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Photo Credits: xtri.com 

Bob Babbit und Paul Huddle haben nach seinem beeindruckenden Hawaii-Sieg mit Chris McCormack („Macca“) gesprochen. Aus meiner Sicht ergibt solch ein langes Interview immer einen etwas differenzierteren Blick auf einen Menschen, als einen kurz augeschnappten und überbewerteten Spruch. Aber wie immer machen sich Wenige die Mühe, einen anderen Menschen differenziert zu betrachten. Das gelingt den Beiden mit ihrem Competitor Radio wirklich gut. Ich habe nie den Eindruck, dass sie vor-verurteilen oder unnötig penetrant auf dem „Verhältnis zu den Deutschen“ rumhacken.

Meinem Ziel, ein vernünftiges und gleichzeitig ernsthaftes Trainingsumfeld zu schaffen, bin ich heute ein Stück näher gekommen. Nachdem ich schon am Dienstag mit den Dettingern gelaufen bin und eine echt nette Truppe kennen lernen durfte, hat sich das heute beim morgendlichen Schwimmtraining bestätigt. Tolle Leute und ein super Trainingsumfeld. Gleichzeitig liegt Dettingen im Ermstal am nächsten von allen anderen Optionen. Und noch ein Grund: Außer einer der besten deutschen Juniorinnen (Anja Knapp) und jeder Menge junger, starker Kaderathleten gibt es dort eine ganze Reihe von Langdistanz-Athleten und einen der schnellsten Läufer in der Gegend (Bernd Weis, der eine Sub-2:30-Marathonbestzeit stehen hat). Insgesamt also genügend Gründe, mich diesem Verein anzuschließen.

Nebenbei faulten mir heute Morgen nach 4 harten Kilometern beinahe die Arme ab. Bin ich seit fast 20 jahren nicht mehr geschwommen. Aber in einer netten Gruppe geht sowas.  :-)

Oh I looove this moment!

Sogar wenn ich ein qualitativ suboptimales YouTube-Video anschaue, bekomme ich eine Gänsehaut. Die Champions dieses Jahres zusammen vereint auf dem Podium. Bewegende Momente. Und wenn dann Sirius von den Alan Parsons Project beginnt, gibt es kein Halten mehr für die Tränendrüse . . . :-)

Und wenn alles passt werde ich wohl nächstes Jahr – nach 17 Jahren Pause – diese Momente wieder einmal life miterleben können. Aber bis dahin ist’s noch ein weiter Weg . . .

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Um mit meinem neuen Ergomo (Wattmeter) vernünftig arbeiten zu können, hatte ich mich in Absprache mit Susanne „Susa“ Buckenlei (Platz 9 Roth 2007, Platz 4 IRONMAN UK 2007) dazu entschlossen, seit längerem mal wieder einen Ergometer-Test bei ihr und Matthias (Professional Endurance Team) zu machen. Einmal mehr merkte ich, dass a) die Saison schon wieder ziemlich lang war, ich b) mir völlig absurderweise 8 Rennen in den vergangenen 7 Wochenenden reingezogen hatte (nebenbei waren die Ergebnisse gar nicht so übel: 3x Platz 1, Platz 3, Platz 4, 2x Platz 5) und c) ich einfach kein großer Fan von hohen Laktat-Werten bin.

Dementsprechend fiel der Test eher ernüchternd aus. :-(

Zwei Erkenntnisse waren zwar nicht neu oder überraschend, aber haben sich noch einmal verfestigt:

  • Dass mein Körper eine sehr deutliche Pause braucht.
  • Dass im Anschluss ein sehr solider Aufbau und viel Arbeit auf dem Bike auf mich wartet.

Kein Wunder, dass Chris Lieto dieses Jahr so stark war in Kona. Das ist genau die Art von Unterkunft, die auch ich präferieren würde vor einem so harten Rennen wie dem IRONMAN© Hawaii.

UND (gaaanz wichtig!!): Er hat offensichtlich das Essen unter Kontrolle!

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Satz mit X – das war ja wohl zumindest aus deutscher Sicht mal wieder gar nix!

Direkt nach der Siegerehrung des Hürbener Cross-Duathlon fuhr ich nach Sindelfingen zur „Hawaii-Gucken-Party“ bei Rolf Schwarz. Naja, ein bißchen enttäuscht waren wir schon. Keine deutschen unter den Top Ten – weder bei den Jungs noch bei den Mädels. Schwach. Wenn’s nicht auch Michellie Jones erwischt hätte, könnte man direkt in Verschwörungstheorien schwelgen . . . :-(

Und dann die Windschattenfahrerei. Legal Pack hin oder her. Wenn wir so weitermachen wird das ‘ne ähnliche Veranstaltung wie bei der Olympischen Distanz: Brutal schwimmen, um die Top-Gruppe zu machen, dann reinhängen und abwarten und schließlich noch schnell laufen. Trotzdem natürlich allergrößter Respekt und große Verbeugung von mir allen Finishern und insbesondere den „Killern“ wie Macca, der halt dann doch noch einen 2:42 Marathon hinlegt. Und das auf DER Strecke!

Nachtrag:Meiner bescheidenen Meinung nach war die Life-Berichterstattung der ARD zwar löblich, aber eben genau DAS: Bescheiden! Wenn die Amis die Dinge immer recht locker sehen, erwarte ich im Grunde nichts anderes. Habe schließlich lange genug da drüben gelebt, um die kleinen kultürlichen Unterschiede zu kennen. Aber wie sich die ARD für viel Geld die Übertragungsrechte sichern, ein komplettes Team rüberschicken (inklusive OD-Weltmeister Daniel Unger) und dann eine so grottenschlechte Leistung abliefern kann, ist mir unerklärlich. Unprofessionell und zum Einschlafen.

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Am Freitagabend kam ich erst um 11 Uhr Nachts vom Arbeiten zurück aus Duisburg (der ganz normale deutsche Autobahn-Terror: Bahnstreik, erster Herbstferien-Beginn und Vollsperrung der A3 – arghhh!).

Glücklicherweise haben die Hürbener auf der Ostalb den Start gemäß der Jahreszeit erst um 13:30 Uhr anberaumt, so dass nach Entpacken und wieder neu packen noch Zeit für ein Power-Nap blieb. Weit zu fahren ist’s ja auch nicht und es empfing mich eine sehr familiäre aber gut organisierte Veranstaltung, die mich an die frühen Tage des Triathlons erinnerte.

Race Stats:

  • Strecke:
    • Lauf 1: 7 km
    • MTB: 23 km
    • Lauf 2: 3,5 km (der Lauf fand auf einer 3,5 km-Wendepunktstrecke statt, die MTB-Strecke war ein 3-Runden-Kurs)
  • Laufschuhe: Asics DS-Racer
  • MTB: Scott Genius RC-10
  • Wetter: Sonnig, leicht bewölkt, 14-16°C, ganz leichter Wind
  • Ergebnis: 5. Platz overall (1. M35) in 1:28:31 (wieder mal nur 4“ Abstand zu Platz 4 und 15“ zu Platz 3)
  • Abstände:
    • Lauf 1: 49“ auf Bestzeit; 36“ auf Sieger (Platz 4 in 24:27)
    • MTB: 2:32′ auf Bestzeit/Sieger (Platz 8 in 50:49)
    • Lauf 2: 23“ auf Bestzeit; 14“ auf Sieger (Platz 3 in 13:15)

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Direkt nach dem „Schnellen 10er“ in Heilbronn ging’s weiter zum Seminarhotel und ich durfte back-to-back zwei Programme geben und mich dazwischen noch mal eben durch die halbe Republik auf überfüllten Autobahnen rumquälen. Die harten Waden bekam ich trotz diszipliniertem Laufen am Morgen noch im Dunkeln vor der Arbeit nicht richtig in den Griff. Nun war ich auch mental so weit, mir zu wünschen, ich hätte mich nicht zum Hürbener Cross-Duathlon angemeldet. Die Motivation, mich zu quälen, fehlte total. Dann eben als schnelle Tempo-Einheit dachte ich mir noch am Morgen . . .

Die Saisonpause stand auf dem Plan. Dummerweise laufen meine Sportsfreunde gerade in die Herbst-Marathonsaison und ich fühlte a) noch gute Beine und b) auch noch ordentliche Motivation.

Was tun?

Ich mag es nicht, wenn ich im Grunde die Beine hochlegen sollte, sowohl diese, als auch mein Kopf aber sagen: „Ich will noch mal!“ Also musste ein kleiner Wettkampf für’s Wochenende her . . .

Außerdem lese ich gerade die „Bibel“, Jack Daniel’s „Daniel’s Running Formula“. Darin gibt er u.a. zum Besten, dass er zur Steuerung der Trainingsintensitäten reine Laborwerte nicht so mag, sondern lieber konkrete Wettkampfergebnisse dazu heranzieht. Und da ich seit 15 Jahren keine Referenzzeit für die 10 km habe, sollte es der „Schnelle 10′er“ in Heilbronn sein.

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Race Stats:

  • Strecke: 10 km Straßenlauf, flach (16 m Höhenunterschied), 3 Runden mit jeweils einer flachen und einer hohen Brücke
  • Wetter: sonnig, 16°C, fast kein Wind
  • Schuhe: Asics DS-Racer
  • Ergebnis: 5. Platz overall (2. M35) in 34:54

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Photo Credits: Faris Al-Sultan 

Langsam aber sicher ist selbst ca. 20.000 km von Kailua-Kona im kleinen Dorf Beuren die Energie und Spannung zu spüren, die kurz vor dem wichtigsten Wettkampf im Triathlon-Sport von den Hawaii-Inseln herüberschwappt.

Natürlich haben sie sich ALLE nochmal richtig gequält in der direkten Hawaii-Vorbereitung in San Diego. Bevor Faris auf die Happy Islands flog, gab er Bob Babbit und Paul Huddle von Competitor Radio noch ein Interview . . .

Man kann von Holger (Holgi) Spiegel ja halten, was man mag, aber heute hat er mal wieder eine Hammer-Kolumne auf 3athlon.de abgeliefert, die mir sehr aus der Seele spricht. Insbesondere, was typisch deutsche Unentspanntheit und Hawaii als Therapie angeht . . . :-)

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Endlich kam der versprochene Scott Makani mit der Post.

Erster Eindruck: Sehr leicht, sehr gut verarbeitet (obwohl eine Naht im Vorfuß rechts scheuerte). Natürlich hat er, wie von Scott nicht anders zu erwarten, a) einen tollen Namen, der von Hawaii träumen lässt und sieht b) sehr fesch aus. Er wird wohl als Wettkampfschuh geführt, aber mein erster Laufeindruck entspricht eher einem klassichen Light Trainer. Vom Gewicht her gehört er auch in diese Kategorie (270 g US 8,5). Überhaupt erinnert er sehr stark an DEN Klassiker der Light Trainer, den Asics DS Trainer. Nur ist er längst nicht so flexibel, was wohl einerseits mit dem Torsionselement (endlich mal wieder Carbon verbaut!) und andererseits mit der weit nach vorn gezogenen Pronationsstütze zu tun hat. Die Führung ist dadurch natürlich sehr gut. Aber als Läufer mit einem recht guten, eher neutralen Laufstil und ohne markante Fußfehlstellungen mag ich regelmäßig sehr flexible, „bodennahe“ Schuhe (wie eben den DS-Trainer). Ich werde ihn also entsprechend bei längeren Läufen einsetzen, wo mitunter die Beine schon recht müde werden und die gute Führung gewünscht ist.

Dass auf den Einlegesohlen die Laufstrecke vom IRONMAN Hawaii (rechts) und das entsprechende Höhenprofil (links) aufgedruckt ist, ist natürlich Schnickschnack. Aber NETTER, SCHÖNER Schnickschnack! ;-)

Jörg Schneider

 

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