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Am Monatg-Abend gibt’s um 22:30 Uhr einen Bericht über die Doping-Praktiken des Radrennstalls T-Mobile und die Verstrickungen der Freiburger Universitätsklinik. Ein Auszug aus der Beschreibung:

Am Tag nach Ullrichs Ausschluss (Anm.: Der Tour-de-France 2006) nämlich fuhren mehrere T-Mobile-Fahrer von Straßburg ins nahegelegene Freiburg, um sich genau der gleichen Blutdoping-Prozedur zu unterziehen, für die Jan Ullrich suspendiert wurde. Und dies nicht bei einem zwielichtigen Privatarzt, sondern an Deutschlands ältestem und wohl renommiertestem sportmedizinischem Universitätsinstitut.
Es wird immer deutlicher, dass die beiden Ärzte, die das Team T-Mobile betreut (und gedopt) haben, keine verirrten Einzelgänger waren. Gerade in der Freiburger Sportmedizin wurde jahrelang systematisches Doping der Radrennfahrer betrieben, sozusagen unter staatlicher Aufsicht. Patrick Hünerfeld hat recherchiert wie es dazu kommen konnte – und stieß auf eine lange Doping-Tradition an der Uniklinik Freiburg.“

Gestern kam die Email mit Zusatzinformationen zum Ablauf des IRONMAN European Championship. 15 Seiten geballte Information. Dabei ist IMHO nichts, was man hätte weglassen können. Also schön nach der alten Regel: Nicht mehr, als unbedingt nötig – aber auch nicht weniger. Das Ganze 45 Tage vor Wettkampfbeginn. Perfekt!

Zum Vergleich: Bei der Challenge France am kommenden Sonntag gab’s erstmal gar keine Email. Musst Du selber gucken. OK, das geht ja noch – Prinzip Selbstverantwortung. Dann gab’s die Info nur auf der Website – nicht als pdf. Auch OK. Dann nur 2 (in Worten: ZWEI) Seiten. Und da ist dann aus meiner Sicht eben längst nicht alles abgedeckt. Selbst für mich (und ich gehöre von Haus aus nicht zu den Nervösen) bleiben jede Menge Fragen offen.

Aber das Schärfste: Die Startgruppeneinteilung! Ich habe ja in einem vorigen Post über den engen Tümpel geschrieben (das gibt das reinste Chaos – jede Wette!). Ergo starten wir in Startgruppen – vier an der Zahl. Und die Einteilung? Genau:

Die 1. Gruppe sind die Pros (m/w) – soweit OK. Zusätzlich ALLE Frauen und Behinderte. Ahem, Räusper, ich sag’ mal lieber nix.

Die 2. Gruppe sind alle FRANZÖSISCHEN Männer – wer hat sich denn DAS ausgedacht? Oh Mann, ich brech’ ab!

Die 3. Gruppe sind alle AUSLÄNDISCHEN Männer.

Und die 4. Gruppe sind FRANZÖSISCHE SENIOREN und Staffeln.

SUPER IDEE!!! Es betrübt mich immer wieder, wenn sich Menschen viel Mühe geben, um solch einen organisatorischen Kraftakt hinzulegen. Um eine großartige Veranstaltung mit riesigem logistischen und personellen Aufwand auf die Beine zu stellen. Um dann kläglich an solch vermeindlich einfachen Hürden wie der Startgruppeneinteilung zu scheitern. Klar wird man es in diesem Thema nicht allen recht machen können. Aber da sind in den Startgruppen 2, 3 und 4 wahrscheinlich jede Menge richtig guter Athleten, die jetzt in einem Moorsee mit stellenweise der Breite eines 50 Meter-Freibades (wohlgemerkt geteilt durch zwei – HIN UND ZURÜCK!) 800 Langsamschwimmer überholen dürfen. WHAT THE FUCK WERE YOU THINKING??? (sorry about that! ;-) ). Wahrscheinlich eben nicht viel. Dadurch ist jedenfalls von vornherein eine Vergleichbarkeit ausgeschlossen (der ganze Sinn eines Wett-/Vergleichskampfes).

Wie ich auch schon in meinem professionellen Blog geschrieben habe: „Cover the Downside!“ Was sind kurz-/mittel-/langfristig die schlimmsten möglichen Auswirkungen meiner Entscheidung? Was ist dagegen die Upside? Was kann ich potenziell daraus gewinnen. Wenn ich mir nur diese zwei Fragen beantworte, dürfte ein solches vorhersehbares Desaster nicht passieren. Völlig unnötig IMHO!

Naja, ich nehm’s am Sonntag mal als gutes Wettkampf-Training und mach das Beste aus suboptimalen Vorbedingungen. Und noch was Nettes zum Schluss: An den drei Tagen wird eine Webcam im Ziel von Niederbronn Bilder auf die Event-Website zaubern (wenn’s denn klappt).

Nachtrag Freitag, 14:39: Bis jetzt klappt die Webcam wenigstens bei mir nicht wie angekündigt!

Nachtrag: Arne Dyck hat gestern ebenfalls eine Vorankündigung zur Challenge France auf seinem Ezine Triathlon-Szene.de veröffentlicht (mit ganz leckeren Fotos von einer der Mitfavoritinnen, Alexandra Louison).

Photo Credits: © blueseventy

Nachdem ich diese Woche zwischen Liga-Wetkampf und der Mitteldistanz (Challenge France) eine lockere Regenerationswoche genieße, wollte ich mich gestern Abend doch noch auf die Schnelle an das Schwimmen mit Neo gewöhnen. Das Wetter war ja perfekt dafür: Außentemperatur = 10°C!!! Brrrrrrrrr.

Also habe ich alles aufgeboten, was ich hatte: Warmlaufen, Wetsuit, Neopren-Mütze. Das war dann doch des Guten zuviel. Nach dem lockeren Einschwimmen musste ich mich sogleich von der Kappe befreien. Nach jedem Hunderter, der ein bißchen zügig geschwommen war, musste ich wegen Überhitzung „Frischwasser“ von oben in den Wetsuit einlassen. 23°C Wassertemperatur im Freibad zu Bad Urach sind einfach zu warm. Ich frage mich noch heute, wer die Regel aufgestellt hat, dass man bis genau zu dieser Grenze im Neo schwimmen darf. Erscheint mir nicht sinnvoll. Der Typ neben mir ist derweil die ganze Zeit (1:15 h) in Badehose geschwommen (OK, der hat auch keine Pausen am Beckenrand gemacht).

Jörg Schneider

 

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