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Photo Credits: Michael Kunst (Semikolon.de)

Soeben habe ich mal rüber geschaut zur Website vom Kraichgau Triathlon Festival 2008 und war gleichzeitig geschockt und erfreut. Wie auch bei der Challenge France zwei Wochen zuvor wird es ein Stelldichein der weltbesten Triathlon-Profis geben. Unter anderem jetzt schon mit an Bord auf der M-Distanz: Steffen Liebetrau (siehe Foto oben), Ain-Alar Juhanson aus Estland, Thomas „Hell-on-Wheels“ Hellriegel und der Obermeister und amtierende IRONMAN-Weltmeister Chris „Macca“ McCormack.

Whoooaaaa! Vier Typen, bei denen einer mehr Druck auf dem Rad hat als der andere. Das wird bestimmt ein spannendes Rennen! Auf jeden Fall kommen erst gar keine Zweifel auf, WIEVIEL Zeit man auf die Weltspitze verliert.

Nur um an anderer Stelle keine Zweifel aufkommen zu lassen: Bei der Challenge France sind u.a. Weltklasse-Profis am Start wie Andi Böcherer, Maik Twelsiek, Rutger Beke, Marcel Zamora, Markus Forster, Luke Dragstra, Belinda und Justin Granger, und Sergio Marques.

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Sensationell! Radfahren kurz/kurz bei 20+°C auf der Schwäbischen Alb im Februar! Einfach nur genial.

Da die Unterensinger Luschen sich alle rausgeredet hatten (Sven „krank“, Alex „snowboarden“ – OK, das lass’ ich ja noch gelten und dann Stefan „Silke’s Oma hat Geburtstag“ – ‘ne bessere Ausrede hätt’ Dir schon einfallen können).

Aber gut war’s, denn so bin ich zum ersten Mal mit Steffen gefahren, einem meiner neuen Team-Mitglieder der SG Dettingen/Erms, mit denen ich dieses Jahr in der LBS-Liga (Baden-Würtembergische Triathlon-Liga) starte. Er war natürlich wie die meisten anderen auch, LANG/LANG unterwegs. Ich habe extra den Graph oben aus der ErgoRacer 3.0-Software genommen – da kann man nämlich die Temperatur mit einblenden (türkise Linie). Und wie man unschwer erkennen kann hatten wir selbst auf der sonst so kalten Schwäbischen Alb bis ca. 3 Stunden in den Ride über 20°C. Erst gegen 18:00 Uhr wurd’s dann etwas kühler. Allerdings ist auch zu dieser Zeit, am Ende dieser hübschen Schleife, die uns bis ins Donautal führte, bereits die Sonne untergegangen . . . ;-)

Training Stats:

  • Strecke: 148 km / 1650 Hm in 5:00 h
  • Speed: 29,7 / 80,2 km/h
  • Power: 178 / 738 Watt – normalized 200 Watt
  • Eckdaten: TSS=343; IF=0,829; VI=1,12
  • Trittfrequenz: 79 / 119

Nachdem ich nun schon ziemlich lange an meinem Bike-Setup gefeilt habe (und dies auch sicher noch weiterhin tun werde), sind in diesen warmen Frühlingstagen die ersten ernsthafteren (für mich) Bike Rides auf meinem neuen Planet X Stealth angesagt.

Heute saß ich also auf meiner schwarzen Schönheit (Stealth - bin noch Single :-) ) und versuchte mich darin, nicht nur lockere Grundlagen-Kilometer zu fressen, sondern mal ein paar Kraftausdauer-Intervalle an einem gleichmäßigen Hügel zu fahren. Es ist mir zwar klar, dass der Puls deutlich unter meinem Lauf-Puls liegt und es ist auch gut, bei einem KA-Intervall den Puls unten zu halten. Mein Problem ist aber, dass ich ihn gar nicht hoch kriege (den Puls!! :-) ). Bei ungefähr 140 ist Schluss; selbst bei einem „Niedrig-Pulser“ wie mir doch ein bißchen tief.

Wichtiger als mein Puls war mir aber die Leistung, die ich nun dank meines Ergomo Pro sehr schön analysieren kann. Das Zusammenspiel aus Leistung, Höhenprofil, Geschwindigkeit undTrittfrequenz ist einfach interessant und ich werde mich da wohl über die nächsten Wochen und Monate etwas tiefer in die Materie einlesen. HunterAllen’s und Andrew Coggan’s Buch „Training and Racing with a Power Meter“ habe ich natürlich durch; genauso wie diverse Artikel im Web zum Thema.

Hier also das Diagramm von gestern (nur Power (gelb), Höhe (orange), Trittfrequenz(grün)) – schön ist die symmetrische An- und Abfahrt zu erkennen (ein-/rausradeln):

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Training Stats:

  • Normalized Power (NP): 217 Watt
  • Training Stress Score (TSS): 154
  • Intensity Factor (IF): 0,904
  • Strecke: 52 km
  • Höhenmeter: 900
  • Trittfrequenz (Schnitt/Max.): 76 /116

Und da ich extra unabhängig davon meine Suunto t6 habe mitlaufen lassen, die Trainingsdaten hier:

  • EPOC: 43 (Level 2,6)
  • Puls (Schnitt/Max.): 114 /142

Die Intervalle waren jeweils 2,5 km lang, hatten 170 Höhenmeter und eine durchschnittliche Leistung von 270 Watt: 09:50 (Puls 132), 09:07 (Puls 133) und 09:16 (Puls 134).

Man beachte auch gnädigst, dass ich ein 62 kg-Hemd bin und demenstprechende Intervalle zwischen 250 und 300 Watt im Februar für mich schon ganz ordentlich sind. Außerdem arbeite ich ja dran . . . ;-)

Auf YouTube ist mir mal wieder ein – wie ich meine – tolles Video zum Thema Lauftechnik vor die Flinte gerannt.

Interessanterweise scheint es ursprünglich deutsch zu sein und wurde nur englisch synchronisiert?!

Aber urteilt selbst:

Wer über ein Fernsehgerät verfügt und NBC reinkriegt: Heute Abend um acht Uhr (2:00 p.m. EST) läuft die 2007 Coverage der IRONMAN™ Triathlon World Championship.

Den Trailer (diesmal sehr ruhig gehalten im Ton) gibt’s natürlich schon auf YouTube:

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Foto: Medi-Konzept GmbH

E N D L I C H !!!

Es ist so weit: Die Medi-Konzept GmbH aus Wiesbaden, Vertrieb für Hammer Nutrition-Produkte in Deutschland, hat es endlich geschafft, neben meinem bewährten Liebslings-Gel, auch andere Produkte aus den USA in diesem, unserem Lande anbieten zu können. Leider noch nicht alles, was die Amis so haben, aber die wichtigsten Produkte sind dabei.

Bis letztes Jahr mussten selbst Angestellte wie Nicole Best (meine Ansprechpartnerin und nebenbei eine der besten aktiven Triathletinnen Deutschlands) selbst die Sachen aus Amiland „importieren“. Jetzt können wir bequem in deren Online-Shop bestellen.

Dort sind auch die einzelnen Produkte wie HEED, PERPETUEM, ENDUROLYTES und RECOVERITE bestens beschrieben. Wer mehr Info will rund um das Thema „cutting edge endurance nutrition“ sollte auf die Website von Hammer Nutrition gehen (die nach einem weiteren Relaunch nun deutlich SCHLECHTER geworden ist – das gibt’s auch) – v.a. hier gibt’s jede Menge aktuelles Know-How.

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Foto: blueseventy

In dem von mir co-moderierten Ausdauer-Forum auf XING kam in der Vergangenheit öfter die Frage auf, welcher der vielen Wetsuits (Neopren-Schwimmanzüge) wohl DER BESTE sei. Hmm. Nicht einfach zu beantworten.

Wie ein sehr intelligenter Mensch, Barry Schwartz, auf TED sehr offensichtlich macht: Je mehr Auswahl wir haben, desto schwieriger ist es, sich für „das Richtige“ zu entscheiden, desto größer die Chance, dass wir eine Menge Zeit verwenden, „das Richtige“ zu finden und desto größer die Chance, dass wir am Ende enttäuscht sind über das suboptimale Ergebnis.

In der neuen Ausgabe von Trilfe, die mich gestern mit der guten, alten Post (deren gestern-noch CEO heute schon plötzlich nicht mehr der Herr Vorstandsvorsitzende ist – auch an dieser Stelle ist MEHR nicht unbedingt BESSER – aber das ist ein anderes Thema, zu dem ich mich vielleicht in meinem professionellen Blog einmal auslasse) erreichte, ist ein Neopren-Test (S. 40 ff.) von sage und schreibe 18 Anzügen von neun Herstellern (jeweils der „top of the line“ und der „billige Bruder“). Selbstverständlich sind das noch lange nicht alle Anzüge, die zur Auswahl stehen. Nebenbei reicht die Preisspanne allein in diesem Test von 169,- Euro bis zu atemberaubenden 650,- Euro.

Meine Antwort ist immer die Gleiche: Es führt kein weg um ein Testschwimmen herum. Die Gummipelle sollte nunmal super-eng sitzen ohne einzuengen. Sie sollte am Kragen sauber schließen ohne zu scheuern. Und schließlich sollte die Auftriebsverteilung den individuellen Ansprüchen genügen (schlechte Schwimmer bevorzugen mehr Auftrieb in den Beinen als gute Schwimmer, die ohnehin schon eine gute Wasserlage besitzen).

Bei mir persönlich kam dabei ein klarer Favorit heraus: Der „Stealth“ von blueseventy, die damals noch IRONMAN Wetsuits hießen. Diese Saison schwimme ich das aktuelle 2008er-Topmodell, das nun Helix TST heißt. Ich kann diesen Anzug grundsätzlich jedem empfehlen. Aber vor allem sollte er eben passen. Weshalb auch praktisch alle Hersteller nicht nur die gewöhnlichen „XS bis XL-Größen“ anbieten, sondern z.B. bei blueseventy die Folgenden:

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Soeben habe ich die Bildergalerien vom Dirty Race und vom Trainingslager in Mallorca online gestellt.

Check ‘em out!

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Tja, da ist er schon wieder: Der Abreisetag. Schön war’s bis jetzt. Ein weiterer perfekter Tag erwartet uns. Nur ein wenig kühler scheint es zu sein. Ich denke zum ersten Mal über ein Langarm-Trikot nach. Hmm. Vielleicht einfach nur die MONTANE Jetstream-Jacke (70 g) für die Abfahrten mitnehmen? Ich möchte zum Abschluss nur noch eine kurze Runde fahren und lieber ein paar Hügel den Puls mal ein wenig von den 120 nach oben bringen. Dann noch packen und Zimmer räumen. Und schließlich geht’s auch schon wieder mit Air Berlin (positive Überraschung!) nach good, old Germany zurück. Die Arline hat nicht nur einen grafischen Relaunch hingelegt, sondern bietet auch echte Vorteile für den Kunden, insbesondere den Biker oder Triathleten: Sie bietet eine Service Card, mit der das Bike kostenlos mitfliegt (im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern, bei denen das Sportgerät regelmäßig zwischen 20 und 30 Euronen pro Strecke extra kostet). Mein Tipp: Prüfen! Rechnet sich ab dem zweiten Flug schon!

In der Realität habe ich dann nur ein paar Armlinge mitgenommen und schon beim zweiten Berg-Intervall schlapp gemacht und bin dann auch nur noch locker ausgerollt. War einfach genug. Ich verstehe die Kollegen nicht, die ZWEI Wochen ins Trainingslager gehen. Ich bin nach EINER schon so fix und fertig, dass ich mich auf meine wohlverdiente Regenerationswoche freue.

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Heute mal wieder eine längere, flachere Einheit. Also zuerst einmal locker am Playa de Palma entlang (viel los am Samstag!) bis in den Süden, wo sich heute zum ersten Mal seit Montag ein Windchen breit macht. Ideal, um ein paar flottere Stücke im Gegenwind mit dickem Gang einzustreuen. Leider frustriere ich damit ein paar andere Radler. War echt nicht böse gemeint . . . hehe . . .
Unterwegs begegnen mir noch die Profis vom Team Gerolsteiner. Sehen alle sehr sauber aus von der anderen Straßenseite. Aber das kann sich hier natürlich nur auf die äußere Erscheinung beziehen – ansonsten kann ich selbstverständlich keine Aussagen treffen.
Manche Ecken der Insel haben sich in den über 20 Jahren, seit ich das erste Mal mit der Junioren-Nationalmannschaft hier war, nicht oder nur kaum verändert. Die schönen, kleinen Sträßchen abseits sind nach wie vor schnuckelig, einsam und wunderschön. Praktisch kein Verkehr. Nur besser asphaltiert und ausgeschildert als damals. Man hat eine Zielgruppe erkannt und versorgt sie entsprechend gut.
Kreuz und quer durch den Süden und das Zentrum der Insel geht es in weitem Bogen nördlich wieder zurück nach Hause. 170 km, 940 Hm.

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Another beautiful day in paradise. What can I say? JUST PEREFECT!
Auf dem Plan heute: Die berühmte Westküstenstraße. Bent, mein dänischer Radelkollege empfiehlt, sie gegen den Uhrzeigersinn zu fahren, da es an der Westküste doch noch sehr schattig und damit am Morgen kühl sei. Außerdem kommen bei „schattig“ und „kühl“ unweigerlich Gedanken von nassen, glitschigen Kurven auf. Also zuerst zum Coll de Soller und dann über Deià zurück. Auf der Hinfahrt mache ich noch einen Schlenker über Bunyola, damit ich wenigstens meine 130 Kilometer voll kriege. Dadurch fahre ich auf zwei Schweizer auf, die offensichtlich gut drauf sind und es daher nicht nötig haben, ein Rennen zu starten. Sie sind MTB-Marathon-Fahrer und Ex-Profis. Mit solchen Leuten lässt sich der Pass entspannt erklimmen ohne die ansonsten aufkeimenden Ego-Attacken. Puls immer sauber unter 130. In den Abfahrten merkt man sofort meinen Sturz. Wo ich es sonst vorneweg laufen lasse, hielt ich mich jetzt sehr zurück. Und die Jungens können natürlich abfahren! Völlig entspannt geht es dann für mich allein die Westküste hinunter, da sich die Eidgenossen die „Killer-Bergrunde“ vorbei am Puig Major und Kloster Lluc über Pollenca zurück geben. Das würde mir zeitlich nicht mehr bis Paguera reichen. Die Runde mit einem weiteren Schlenker über Port d’Andratx und Camp de Mar ergibt auch so schon 130 km mit 2240 Höhenmetern. Reicht für heute. Das Blau des Meeres und das Tiefgrün der Pinien ist gigantisch schön. Wenn dann noch ein Schwarm Vögel in Formation unterhalb sich weiß gegen diese Farbkombination abheben . . . einfach nur himmlisch. Allerdings ist die Westküsten-Runde im Februar selbst so rum noch reichlich schattig. Das Tramuntana-Gebirge erhebt sich eben doch recht steil vom Meer bis auf Höhen um die tausend Meter. Wie üblich ist das Training nach einem Regenerations-Tag für mich sowohl mental als auch körperlich am schwersten. Da ich noch reichlich früh für’s Abendessen ankomme, kaufe ich noch leckere Schweinereien im Mercadona (spanische Supermarkt-Kette) ein und gebe mich voll meinen Gelüsten nach allem was reichlich Zucker enthält hin.

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Mandelblüte in Mallorca 

Das Internet lügt nicht: Schon wieder ein perfekter Tag. Die Mandelblüte ist allerorten in voller Pracht zu genießen. Einfach wunderschön!
Warum wohl würde man irgendwo anders hin wollen zum Trainieren? Besser als jetzt und hier auf Malle geht’s gar nicht. Perfektere Trainingsbedingungen habe ich überhaupt noch nie erlebt. Da fahren die Leute im März – oder schlimmer gar im April – ins Trainingslager. Hmm. Lock-in ist eine teuflische Falle. Und Inflexibilität wird bestraft.
Heute ist also Wunden lecken und Beine hochlegen angesagt. Trainingstagebuch und Blog updaten. Buch lesen. Kaffee trinken. Entspannen.
Und so mache ich mich auf nach Sant Elm, einem „kleinen, verschlafenen Fischerdörfchen“ (wie sicher dutzende drittklassiger Touri-Fibeln verraten – nach der Anzahl der Mietwagen auf dem kleinen Sträßchen hinunter zum Meer zu urteilen). Unten angekommen setze ich meinen Plan auch sofort in die Tat um, lese auf einem Bänkchen bis mich drei ältere Damen mit den Worten „Huch, da schläft ja einer!“ aufwecken. Nachmittags noch ein kleines Regenerations-Läufchen. Das tut gut und ist wichtig für meine Beine. Beim Laufen spüre ich die Prellungen vom Vortag schon noch recht stark. Aber hey, das hier ist ja kein Kindergeburtstag (oder auch immer wieder gut an so einer Stelle: „Das Leben ist kein Ponyhof!“).

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Meine linke Hand nach dem kleinen „Bremsmanöver“ auf Mallorca’s Straßen

Wieder ein perfekter Tag. Eine lange, flachere GA1-Ausfahrt ist heute angesagt. Statt durch die vielen Küsten-Touri-Orte (Palmanova, Portals Nous, Cala Major) überfahre ich den Col de sa Creu (380 m.ü.M.). Auf der wilden Serpentinen-Abfahrt hinunter nach Palma dann DER Albtraum schlechthin: Geblendet von der Sonne fahre ich in eine schattige Kurve; sehe erst mal im dunklen Schatten nicht mehr viel. Bevor ich realisieren kann, dass dies die einzige Kurve weit und breit ist, in der sich die Feuchtigkeit lange hält (Stichwort: Moos an den Hängen) zieht’s mir auch schon das Rad und dem Hintern weg und es geht ab in die Horizontale.

Crash – Boom – Bang!

Glück im Unglück, dass es eine hangzugeneigte Kurve war und ich nicht den Kopf an einer dieser hässlichen Leitplanken verloren habe oder einen Abhang hinunter gesegelt bin. Erster Check: Bike OK – ich wurde ja auch schön auf dem Feuchtigkeitsfilm an den Hang gedrückt. Body: Na ja, die üblichen Prellungen und Hautabschürfungen. Alles blutet gleich ziemlich stark. Sieht aber sonst ganz sauber aus. Schade um meine Lieblingsradhose von Craft, die jetzt auch ein kleines Loch hat. Und das nach 20 Kilometern und ca. 45 Minuten. Aufgeben und zurück? Nein, ist sicher nur ein kleiner „Test von oben“. Also weiter hinunter nach Palma, durch die Bucht rüber an die Südküste. Ab Badia Gran scheint die Welt stehen geblieben. Hier war ich damals mit der Jugend-Nationalmannschaft untergebracht und die Straße nach Cabo Blanco und weiter Richtung Llucmajor/Campos hat sich in den 21 Jahren praktisch nicht verändert (was man von vielen anderen Teilen der Insel nicht behaupten kann).
Rolling hills. Beautiful.
Ein paar versprengte Hürzeler-Gruppen. Sonst Ruhe und Einsamkeit. Einfach herrlich. Über Porreres, Montuiri, Pina, Sencelles, Santa Maria geht’s auf dem „Normalweg“ zurück. 173 Kilometer mit 1320 Höhenmetern. Not bad. Hundertfünfzig davon mit einer geprellten Hüfte und Knie und wo möglich in Aero-Position, da die linke Hand nur schwierig schmerzfrei auf dem Lenker zu positionieren war. Der blutverschmierte Lenker und das Armpad sehen schon ein wenig martialisch aus . . . schon gut, dass morgen mein freier Tag ist . . . ;-)

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Sonnenaufgang von meinem „Penthouse Apartment“ im 9. Stock des Beverly Playa

Endlich: PERFEKTES Wetter! Ein traumhafter Sonnenaufgang, der Sturm hat sich verzogen. Windstill, selbst das Meer liegt glatt wie eine Kinderpopo da. Also heute darf es „ein bisschen mehr sein“. Wie am Vortag beschlossen, gibt’s heute eine etwas welligere Strecke für die Beinchen. Nach dem klassischen „Ausstieg“ führt mich mein Weg über Santa María und Alaró über die schicke kleine Orient-Runde hinunter nach Bunyola und schließlich über Valldemossa und Puigpunyent zurück. Die zwei kleinen Pässe gegen Ende hauen noch mal richtig rein und ich bin extrem froh, noch einen kleinen Rest meines Lieblings-Gels (Hammer Gel „Espresso“) aus meinem Fläschen pressen zu können. Das Mini-Duell mit dem Mallorqiño hat auch nicht gerade geholfen und ich merkte schon einen leichten Schwindel-Anfall. Akkus tiefentleert! Alarm! Ein klarer Fall für Hammer-Gel. Hinunter nach Capdella und rasanter Abfahrt hinter dem Spanier war der Hit in Tüten. Am Ende sind es dann auch fast 2.000 Hm.

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Nicht gerade AERO!

Am Morgen beim Aufstehen der Schock: Tiefschwarze, tief fliegende Wolken am Himmel, getrieben von einem stürmischen Westwind. Hey, was hat mir da das Internet beschrieben? Betrug! Aber es soll nur bis 11:00 Uhr dauern, da hat der Sturm die letzten Wolkenreste weggeblasen. Nur um die höchsten Gipfel der Insel krallen sich ein paar letzte Wölkchen.

Erst mal eine flache Runde zum ordentlich einrollen, denke ich mir (es sollen dann zum Schluss doch 940 Hm werden). Auf idealen Radsträßchen führt mich mein Weg über Capdellà und Calvià nach Establiments. Nun folgen die eher langweiligen, flachen Teile, die auch landschaftlich nicht beeindrucken. In einer weiten Schleife geht’s über Santa María del Camí und Sencelles zurück nach Palma und die Küste entlang heim. Ich weiß schon, warum es mich in den Westen zieht. Finde ich einfach schöner. Und für mich persönlich ist der landschaftliche Reiz einer Trainingsstrecke ein ganz wichtiger Faktor. Genauso, wie ich zuhause auch lieber einen Trailrun entlang der Albkante („Ridge“) mache, als stupide, flache Asphaltstraßen entlangzuhämmern.

Ergo werde ich mich morgen im Westen halten und die Ebenen Zentral-Mallorcas meiden.

Zimmer-mäßig habe ich mich durch Nachfragen deutlich verbessert und bin jetzt GANZ OBEN (9. Stock) mit traumhaftem Blick auf die Pools, den Sandstrand und die Küste. Das Hotel ist ansonsten nicht wirklich empfehlenswert. Ist immer wieder ein Glücksspiel. Vor allem das Essen ist mir wichtig; und das ist – wie häufig in Spanien – eher drittklassig. Schade. Aber es lässt sich aus den dargebotenen Speisen durchaus etwas brauchbares schnitzen.

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Ankommen, auspacken, Rad zusammenbauen. Dann noch kurz vor dem Abendessen eine lockere Runde einrollen. Wunderbar. Ich fühle mich gleich wieder wohl auf der Insel. Verstehe die vielen anderen Deutschen, die dieses Eiland vollkommen vereinnahmt haben. Kein Wunder, dass in meinem Spanisch-Buch von der „Colonia Alemán“, der deutschen Kolonie, die rede war.

Es ist eine Wohltat, mit Shorts und kurzem Trikot in den Sonnenuntergang zu radeln. Herrlich, wie grün hier alles ist. Die Vöglein zwitschern. Die fetten Yachten liegen ruhig im Hafen von Port d’Antratx. Die letzten Golfer beenden ihre Runde. Ein Teppich der Ruhe liegt über diesem traumhaften, hügeligen Fleckchen Erde.

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Vielleicht ist es dem einen oder anderen schon aufgefallen: Dieser Blog wurde von mir einem kleinen schönheits-chirurgischen Eingriff unterzogen und glänzt jetzt mit weiteren Informationen zu mir, Ergebnissen, Zielen/Plänen für die Zukunft, Bildern und ein paar links zu den Unternehmen, die mich mit ihrer besten Equipment unterstützen.

Nebenbei möchte ich mich dann schonmal abmelden zum ersten (kurzen) Trainingslager in Malle. Ich als anerkannter Warmduscher kann das Sauwetter draußen nicht länger ertragen (Dauerregen, stürmisch, 3°C – argggh!!).

Jörg Schneider

 

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