You are currently browsing the monthly archive for Januar, 2008.

Bernd Weis vor Martin Valecka und mir, Photo Credits: MaxFun.de
Henning Maak fasst das Rennen in der Marbacher Zeitung kurz zusammen.
Und MaxFun.de hat sogar ein nettes, kleines Video veröffentlicht. Bernd, jetzt weißt Du, woher die Videokamera kam!
Übrigens sind wir zwei Hübschen auch mit drin. Und viele weitere Bilder gibt’s da auch!

Gerade nach dem Dirty Race am Wochenende musste ich mal wieder nachdenken über den Sinn und Zweck von Teams und dem Training in Gruppen.
Es fiel mir auf, wie sowohl Sebastian Kienle, als auch Felix Schumann (Platz 1 und 2) ihre High-Performance-Wohngemeinschaften und Trainingsgruppen erwähnten. Und auch der Norweger Gjermund Nordskar, der mit Kienle in einer Studi-WG in Karlsruhe wohnt, erwähnte die positiven Auswirkungen auf seine Leistungsfähigkeit bei der Siegerehrung. Er erreichte nebenbei in der Vorwoche bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Wintertriathlon den 8. Platz.

Photo Credits: Ramona Theiss, Marbacher Zeitung
Gestern traf sich wie jedes Jahr mittlerweile schon zum siebten Mal die Du- und Triathlon-Elite zu einem ersten Kräftemessen unter Realbedingungen. Allerdings dieses Mal unter ungewöhnlich unwinterlichen Bedingungen. Und in einer ungewöhnlich hohen Leistungsdichte. Es waren zwar jedes Mal seit 2005 (seit ich das Rennen kenne und verfolge) Spitzenathleten am Start, aber gestern war es fast schon ein Who-is-who der (Cross-) Triathlon-Szene.
Race Stats:
- Strecke: 5 km Laufen (20 Hm) – 15 km MTB (220 Hm) – 4 km Lauf (20 Hm)
- Starter: 183 im Ziel
- Wetter: Sonnig, 7°C, fast windstill – PERFEKTE, schnelle Bedingungen
- Platzierung: 10. Platz overall (2. M40) in 1:09:03
- Ausrüstung: Asics DS Racer + Scott Genius RC-10
- Ergebnisliste gibt’s hier!
- Bericht vom zweitplatzierten Felix Schumann gibt’s hier!
- Bericht von Bernd Weis gibt’s hier!
Sebastian Kienle (Stichwort: MASCHINE!!) brachte kurzfristig noch einen Kollegen aus seiner High-Performance-WG mit: Den Norweger Gjermund Nordskar. Felix Schumann (6. XTERRA-WM 2007 und amtierender Deutscher Meister im Cross-Triathlon/XTERRA) brachte ebenfalls kurzfristig noch seinen Team-Kollegen vom EJOT Team Buschhütten (Triathlon-Bundesliga) Helge Mütschard mit. Damit waren Platz 1 bis 4 schonmal vergeben. Aber der Reihe nach . . .

Ich habe nach wie vor einen Lehrauftrag der BA Mosbach, dem ich einmal im Jahr nachkomme und den ich als „Sozialprojekt“ abbuche (reich werden kann man im öffentlichen Dienst nicht gerade). Dieses Jahr verlegte der veranstaltende Professor das Seminar als „Exkursion“ ins Montafon. Geplant war ein täglicher Wechsel zwischen Seminar und Skifahren. Da es am Dienstag jedoch durchschneite, „machten wir durch“ und arbeiteten vor, so dass wir unser Pensum durchziehen konnten und dann ganze Tage Skifahren konnten. Das machte natürlich einerseits einen riesen Spaß. Andererseits war es für mich eine „verlorene“ Trainingswoche und zusätzlich mit teuflischem Muskelkater verbunden (das erste Mal seit vier Jahren auf meinem Snowboard). Wenigstens am Donnerstag klinkte ich mich aus der Gruppe aus und fuhr hoch zur Bielerhöhe (siehe Bild), wo ich perfekte Bedingungen zum Langlaufen vorfand. Allerdings fügte ich mit diesem Hauruck-Programm meinem Körper nur noch mehr chmerzen zu. Extrem suboptimale Vorbereitung auf den Dirty Race-Crossduathlon in Murr am Samstag.
Naja, es könnte einem schlechter gehen . . .
Eine der schillerndsten Figuren der internationalen Triathlon-Szene ist sicher Gordo Byrn. Er ist einer der besten Amateure (naja, im Grunde einer dieser „Fast-Profis“) und im Gegensatz zu so manchem reinen Sport-Dude ein offensichtlich cleveres Kerlchen. Neben sub-8:30-IRONMAN’s ist er vor allem für seine abschließende Lauf-Performance bekannt, die in einem 2:46-Marathon zum Abschluss des IRONMAN Canada 2004 seinen Höhepunkt fand.
Neben dem Sport ist er ein recht erfolgreicher Unternehmer, Investor und natürlich Buch-Autor (Co-Autor neben dem großartigen Coach Joe Friel) mit einem der Klassiker der Triathlon-Literatur:
Und wie offen und „connected“ er ist, kann man leicht daran feststellen, dass er sofort eine kleine Anmerkung von mir hier in seinem Blog veröffentlichte und Stellung dazu bezog (und noch dazu fundiert)!
Wie das manchmal so ist, kommt ein bestimmtes Thema fast gleichzeitig aus verschiedensten Richtungen auf einen hereingeprasselt. Obiges Thema begegnete mir beispielsweise hier bei Triathlon-Szene.de und hier bei Runners World.
Auch wenn dies sicher für Triathleten nur sehr eingeschränkt zutrifft, so ist das Thema Pacing im Allgemeinen und das Pacing im abschließenden Marathon sicher ein nicht zu unterschätzendes auf das Endergebnis. Moderne Marathonis praktizieren in der Spitze angeblich praktisch alle ein Tempo-Modell, das in etwas so aussieht:

Vorbei ist also die Zeit, in der Marathonisti geraten wurde, möglichst konstant die 42,195 Kilometer abzuspulen. Statt dessen ist zwischenzeitlich bekannt, dass die ersten Zehn besonders stark belasten, bis nämlich auf der einen Seite „die Maschine richtig rund läuft“ (Fettverbrennung etc.) und auf der anderen Seite sich eine gleichschnelle Gruppe gefunden hat (Thema Renntaktik).
Die Idee ist Folgende: Der Marathon wird in vier circa gleichlange Teilstücke geteilt. Man läuft das erste Viertel ca. 5 Sekunden LANGSAMER (ja, das hört und fühlt sich erstmal kontra-intuitiv an) als das Durchschnitts-Renntempo (hier 04:00 min/km). Wenn dann alles sauber läuft, zieht man das Tempo um ca. 10 Sekunden SCHNELLER als Renntempo hoch (hier also von 4:05 auf 3:50). Schnell ist die „verlorene“ Zeit wieder eingeholt. Und das in der Theorie leichter, als in den ersten 10 km. Hintenraus werden die wenigen Spitzenläufer ihr Tempo sauber durchhalten. Aber selbst unser Beispiel-Athlet läuft noch eine saubere 2:45 h in diesem Modell. Net so schlecht, oder?
Rob Kaplan, einer der anerkannten Experten zum Thema Radfahren im Allgemeinen und alles rund um den Bike-Part im Triathlon im Speziellen gibt SEINE Tipps zur Optimierung der triathlon-spezifischen Sitzposition und deren Anpassung:
Einmal mehr darf „The Man“ Dave Scott seine Tipps zum Thema triathlon-spezifische Aero-Position auf dem Zeitfahrrad geben:
Heute habe ich mich mit Ute Mückel im Hallenbad von Bruchsal getroffen. Ute ist eine der besten deutschen Langdistanz-Triathletinnen der vergangenen Dekade (viele IRONMAN-Siege und Podest-Platzierungen zwischen 1996 und 2006).
Dabei sind mir mehrere Dinge aufgefallen:
- Wie ein guter Coach aus Erfahrung die Standard-Fehler bereits kennt.
- Wie er diese Fehler herauskristallisieren und verbalisieren kann.
- Wie er Verbesserungsvorschläge in einer Art und Weise rüberbringen kann, dass der Lernende dies auch aufnehmen und umsetzen kann (non-konfrontativ).
Die wirklich wichtige Erkenntnis dieses Tages war jedoch eine andere. Nachdem Ute weg war und ich noch ein paar Bahnen an meiner Technik gefeilt hatte, studierte ich noch über eine Stunde, wie die anderen Schwimmer schwammen.
DAS war interessant!

Nachdem es am Montag (Silvesterlauf Kirchheim/Teck) ja eher in der Kategorie „schnelles Training“ zur Sache ging, war heute ein ernsthafterer Wettkampf angesagt: Der Dreikönigslauf in Ötlingen. Gleich um die Ecke und traditioneller erster Vergleich der regionalen Lauf- und Triathlon-Elite. Ich war ja in der Vergangenheit immer jemand, der sich erst Monate des langsamen GA1-Trainings reinzog, bevor es zu den ersten Wettkämpfen ging und die kurzen, anaeroben Sachen mied, wie der Teufel das Weihwasser. Ich weiß nicht, was los ist, aber irgendwie macht mir das (für meine Verhältnisse) schnelle Laufen wieder richtig Spass. Außerdem war es heute ein erstes Aufeinandertreffen mit einer der „Lichtgestalten“ der kleinen, feinen deutschen Duathlon-Szene: Bernd Weis.
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis . . .
. . . naja, ich will nicht übertreiben. Aber es scheint schon sehr lange Zeit her. 20 Jahre fühlen sich jedenfalls für mich wie eine Ewigkeit an. Naja, also vor ungefähr 20 Jahren war ich mal ein ganz passabler Triathlet. Dann kamen die Karriere, der Rotwein . . . wie Achim Achilles zu sagen pflegt, und . . . nicht mehr ganz jung, nicht mehr ganz schlank, fing ich irgendwann wieder an zu laufen.

Gestern Nachmittag, pünktlich um 15:00 Uhr wurden traditionell ca. 500 Läufer auf die recht ungewöhnliche Laufstrecke des Kirchheimer Silverstelaufs geschickt. Als reiner „Fun Run“ konzipiert, wird er vorn durch ein paar Heißsporne doch meist als 100%-Wettkampf gelaufen. Und das, obwohl es keine Zeitmessung, keine Medaillen, keine Siegerehrung gibt.


