen. Günther Höllige gewinnt diese Wertung und nimmt selbst Sebi mit 5:11 noch eine halbe Minute ab. Hellriegel 6:11 (11.), Macca beide Male exakt gleich 6:45 (43.) und Onkel Jörgi 6:54 (58.) – obwohl ich ja nicht wirklich die Bergziege bin.

Warum Macca zwei Mal? Er stand nach dem Rennen so gemütlich an den Pools und quatschte. Da plötzlich sprintete er durch die Menge und offensichtlich zum Start der nachmittags statt findenden Kurzdistanz. Wenigstens einen ordentlichen Trainingstag hinlegen, dachte er sich wohl. Jedenfalls klappte der Start dort mit zum Teil geliehenen Sachen und – selbstredend – gewann er dieses Rennen in 2:01:59 mit fünf Minuten Vosprung.

Verfasst von: Jörg | 16 Juni 2009

Kritische Selbstreflektion

muratie

Tja, was soll ich zu meiner Entschuldigung sagen? Shit happens . . . as they say.

Auf jeden Fall genau die richtige Zeit, um sofort das Training einzustellen . . . die Beine hoch zu legen . . . die Seele baumeln zu lassen . . . wieder mehr Sinn in Aktivitäten zu sehen, die direkt das Bankkonto anschwellen lassen . . . eine Flasche Ansela van de Caab 2006 meines Lieblingsweinguts Muratie in Stellenbosch, Südafrika zu öffnen (direkt vom supplier of choice Mack & Schühle drüben in Owen) . . . dazu ein drüben im Backhaus mit Liebe gebackenes Holzofenbrot . . . frisch geschnittene Tomaten mit ebenso frischem Basilikum . . . ein wenig Proscuitto di Parma . . . es darf auch Jamón Serrano sein oder – passt noch perfekter, ist aber in unseren Breiten schwer zu bekommen – Biltong (wer das noch nicht probiert hat, sollte dies unbedingt zum Anlass nehmen, eine Reise nach Südafrika zu planen). . . und dann einfach allein sinnlos betrinken . . .

Wie das Jahr begann, so sollte es sich auch bis zum letzten Wochenende durchziehen. Eine Katastrophe folgte der Nächsten. Die Serie von Zipperlein sollte bis zum vergangenen Sonntag nicht abreissen – im Gegenteil nahm sie schmerzhaft zu.
Wenn wir das trainingstechnisch von einer Meta-Ebene betrachten, ist dies das Worst Nightmare, der schlimmste anzunehmende Ernstfall, der GAU! Wie ich bereits altklug an anderer Stelle ausführte, ist das Übelste, was man aus trainingspraktischer Sicht hinlegen kann, eine Verletzung und eine daraus resultierende Zwangspause. Das habe ich jetzt super kingekriegt. Vielleicht macht mich das wenigstens ein Stück weiser, sicher erfahrener und möglicherweise auch glaubwürdiger (”I’ve been there!“).
Der Wunsch nach solchen Trainings-Hintergrund-Artikeln wurde ja auf meine Nachfrage hin geäußert.
Also hier nochmal zum langsam Nachsprechen: Das absolut Schlimmste, was ich durch mein Training erreichen kann, ist eine (langwierige) Verletzung. Gleich danach rangiert aus meiner Sicht ein Übertraining. Beides ist nebenbei auch für die Psyche schwer zu verdauen.
Und ja, eine Verletzung (gleich welcher Art) ist IMMER ein Signal des Körpers, dass irgend etwas nicht stimmt. Dieses Irgendetwas ist manchmal nicht einfach herauszubekommen (wie auch in meiner momentanen Situation). Frage 100 Experten und Du bekommst hundertundeine Antwort, Diagnose, Einschätzung.

Zahl der Woche:

Laufkilometer seit Ende März: 122

Kommentar: Sehr ordentliches Wochenpensum, aber ein bißchen dünn für ein ganzes Quartal!

Verfasst von: Jörg | 14 Juni 2009

Challenge Kraichgau 2009

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Die Sensation (naja, für mich eigentlich nicht) ist perfekt: Sebi Kienle gewinnt die Challenge Kraichgau 2009!

Was gönne ich’s dem Jungen! Ganz großes Kino! Obwohl im Nachinein betrachtet natürlich super spannend gewesen wäre, wie der Fight mit Macca ausgegangen wäre. Leider musste dieser – mit Sebi in Führung liegend – wegen einer Reifenpanne aufgeben. Interessant finde ich, dass Ihr, liebe Leser, natürlich genau richtig lagt mit Eurer Prognose (siehe meine Umfrage unten). Interessant auch, dass Sebi absolut dominant nicht nur auf dem Rad (sind wir gewohnt), sondern auch beim Laufen war. Er siegt in für diesen harten Kurs und verdammten 30°C atemberaubenden 3:53 mit neun Minuten Vorsprung. James Cunamma (Team TBB – keine Unterstellung!) läuft mit der besten Laufzeit noch auf Platz zwei vor. Das Treppchen komplettiert der junge Aaron Farlow. Frank Horlacher gewinnt derweil die M40 auf Platz 18 overall – das ist momentan nicht drin. Ich stieg direkt hinter dem super-sympathischen Ralf Himmelsbach (wie überhaupt auffällig die ganze Silla Hopp-Truppe ausgesprochen nett ist – tja, da hat wohl jemand mal einen Blog versucht und keine Ausdauer bewiesen!) vom Rad und wir laufen ja ungefähr gleich (wenn ich denn mal wieder laufen kann). Ralf kam mit einer 4:26 auf Platz 23. Gratulation an alle für diese hervorragenden Leistungen.

Bei den Mädels gewinnt Rebekah Keat (AUS) vor Lisbeth Kristensen (DEN) -beide Team TBB und Merryn Jonhston (NZL).

Und bei mir? Wie zu erwarten war, nahmen die Schmerzen in meinem Iliosakralgelenk wieder bereits beim Radfahren zu und schon in der ersten Laufrunde wollte ich meinem Körper dies nicht mehr antun. Ich stieg also aus, was mir schon immer sehr schwer gefallen ist. Aber ich vermute, dass ansonsten die gesamte Triathlon-Saison vorbei wäre und ich ernsthaften, langfristigen Schaden genommen hätte.

Wie die Dinge stehen, werde ich wohl nun alle Liga-Veranstaltungen sowie den IRONMAN Switzerland im Juli stornieren. Nächstes mögliches Ziel wäre demnach die Xterra-DM in Zittau Mitte August.  Aber da ich momentan auch beruflich stark eingebunden bin (ich kam schon zu spät am Samstag zum Einchecken aus Hannover und muss morgen gleich weiter nach München) und einmal mehr auch in der vergangenen Woche fast gar nicht zum Trainieren kam, werde ich meinen Fokus nun erstmal auf Job und Genesung legen und dann schauen, was sich noch gegen Ende der Saison mit der ansonsten durchaus vorhandenen Fitness anfangen lässt.

Race Stats:

  • Wetter: Sonnig, 30°C, praktisch windstill, Wasser 20°C (Schwimmen mit Neo)
  • Athleten: 3.000 (davon 1.300 bei der Challenge)

Bereits jetzt gibt’s einen tollen Bericht beim Triathlon-Magazin online! Tolle Leistung! Und eine umfangreiche Foto-Galerie haben die Hamburger Kollegen  hier!

Da lässt sich tri2be auch nicht lumpen.

Und die Ergebnisliste gibt’s hier!

Verfasst von: Jörg | 10 Juni 2009

Preview: Kraichgau Challenge ‘09

challenge kraichgau

Irgend etwas mag mein Firefox-Browser seit einer Woche nicht, so bald ich Medien in diesen Blog uploaden möchte. Absturz. Keine Rettung in Sicht. So schnell verprellt man einen Kunden (praktisch wie im richtigen Leben). :-)

Also: Nächster Versuch mit Safari in der Version 4.0 – das neueste Pferd aus dem Apple-Stall.

Am kommenden Wochenende findet meine Nummer 1 der Triathlon-Rennen des Jahres 2008 (das Einzige, in dem ich Referenzen sammeln konnte) statt: Die Challenge Kraichgau 2009. In der fünften Auflage – das erste Mal unter dem “Challenge”-Label.

Viele waren entrüstet wegen des saftigen Aufschlags (jetzt satte 165,- Euro Startgeld). Hey, niemand wird hier gezwungen, richtig? Und der Markt gibt den Machern solcher Veranstaltungen ja recht. Während es viele – auch sehr gut organisierte – Events gibt (wie z.B. Malterdingen), füllen sich EBEN GERADE die teuren Label-Veranstaltungen. Und organisatorisch sind diese auch aus meiner Sicht spitze.

Also: Wer ist da? Laut Startliste stehen am Sonntag ganze 1.500 Athleten am Start (zzgl. weitere 800 auf der Kurzdistanz). Darunter einige der besten Pros der Welt: Macca, Hellriegel, Tissink, Ambrose, Brader, Dragstra, Farlow, Favre-Felix, Kienle, Liebetrau, Sundberg. Da wirde es mir sehr schwer fallen, unter die Top Ten zu kommen wie im letzten Jahr – selbst wenn ich wieder perfekt laufen könnte. Ich dagegen werde einfach sehen, ob ich überhaupt durchlaufen kann und wenn ja, wie! Time will tell . . .

Interessieren würde mich, wer aus Eurer Sicht das Rennen für sich entscheiden wird. “Sebimeister” Kienle hat ja schon angedeutet, dass er Macca ein wenig ärgern will. Ob der enorme Raddruck dafür reicht?

Verfasst von: Jörg | 9 Juni 2009

State of the Union

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Reifenpanne = Zeit zum Ausruhen und Foto machen (mit meinem momentanen Lieblings-Radkumpel Dirk)

Was soll ich sagen? Es fällt mir momentan schwer, meiner derzeitigen Situation etwas positives abzugewinnen. Dem entsprechend muss ich mich hier “am Riemen reissen” um nicht in langweiliges und wenig konstruktives Jammern zu verfallen.

Also: Es geht mir NICHT gut. Die Achillessehne links ist weiterhin äußerst schmerzhaft. Laufen ist weiterhin unmöglich. Und dazu kommen nun doch leichte Abnutzungserscheinungen was mein grundsätzlich positives Gemüt und meine unbändige Motivation angeht. Vielleicht steckt ja auch hier genau der Nutzen für mich als Coach. Manchmal fällt es mir sonst nämlich schwer, meine Klienten zu verstehen (nach dem Motto: “Was ist denn so schwer daran?”).

Das Bild zeigt meine erste Radausfahrt mit den Plochingern seit meinem Start beim IM 70.3 St. Pölten zwei Wochen davor. Das hat allerdings Spaß gemacht. Schöne Runde mit drei (!!) Albaufstiegen. Gutes Training für die brutal bergige Radstrecke der Challenge Kraichgau am nächsten Wochenende.

Verfasst von: Jörg | 6 Juni 2009

Fall V. – Version 4.0

Nun soll es doch eine Anhörung vor der Anti-Doping-Kommission der DTU am kommenden Mittwoch geben.

Aber anscheinend kann diese Kommision nicht – wie ein Richter in einem Rechtstreit – die Anwesenheit des Beschuldigten anordnen. Michael Lehner wird – so kündigte er jetzt schon an – lieber selbst erscheinen und seinen Mandanten zuhause lassen. Die DTU-Präsidentin Wisser kann einem echt schon fast leid tun.

Aber lest selbst den recht interessanten und ausführlichen Artikel des Trimag-Chefredakteurs Jens Richter.

Verfasst von: Jörg | 3 Juni 2009

Stellungnahme zum Fall Göhner vs. Vuckovic

Nachdem mich Michael Göhner bat, meine im persönlichen Gespräch ausgetauschte Meinung zu veröffentlichen, tue ich dies hiermit, um nicht als genauso schlappschwänziger Feigling dazustehen, wie manche Menschen da draussen. Bitte auf keinen Fall persönlich nehmen: SIE, lieber Leser, sind garantiert nicht gemeint. Aber wie Ihr erkennen könnt, nervt mich unsere auch in diesen Fragen verlogene Gesellschaft ein wenig.

Lies mehr…

Verfasst von: Jörg | 31 Mai 2009

World Championship Series

Na das ist doch nun wirklich mal nicht schlecht: Tatsächlich live übertragen, tatsächlich als Stream sehr gut zu empfangen und überdies noch besser kommentiert, als so ziemlich fast alles, was ich bisher von Deutschen kommentiert anhören durfte. Das war die zweite Station der Dextro Energy Triathlon World Championship Series in Spaniens Hauptstadt Madrid.

Tolle Leistungen sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Allen voran natürlich Maik Petzold’s und Christiane Pilz’ vierte Plätze. Ganz großes Kino. Schade, dass Frodo nicht den ersten Zug erwischt hat. Hätte ich ihm echt gewünscht. Aber so ist er, der moderne Kurzstrecken-Triathlon (aka Draftahlon). Da ist das Rennen einfach schon frühzeitig gelaufen.

Ergebnisse gibt’s hier!

Update zu mir: Achillessehne links immer noch schmerzhaft. War aber beim Arbeiten unterwegs und habe nächste Woche auch nur den Dienstag, an dem ich mal beim Doc vorbeischauen kann.

Verfasst von: Jörg | 27 Mai 2009

Fotos IM 70.3 St. Pölten ‘09

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Macca mit Marino im Schlepptau (© Bollwein/Triangle)

Die Fotos des vergangenen Sonntags sind online in der Bildergalerie. Enjoy!

Und da es offenbar den einen oder anderen interessiert: Nein, ich habe meinen Quali-Platz für die 70.3 World Champs im November in Clearwater NICHT angenommen. Die zwei Hauptgründe:

  1. Nachweislich kein Interesse des Veranstalters, die Windschattenproblematik halbwegs einzudämmen (OK, OK, dann kann man streng genommen nur SEHR wenige Veranstaltungen besuchen).
  2. So lange ich körperliche Herausforderungen zu meistern habe, melde ich mich nicht für neue Events an.

Nachtrag: Bei allem Respekt ist es interessant, mit welcher Zeit man sich – trotz des nachweislich extrem hohem Niveaus in Spitze UND Breite – für Clearwater qualifizieren konnte. In der M40 hat das mit einer relativ entspannten 4:57 geklappt. Damit war der verehrte Sportfreund nicht unter den Top 400 und auf AK-Platz 74. Ergo: Wie bei der Xterra-WM sind die Slot-Plätze praktisch geschenkt – nur sechs der ersten 74 Athleten in dieser AK wollen nach Florida im November. Nicht gerade ein umwerfend großes Interesse wie ich finde.

Verfasst von: Jörg | 26 Mai 2009

IRONMAN 70.3 St. Pölten 2009

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Die “Stockerlplätze” der M40

Puuuh. Ein hartes, schmerzhaftes Stück Arbeit. Auf der einen Seite.

Andererseits ein wunderschöner Kurzurlaub in eine wunderschöne Kulturlandschaft. Kennenlernen von netten, offenen, freundlichen Menschen. Gutes Essen, guter Wein. Zelten. Und nebenbei ein wenig Sport treiben. OK, so ganz nebenbei war’s dann doch nicht. Aber der Reihe nach . . .

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