Die drei Herren vom Grill – bei der Arbeit

Die Wettervorhersage war ja bereits im Vorfeld von der übelsten Sorte. „Naja, viel Schnee…es könnte schlimmer kommen“, dachte ich so für mich. Und es kam schlimmer…

Anreise Freitag-Nachmittag. Irgendwie schien ich im Verhältnis zu den angereisten Kollegen des TSV Frickenhausen mal wieder viel Glück gehabt zu haben. Und so stand ich nach den üblichen zwei Stunden auf dem Parkplatz in Oberjoch. Ab Kempten wurde es ziemlich heavy was den Schneefall und die Straßenbeschaffenheit betraf. Aber da fängt der Spaß mit einem A6 quattro ja erst an. :-)

Die Umzieherei auf dem Parkplatz bei diesem Wahnsinns-Wetter setzte den Wagen ja schon fast unter Wasser. Aber schließlich zog ich mit meinen neuen Scott Cruz’ Air auf der nur im untersten Teil befahrenen Pist Richtung Iseler (es lief nur der untere Schlepper). Oben dann spurte ich auf der Piste (war trotz des starken Schneefalls immer noch besser als im freien Gelände) Richtung Bergstation Iseler. Bei dem Sturm hatten die nicht einmal die Sessel draußen. Alles einsam und still. Der Sturm tobte und die Schneeflocken wirbelten nur so um die Ohren. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal mit einer wasserdichten Shell (Montane Air Jacket) im Anstieg unterwegs war…

Oben dann ein Blitzwechsel und auf der nur noch schwer erkennbaren Piste durch den Tiefschnee hinab (Lawinenwarnstufe 4 nahm ich dann doch ernst). Der Pulver staubte – ein einziger Traum. Und weil’s so schön war, machte ich die Tour gleich noch ein zweites Mal. Dann war es allerdings schon so dunkel, dass ich die Weiterreise nach Kranzegg zur Hütte unternahm.

Wie auch letztes Jahr waren wieder einige Mitglieder mit ihren Familien der Einladung gefolgt und wir hatten jede Menge Spaß in der großen Hütte. Das Tischfußball-Turnier fiel allerdings grundlos aus. :-(

Ansonsten gab es wie immer lecker Essen und die Alkoholiker-Fraktion vernichtete so an die 100 Flaschen Bier. Dazu einige Schnäpse, Wein und natürlich den obligatorischen Ramazotti.

Am Samstag-Morgen ein Bild wie aus dem Winter-Bilderbuch. Es hatte in einem durchgeschneit und da war jede Menge Räumarbeit. Ich unternahm wie im Vorjahr eine Skitour direkt von der Hütte – einmal mehr auf der Piste der Grünten-Lifte. Erstaunlich viele hatten sich trotz des teils wilden Schneegestöbers auf die Pisten gewagt. Nach einem kurzen Einkehrschwung in der Grüntenhütte fuhr ich eine wilde Abfahrt durch einsamen, unverspurten Hochwald hinunter zur Alpe Kammeregg und auf der Skidoo-Spur wieder hoch zum zweiten Einkehrschwung auf der Grüntenhütte, wo ein deftiger Linseneintopf auf mich wartete. Unterwegs beim Abfellen verirrte sich einer der Pistenbullys Richtung Gipfel (der Gipfellift lief auch hier aufgrund des Sturmes nicht). Dummerweise kriegt man ohne den heulenden Sturm dank eingepackter GoPro Hero2 gar nicht mit, wie wild das Ganze wirklich war.

Pistenbully im Schneesturm

Leider wurde der Sturm immer wärmer, der Schnee ging in den niederen Lagen in Regen über, so dass das Skifahren unter 1000 Metern kein richtiger Spaß mehr war und der Schnee dort bis zum Sonntagmorgen fast gänzlich weggeregnet war.

So unernahmen Anja und ich ein schönes Morgen-Läufchen, bevor wir unsere Siebensachen einpackten und nach Hause fuhren. Für mich war es sinnvoll, direkt „zur Arbeit“ durchzufahren und ich ließ den Sonntag gemütlich mit einer Bewegungstherapie-Einheit und einem Sauna-Aufenthalt in meinem Hotel im Spessart ausklingen.

Unser Bodensee-Hausberg, der Säntis, an einem Traumtag

Nachdem ich in den vergangenen Jahren dem Triathlon und dem gezielten Training bereits im Winter eine gewisse Priorität einräumte, freue ich mich dieses Jahr mal wieder so richtig auf Winter, Schnee, Sonne, Skitouren und Skilanglauf.

Letztes Wochenende ging’s in Richtung Liechtenstein, wo wir mit Freund Micha ein paar perfekte Tage (und Abende *hicks*) verbrachten. Die ersten paar Stunden auf den langen Latten sind immer etwas mühsam, aber dann merkt man, wie es jede Minute besser läuft. Jetzt müsste ich nur noch bei Gelegenheit die Bretter wachsen und dann würd’s auch laufen… ;-)

Und wo passieren Unfälle? Na klar: Da, wo man eine Sache nicht beherrscht und sich schnell mal überschätzt! Auf der Rodelbahn von der Alpe Sücka hinunter nach Steg legte ich jedenfalls in der letzten Kurve einen kapitalen Sturz hin und das tat weh. :-(

Micha und Thea beim Präparieren der Ski in Lenzerheide

Insgesamt: Traum! Gut, dass wir eine Amerikanerin dabei hatten, die uns an unsere miese, deutsche Wortwahl erinnerte. Statt „Gar nicht so übel“, „Passt schon“ und „Könnte schlechter sein“ könnte man genauso gut sagen „Könnte einem nicht besser gehen“!

Und jetzt geht’s los Richtung Tannheimer Tal. Ein Wochenende mit den Sportfreunden des TSV Frickenhausen steht an. Mal schauen, was das Wochenende so bringt…

Da ich in der nahen Vergangenheit mit einer Vielzahl von Athleten trainieren durfte, sind mir einige Dinge aufgefallen, über die ich hier laut nachdenken möchte. Insbesondere das Thema: „In welchem Tempo soll ich im Training bzw. im Wettkampf laufen?“ (Ich nehme hier mal das Laufen exemplarisch raus – ähnliches gilt selbstverständlich auch für andere Ausdauer-Disziplinen).

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Wenn ein Athlet ES hat, kann man das meistens fühlen, manchmal sogar förmlich sehen oder hören.

ES macht regelmäßig den Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern.

Was ist ES?

Ich habe es an einigen anderen Stellen schon öfter erwähnt: In unserer ach-so mechanistischen Welt scheint es oft nur noch um Tangibles, Messbares zu gehen. Und doch wissen wir alle, dass in Kona oder einem olympischen Finale…oder auch bei der Kreiswaldlaufmeisterschaft eben nicht der (messbar) rein körperlich beste Athlet unbedingt gewinnt.

ES ist auch mehr als mentale Klarheit, emotionale Härte oder gar – Gott bewahre – irgend etwas spirituelles.

ES hat viel mehr mit der inneren Einstellung zu tun. Wo stelle ich mich in der Startaufstellung auf? Wie gehe ich in den Wettkampf? Bin ich wirklich zutiefst überzeugt von meinen Möglichkeiten und gebe ich ALLES, um komplett erschöpft hinter der Ziellinie zusammenzubrechen?

ES ist mehr…

 

Nach all’ den Jahren habe ich mich entschlossen, das Header-Bild zu verändern…und gleich damit auch die Unter-Überschrift. Alles, um den kleinen Veränderungen meiner sportlichen Schwerpunkte auch äußerlich Ausdruck zu verleihen.

Und ja, das sind meine Füße, die da in meinen Renn-Schlappen stecken (Pearl Izumi Streak II).

Trailrunning in den Cañadas

Noch nicht ganz fertig…daher hier der dritte und letzte Teil meiner Teneriffa-Erzählung:

Am 29.12. gab ich mir einen letzten (sehr langen) Trailrun oben in den Cañadas. Ich parkte meinen Yaris auf dem Parkplatz des Parador Nacional und lief erstmal Richtung Hauptweg Nacional – El Portillo. Von dort zweigt dann der TF-5 rechts ab und führt über den östlichen Pass hinauf auf den zweithöchsten Berg Teneriffas, den Guajara (wenn man den Pico Viejo als quasi Seitenhügel des Teide nicht mitzählt). Er ist allerdings mit seinen 2715 m.ü.M. schon ganze 1000 Meter niedriger. Der Aufstieg wird üblicherweise mit 2½ Stunden angegeben und ist im Grunde sehr einfach und wenig spektakulär. Als ich auf dem Pass auf die Uhr schaute, überkam mich doch kurz der Ehrgeiz und ich drückte etwas auf die Tube, um die Stunde zu unterbieten (sauber bei 58 min. eingeparkt). Tolle Aussicht auf die gesamte Caldera und den gegenüberliegenden Teide, aber wieder ein eiskalter Wind. Also rasch ein paar Fotos geschossen und wieder runter vom Gipfel. Unten rechts abgebogen Richtung Vilaflor. Wunderschöne Strecke! Wirklich fantastisch!

Tolle Lava-Trails hinunter ins Pajsache Lunar (Mondlandschaft)

Unten an der Abzweigung haben sie die Trails neu markiert und (wie schon des öfteren) „alte“ Trails rausgenommen. Nun war ich mir nicht sicher, bog nicht (wie ich hätte sollen) rechts ab und lief weiter auf dem herrlichen Trail Richtung Vilaflor bis ich den Fahrweg kreuzte (ca. 1700 m.ü.M.). Da war klar, dass ich falsch lag und schon viel zu tief ins Tal gelaufen war. Umdrehen? Nee. Also rechts auf dem Fahrweg zur Straße Vilaflor – Boca Tauce, auf dieser 4 km bergan und wieder rechts auf den Trail zum Sombrero de Chasna. Da waren schnell mal zwei Extra-Stunden! Autsch! Da ging mir jetzt aber ganz schön der Saft aus, es gab hier (anders als auf der langen Anaga-Runde) kein Restaurant mit einem Bocadillo con Queso und einer kalten Coke und ich hatte nur einen Riegel und ein Gel dabei. Ich zögerte das Essen hinaus bis ich kaum mehr geradeaus gehen konnte und verschlang dann gierig meinen Riegel. Die Wirkung…blieb aus! Das bißchen Zucker verpuffte völlig in meinem Kreislauf und im Hirn kam absolut nichts an. Also gleich das Gel hinterhergeschoben…ahhh, der „Central Governor“ meldete Blutzucker! ;-)

Jetzt „nur noch“ hoch auf den Hauptgrat und diesen ca. 1½ h zurück bis zum Ucanca-Pass und dann den steilen Trail hinunter zum Nacional. Mann war ich platt! Erwähnte ich das schon mal irgendwo? Im Windschatten des Autos dann Mama’s brotzeit und den Rest an Coke eingeworfen und ab ging’s nach Hause. Statt wie geplant lud ich meine Eltern diesmal nicht „fancy“ ins Mil Sabores, sondern statt dessen nebenan zu El Padrino, wo es ein riesen Steak mit riesig Beilagen gab, eine Portion, die selbst Onkel Jörgi satt machte. Great day in the life of… :-)

Womit wir zum 30.12. kommen. Nach dem Vortag war definitiv ein weiterer Ruhetag am Strand angesagt. Zur Abwechslung fuhr ich einen Ort weiter nach Playa San Juan, paddelte ein wenig im ruhigen und warmen Wasser des Atlantik, schaute mir noch zwei neue, sehr schöne Hotels an und genoss den letzten Abend mit meinen Eltern zuhause.

Am letzten Tag des Trips und des Jahres ging es nach einem lockeren Morgen-Läufchen und Frühstück zum Schwimmen und danach direkt zum Flughafen Reina Sofia. Alles ging pünktlich und reibungslos vonstatten und so entschwebte ich einmal mehr der zweiten Heimat meiner Eltern nach einem Besuch, der durch das beste Dezember-Wetter glänzte, das ich je dort erleben durfte. Adios Tenerife!

Unter Bilder gibt’s eine Mega-Bildergalerie!

Sunset @ my favourite swimming hole: Alcalá

Nach meinem Teide-Sturm war der Teneriffa-Trip mitnichten zuende und daher folgt nun Teil 2 meines Berichts von der „Insel des ewigen Frühlings“.

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Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 41.000 mal besucht. Das entspräche etwa 15 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Meine schönen, nicht-mehr-ganz-neuen synchro-Fuel Trail II von Pearl Izumi

Ich hätte ein „Vorher-Nacher-Bild“ von einem der beiden Pärchen Trailrunning-Schuhe machen sollen. Ehrenwort: Vor der Tour auf den Teide sahen sie noch fast wie neu aus. Waren sie ja praktisch auch. Aber ähnlich wie bei den Fahrradreifen, die man nach zwei Wochen TF auch austauschen muss, so nimmt die teils scharfe Lava auch die Laufschuhe ganz schön mit. Trotzdem sieht die Sohle noch ganz gut aus und den Dämpfungseigenschaften tut das sicher auch keinen Abbruch. Jetzt sehen sie wenigstens gleich „richtig eingeweiht“ aus. ;-)

Hoch über der Masca-Schlucht auf dem Guergues-Steig

Während meines wöchentlichen Kontroll-Anrufs bei meinen Eltern klickte ich so nebenbei bei den üblichen Verdächtigen im Airline-Sektor durch und fand ein Angebot, das ich nicht abschlagen konnte (und das, obwohl mir niemand eine Knarre an die Schläfe hielt). So flog ich dann am frühen Sonntagmorgen mit Tuifly nach TFS. Dem flotten Flug mit Rückenwind und meinem Einchecken online am Vortag sei es gedankt, dass ich ideal platziert war (weit vorn auf der linken Seite am Fenster – gut für Fotos beim üblichen Landeanflug auf TFS – aber gerade weit genug von den vordersten Sitzreihen mit den schreienden Kids). Dann – ganz unüblich für mich – schnell raus aus dem Flieger und direkt zum Schalter von Hertz, wo ich tatsächlich als erster ankam und nach wenigen Minuten mit meinem Autoschlüssel abzog. Zurück am Band rollten gerade die ersten Koffer raus und schon wieder hatte ich Glück und meiner war der Dritte. Da ich diesmal kein Bike mitgenommen hatte, konnte ich den Sicherheitsbereich um 09:30 Uhr verlassen – das ist doch mal ein guter Start in den Tag! :-)

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Mal wieder etwas aus der Serie „Motivation zum Wochenende„:

Auf Facebook habe ich gestern dieses Video verlinkt. Das hat mich inspiriert, hier ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Selbstverständlich möchte ich hier nochmal erwähnen, dass es sich hier um einen Skirennläufer handelt und nicht über einen Ausdauer-Athleten, der viele Stunden unterwegs ist. Die Anforderungen könnten im Grunde kaum konträrer sein. Auf der einen Seite Maximalkraft über zwei Minuten, bis einem das Laktat zu den Ohren rausquillt. Auf der anderen Seite extreme Langzeitausdauer im fast ausschließlich aeroben Bereich.

Meine Idee ist eine andere: Wir Ausdauer-Junkies können von den meisten anderen „ernsthaften“ Sportlern lernen, wie unglaublich abwechslungsreich sie ihr Training gestalten. So kommt auch bei den Profis, die mehrmals täglich trainieren keine Langeweile auf. Die meisten Läufer die ich kenne hingegen..laufen, laufen und laufen. Krafttraining? Fehlanzeige. Speed? Nie gehört. Flexibilität? Keine Ahnung…

Alex, Jörg, Frank & Dennis auf dem Beurener Fels – einmal mehr bei strahlendem Sonnenschein

Okay, okay, ich geb’s ja zu: Eine der größeren Schwächen meiner Persönlichkeit (von vielen), ist, dass ich gern diesen Tick zu enthusiastisch auf neue Stimuli reagiere. So kann ich mich dann manchmal gar nicht bremsen . . . und nutzte diese Bürowoche zu gleich drei langen Läufen – alle über zwei Stunden, alle mit ordentlich Höhenmetern und alle in wunderbar warmen, sonnigen Bedingungen.

Und siehe da: Es gibt nicht nur jede Menge guter Triathleten und Läufer in der Gegend, sondern auch Trailrunner und Ultra-Marathonis aller Art. Und selbst im Kreise des Verrückten-Lauftreffs (aka Team Sport Schweizer) laufen seit zwei Jahren diverse Mitglieder verschiedene Ultratrail-Marathons statt der üblichen lokalen Zehner…

Es wird mittlerweile laut darüber nachgedacht, einen eigenen Ultratrail auf unseren heimischen Weltklasse-Trails am Albtrauf zu veranstalten. Warum eigentlich nicht? Ich bin mir sicher, dass es dafür einen Markt gäbe…es muss nur jemand in die Hand nehmen. Was wir aber hiermit auf jeden Fall anbieten wollen, ist ein regelmäßig stattfindender Trailrun am Sonntagmorgen. Ich habe eine entsprechende Gruppe auf Facebook eingerichtet, wo etwaige Änderungen vom Standard ausgetauscht werden können. Gruppe nur auf Einladung, sorry (Email an mich)! Gelaufen werden irgendwo zwischen zwei und drei Stunden mit VIELEN Höhenmetern – das sollte man draufhaben. Wir wollen kein Rennen draus machen, sondern v.a. Spaß haben!

Auch so ein Rennen, das man eigentlich mal gemacht haben sollte im Leben…

Blick von der Limburg gen Osten

Aus heiterem Himmel „befriendet“ mich Marc Forster auf Facebook. Und da darf ich erkennen, dass das mit dem Thema Inspiration oft in beide Richtungen funktioniert. Das geht mir ja auch manchmal beruflich so, dass mich einige Coachees und Seminarteilnehmer regelrecht inspirieren, wie sie bestimmte Tipps, Tricks und Empfehlungen aufnehmen und umsetzen…

Long story short: Ich klickte mal geschwind rüber und siehe da, ein schöner, kleiner (erst frisch geschlüpfter) Blog mit tollen Bildern. Sofort inspiriert, kramte ich meine alte Karte raus und lief eine traumhaft schöne Runde von Nabern über den Egelsberg, die Limburg, das Zipfelbachtal hoch auf den Breitenstein, direttissima runter nach Dettingen und über die Teck wieder zurück (puuh, war das stellenweise heiß in der Sonne und huch, war das stellenweise frisch im schattigen Zipfelbachtal). Eckdaten: 2½ Stunden mit knapp 1200 Höhenmetern, traumhaften Panoramen, kaum Menschen, viel Ruhe und Zeit mit mir in der „verlängerten Mittagspause“. Das war gestern mal wieder einer dieser Tage, an denen ich genau weiß, warum ich selbständig und nicht angestellt bin. Diese Freiheit ist keiner bereit auf dem freien Markt zu für mich akzeptablen Konditionen einzuräumen. Ich schätze, daher kommt auch das frei in freiberuflich.

Und wie einigen „Experten“ bereits angekündigt und auf vielfachen Wunsch, habe ich weder Kosten noch Mühen gescheut, über die Verbindung Picasa und Simple Viewer wieder ansprechendere, qualitativ hochwertigere Web-Galerien zu erstellen, die Ihr wie immer unter Bilder findet. Enjoy! :-)

Auch  im Jahre 2011 war ich nicht ganz von diversen Zipperlein verschont geblieben. Was sich u.a. an dem äußerst unsteten Training ablesen lässt. Meine Trainingskilometer im Jahre 2011 sind zwar nicht schlecht für Onkel Jörgi, aber deutlich dünn für eine erfolgreiche Langdistanz sub-9 und insbesondere eben zu unstet. Außerdem ist die Feedback-Loop irreführend, die mir nach 6 Wochen schmerzfreiem Laufen gleich Top-Laufergebnisse zurückmeldet. Und mir dadurch vorgaukelt, alles sei doch in bester Ordnung und Onkel Jörgi braucht eben nur 30-40 Wochenkilometer, um ganz vorn mitzulaufen. Das klappt vielleicht noch bei einem Zehner, aber im Marathon einer Langdistanz spürt man die fehlenden Umfänge dann doch recht deutlich. Außerdem nimmt die Verletzungsanfälligkeit zu.

Die Wochenumfänge 2011 (Swim = rot, Bike = gelb, Run = blau)

Jeweils ganz 6 Wochen, in denen ich mehr als 250 km auf dem Rad saß bzw. mehr als 50 km gelaufen bin. Und auch nur knapp über Fünfzig… Das war einfach mal wieder zu wenig. Was aus meiner Sicht drei Ursachen geschuldet ist:

  1. Habe ich dieses Jahr überdurchschnittlich viel Zeit mit beruflichen Reisen verbracht.
  2. Die erwähnten Zipperlein, die mich dann doch immer wieder von einem systematischen Training abhielten.
  3. Eine einsetzende Trainingsmüdigkeit, da es irgendwie nie mein Ding war, zum x-ten Mal die gleichen Rennen gegen die gleichen Gegner zu finishen oder, noch schlimmer, gegen den imaginären Gegner Zeit, um irgendwelche aberwitzigen Rekorde aufzustellen, als ob Zeiten und Platzierungen alles wären im Sport.

Ergo habe ich mir für nächstes Jahr weitgehende Triathlon-Freiheit verordnet und werde so gut es geht Rennen vermeiden, in denen ständiger Zeitdruck aufkommt. Der Spaß an der Sache soll wieder im Vordergrund stehen. Und, ja, ein wenig die Grenzen ausloten und sich im Eustress-Bereich zu „quälen“ – das gehört schon auch dazu!

Die vergangene Woche habe ich diesbezüglich gut begonnen: Ein paar Stressoren in meinem Leben eliminiert und mit meinem alten Laufkumpel Michi gleich zwei epische Trailruns absolviert, die mich an meine Wurzeln, der puren Freude an der Bewegung in freier Natur, heranführten. Und da Michi immer noch nicht auf Facebook ist, hier noch ein paar Eindrücke:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

Nachdem ich über die letzten Jahre (in denen ich wieder etwas ernsthafter den Laufsport betrieben habe) immer wieder Malheur mit den Achillessehnen hatte, habe ich viele Dinge ausprobiert, die Linderung verschaffen sollten. Trotzdem war ich nicht vernebelt genug, um mir nicht auch Gedanken darüber zu machen, was denn die Basis für solcherlei Schmerzen sein konnte.

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Kilian ist für mich ein sehr inspirierender Mensch. Dass er auch noch einer der besten Athleten dieser Erde ist, ist für mich eher Nebensache. Er erscheint mir unglaublich reif für sein Alter. Das kommt in vielen Sätzen in unterschiedlichen Stimmungen zum Vorschein. Zum Beispiel: „In the last days of my life I don’t remember the records, the times, but…all the experiences, all the emotions…“.

Eine ganz entscheidende Erkenntnis ist es, zu erkennen, wenn man nicht mehr das macht, was man machen will und wenn man eine Pause braucht.

Ich frage mich gerade, ob man ein mich annähernd reizendes Video von einem normalen Straßen-Triathlon machen könnte. Wahrscheinlich eher nicht.

Mal wieder ein wunderbares Interview des großartigen Bob Babbitt mit der uneingeschränkten Meisterin Chrissie Wellington auf competitor radio. Love it!

Gerade am „extremen Ende“, wenn uns das Schicksal richtig üble Knüppel vor die Füße wirft, trennt sich die Spreu vom Weizen. Und spannender als das übliche Rennen zwischen Chrissie und den Top Ten der Männer mit den weiteren Frauen (bei allem Respekt!) irgendwo eine halbe Stunde abgeschlagen, war’s allemal.

Folgend zwei Video-Interviews mit ihr:

Man sieht schön, dass sie schon auch „schön“ laufen kann, wenn sie will. Aber sie ist auch in ihrem fürchterlichen Schlappschritt phänomenal schnell. So viele Jungs, die in Kona jemals eine 2:52 gelaufen sind, gibt’s ja nicht…

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Mal so nebenbei erwähnt…

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