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Nach monatelanger, minutiöser Vorbereitung konnte gestern der Höhepunkt der diesjährigen Triathlon-Saison erfolgreich abgeschlossen werden. Mit den Kameraden der Triathlon-Abteilung des TSV Frickenhausen konnten wir uns im vereinsinternen Turnier der 12 Hobby-Mannschaften den 5. Platz sichern.
Kategorie: Hat mega-mäßig Spaß gemacht. Und hinterher gibt’s für alle den exakt gleichen Preis. Außer für die erstplatzierte Mannschaft: Da gibt’s einen Pokal der in Punkto Größe haarscharf mit dem America’s Cup konkurriert. Und für die letztplatzierte Mannschaft gibt’s eine wunderschöne, fette Torte.
Und für die Meisten gibt’s heute einen fetten Muskelkater (da der erste Satz etwas geflunkert war).


Kunstvoller Verwackler von Tommy (thanks, mate!)
In der letzten Abteilungsversammlung der TSV-Triathleten kam die Idee auf, eine gemeinsame samstägliche MTB-Ausfahrt über den Winter einzuführen. Schnell wurde die Idee konkretisiert und neben Jochen Hohl (genau: der mit dem kleinen, feinen Radladen in Frickenhausen) meldete ich mich in einem Anflug von geistiger Umnachtung und sozialem Engagement dazu bereit, die Touren zu führen.
Heute pünktlich um 14:00 Uhr trafen sich also 9 wackere Pedalritter, um gemeinsam zwei Stündchen in gemütlichem GA1-Tempo durch die örtlichen Wälder zu rollen. Ich hatte den Eindruck, dass es allen Spaß gemacht hat. Wetter war ja mal wieder top. Nur leider ist in dieser Jahreszeit der eine oder andere Waldweg durch „Holzmachen“ verwüstet. Und da das fast täglich wechselt, kann es schonmal etwas matschig werden. Sorry, guys!
Aber definitiv das Prädikat: „To be continued…“!
Ach ja, und eine Bildergalerie gibt’s natürlich auch. Lade sie gleich mal hoch . . .
Und noch was: Selbstverständlich sind auch „Abteilungsfremde“ eingeladen (Disclaimer: Private Veranstaltung und damit alles auf eigene Verantwortung – eigentlich irre, dass man so einen Quatsch extra erwähnen muss). Wer also mitfahren will, melde sich bitte hier vorab bei unserer Doodle-Seite an.

Claudia Pechstein (Foto: faz.net)
So. Nun ist es also amtlich. Der internationale Sportsgerichtshof CAS in Genf hat die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein des Dopingmissbrauchs schuldig gesprochen und eine entsprechende Sperre verhängt. Selbstverständlich sprach die Athletin von Verleumdung etc. Und die Funktionäre machen natürlich politische Aussagen (DOSB-Generaldirektor Michael Vesper: „Ich bin kein Biochemiker und kein Naturwissenschaftler. Sie hatte ihre Unschuld zu beweisen, und das ist ihr nicht gelungen.“). Weiter sagt er aber auch: „Die Botschaft an alle Dopingsünder ist: Ihr könnt euch nicht mehr sicher sein. Es wird weitere Fälle dieser Art geben“.
Selbstverständlich weiß auch ich nicht, ob sie jetzt gedopt hat oder nicht. Aber ich denke, dass die Sache durch solch ein Grundsatzurteil weiter kommt. Und wir können nur hoffen, dass dies Auswirkungen hat.
Neu bei den verlinkten Athleten ist mein guter Kumpel Björn Kirchgessner, mit dem ich schon im Januar auf Mallorca geradelt bin. Mit ihm ist auch eine Elite-Staffel geplant beim IRONMAN 70.3 Wiesbaden 2010. Da freue ich mich schon drauf, denn Björn kann als Elite A-Fahrer definitiv radfahren! Er hat eine wunderschöne Zusammenfassung der diesjährigen Tour verlinkt, die ich Euch nicht vorenthalten will. Grandiose, emotionale Bildersprache. Sport at it’s best!
Und nebenbei finde ich es schön, zu sehen, welch atemberaubend schöne und vielfältige Landschaften wir hier im guten, alten Europa haben.
Ein weiterer Post, der eines der größten Vorbilder im Sport, Lance Armstrong (trotz der D-Problematik), sowie das Thema Geschichte des Triathlons verbindet. Interessant ist auf der einen Seite, wie früh Lance damals schon mit den Besten des Sports mithalten konnte (mit 15!!). Auf der anderen Seite ist ebenfalls interessant, wie viele Zuschauer bei so einem Triathlon am Wegesrand standen, dass es vollkommen normal war, dass wie bei der Tour mobile Kamerateams mitfuhren, diese Wettkämpfe von den nationalen Fernsehsendern übertragen wurden und eine ganze Reihe von Athleten schon damals ganz ordentlich davon leben konnten.
So viel zu der Theorie, dass sich der Sport so dramatisch positiv entwickeln würde. Hey, das ist mehr als 20 Jahre her – und was hat sich getan? Aus meiner Sicht erschreckend wenig! OK, immer noch besser als Laufen oder Leichtathletik . . . nur so ein Gedanke.
Nebenbei ist es einfach nur köstlich zu sehen, wie wir damals mit Stahlrahmen und Rahmenschaltung rumgegurkt sind, sich aber ab 1987 die sogenannten Scott-Lenker sehr rasch durchsetzten (während die konservativen Radfahrer noch gefühlte zehn Jahre brauchten, um die eindeutigen Vorteile zu erkennen).
OK, lausige Qualität damals.
Aber eines sollten wir nie vergessen: Wo Mr. Lance herkommt. Anders als die meisten Anderen hat er mit 18 Jahren bereits die versammelte amerikanische Triathlon-Elite versägt. Er konnte schwimmen, schon damals auf dem Rad (als nationaler Zeitfahr-Meister) davon fahren und zumindest den Vorsprung beim Laufen halten. Da gibt es nicht so viele da draussen . . .

Was soll ich sagen? Mitte November, Sonne satt, kein Wölkchen am Himmel, mitten in der Woche, keine Touris auf den Wegen. Und Andi hatte die glorreiche Idee, mal eine hübsche Runde mit den Mountain Bikes am Albtrauf gemeinsam zu genießen. Sensationell! Oben auf dem Bild sieht man direkt rechts vom Helm die Ruine Hohenurach, unten das Tal liegt 400 Meter unter uns.
Und hier, zurück im Home Office, kann ich mich auch nicht recht konzentrieren. Vielleicht kann der eine oder andere mitfühlen, wenn er meinen aktuellen Blick aus dem Fenster sieht (s.u.) sieht. Das Leben ist grausam!


Welch eine Freude, wenn man im November nochmal so ein tolles Wetter hat und dann auch noch zuhause ist und sich zwei Stunden rausnehmen kann!
Im Bild (im Hintergrund mein „Hausberg“, der Hohenneuffen) kann man ansatzweise erkennen, wie traumhaft zum Trainieren unsere Heimat ist. Speziell wenn man Trailrunning oder MTB bevorzugt und Höhenmeter mag . . .

Kaum war ich dann im Wald, gab’s auch gleich eine fette Schlammpackung. Das lässt sich dann doch nicht ganz vermeiden in dieser Jahreszeit.

Und wenn man dann noch ein Auge für die schönen, kleinen Dinge am Wegesrand hat (nachdem man wieder für klaren Durchblick gesorgt hat), dann war das eine insgesamt lohnende Pause weg vom Schreibtisch.


Nachdem sich meine Achillessehnen auch bald 12 Monate nach dem Beginn ihrer Rum-Zickerei immer noch nicht wieder auf „Normal Null“ eingependelt haben, frage ich mich nun wirklich, OB, und wenn ja, WANN ich wieder mit geregeltem Training beginnen soll.
TriMag hat in seiner Online-Ausgabe ebenfalls diese Frage gestellt und bis jetzt haben exakt 100 Leute geantwortet: Demnach befinden sich mehr als die Hälfte (51,5% – gasp!) bereits mitten in ihrer Saison-Vorbereitung 2010!!! Weitere 27,3 Prozent starten noch in diesem Jahr (Dezember). 16,2 Prozent der Online-Leser vom Triathlon-Magazin wollen „um die Jahreswende“ in die 2010er-Saison starten. Und nur ein mickriger Rest von fünf Prozent beginnt im neuen Jahr mit dem ordentlichen Training. Uiuiui!

Nachdem ich aus meinem verlängerten Wochenende in Berlin zurück bin, möchte ich dann doch noch einen kurzen Kommentar zur IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaft in Clearwater, Florida, abgeben.
Zuallererst natürlich eine ganz große Verbeugung vor dem Jüngeren der Raelert-Brüder, Michael. Wer hätte das erwartet. In seinem zweiten 70.3-Rennen nach Wiesbaden holt er sich gleich den Weltmeistertitel. Sensationell. Nach einer taktisch einwandfreien Leistung beim Schwimmen und Radfahren (da haben die Raelerts einen entscheidenden Vorteil als hervorragende Schwimmer und Elite-Kurzdistanzler vor Athleten wie Sebi Kienle) weist er mit einem 1:09-Halbmarathon alle anderen deutlich in die Schranken. OK, OK, wahrscheinlich ist der Kurs wieder einmal ein bißchen kurz geraten, aber drei Minuten auf (fast) alle Verfolger sind halt mehr als eindeutig. Mit einer Gesamtzeit von 3:34 bleibt er als erster Athlet unter 3:40. Was mich persönlich ein wenig stört ist, dass immer wieder plötzlich ein paar Italiener auftauchen (man könnte hier z.B. auch „Spanier“ einsetzen), die man SO noch nie in Erscheinung sah. Hmm??! Matt Reed (der ausgewanderte Kiwi) komplettiert als Top-Favorit das Podium.
Bei den Frauen reichte es endlich und ebenfalls mehr als deutlich für die Britin Julie Dibens zum Sieg in neuer Rekordzeit von 3:59 (erschreckend Chrissie-like).
Insgesamt war es das mit Abstand schnellste IRONMAN 70.3-Rennen aller Zeiten.
Und von den Kumpels aus der Gegend war Bernd Kiesel mal wieder im unüblich windig-kühlen Florida (ein Hurricane streifte mit etwas Abstand vorbei). Er legte ein sehr ordentliches Rennen hin – bis auf die letzten Kilometer der Laufstrecke. Nach einer eher mittelmäßigen 29:31 zauberte er eine sensationelle 2:11 mit dem Rad auf den Asphalt. Auf der Laufstrecke hielt er bis zur Hälfte eine saubere 7-Minuten-Meile (4:20er-Schnitt/km) durch, musste dann aber seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und beendete den Halbmarathon mit einer nicht ganz so tollen 1:36. Trotzdem Respekt (Platz 43 in der M40)!
Wenn man diversen Berichten (z.B. hier bei Christian) glauben schenken darf, war es natürlich – wie zu erwarten – mal wieder eine einzige Windschatten-Orgie. Aber OK, wenn man das weiß und es als Windschatten-Rennen betrachtet, kann man sich ja entsprechend vorbereiten (schnell schwimmen, Beine hoch, schnell laufen). Ich sehe das mittlerweile eher emotionslos. Man muss eben – wie in einem Liga- oder Weltcup-Rennen – wissen, was einen erwartet, spezifisch vorbereitet sein und hinten bei den Age Groupern kein super-faires Rennen erwarten.
Ergebnisliste gibt’s hier!
In der „richtigen“ Welt bin ich ja seit vielen Jahren Coach – in der Regel von Führungskräften der Wirtschaft. Ich helfe diesen Menschen dabei, ihre individuellen Herausforderungen zu meistern bzw. das vorhandene Potential und ihre Ressourcen zielorientierter zu nutzen.
Nun frage ich mich, ob es Menschen in meiner Leserschaft gibt, die es interessieren würde, von mir gecoacht zu werden. Das würde dann bei meinem Anspruch selbstverständlich über das reine Trainingsplan-Schreiben hinaus gehen. Denn erstens gibt es außer der rein physischen Seite noch weitere, die uns ausmachen (Wer gewinnt in Hawaii? Der physisch beste Athlet? Mitnichten!). Zweitens sind einfach gestrickte Trainingspläne eben nur DAS: Trainingspläne. Und von einem Trainingsplan ist noch keiner besser geworden. Das Training muss zuerst einmal umgesetzt werden. Dann müssen wir uns fragen, WIE es umgesetzt wurde. Und überdies spielen nicht-physische Anteile eine große Rolle: Ich sag’ nur: „Innerer Schweinehund“, „Äußerem Druck standhalten“, etc. – ich sehe den Athleten (wie auch den Manager-Hochleister) eben nicht nur als ein Wesen aus Fleisch und Knochen. Die mentale Seite und emotionale Elemente beziehe ich natürlich mit ein.
Wenn ich mich „da draussen“ umschaue, dann trainieren die Meisten natürlich völlig planlos. Und das ist ja auch OK so. Wie im richtigen Leben halt: Kein Ziel, kein Plan, einfach so dahindümpeln . . . und sich wundern, wenn man nirgendwo richtig ankommt.
Auf der anderen Seite sehe ich aber auch tausende Athleten, die sehr planvoll vorgehen: Sich Ziele setzen, sich zu großen Hauptwettkämpfen viele Wochen (oder sogar ein ganzes Jahr – IRONMAN lässt grüßen) vorher anmelden und eben auch Trainingspläne aller Couleur benutzen.
- Die erste Gruppe sind diejenigen, die entweder selbst absolute Experten sind in Bezug auf Physiologie, Psychologie, Medizin, Ernährung, etc. – oder sich zumindest für solche Experten halten (im Web wimmelt es ja nur so von Experten – v.a. auf Web 2.0-Plattformen und in diversen Foren). Diese planen und exekutieren ihr Training selbständig ohne äußere Hilfe. So weit, so gut. Spätestens wenn ich mich seit drei Jahren keinen Millimeter nach vorn bewege, würde ich mir persönlich schon Gedanken machen, ob es nicht mit externer Hilfe besser gehen könnte…
- Meine Annahme ist, dass wohl die meisten von den Trainingsplan-Benutzern sich auf die kostenlosen Standardpläne verlassen . . . und im wahrsten Sinne des Wortes VERLASSEN sind. Die arbeiten dann einen Plan ab, der für den Durchschnittsathleten Fritze Flink geschrieben wurde und der – während er wahrscheinlich i.d.R. nicht ausgesprochen schadet – oft nicht so richtig toll weiterhilft.
- Die nächste angenomme Gruppe ist die, welche sich weitgehend standardisierte Pläne kommen lassen (heutzutage wohl fast ausschließlich web-basiert per pdf o.ä.). Die heißen dann wohl anders, sind aber letztlich genau wie die kostenlosen eben NICHT individuell erstellt, sondern PSEUDO-INDIVIDUALISIERT. Ich meine, dass diese dann auf jeden Fall durch die Einbindung individueller Parameter wie derzeitiges Leistungsvermögen, Ziele und Körperlimitationen Lichtjahre besser sind als unter Punkt 2, aber eben auch Lichtjahre von dem entfernt, was ein guter Coach aus seinem Schützling machen könnte. Spannend ist in diesem Zusammenhang, wie es einige Anbieter offenbar schaffen, dem Nutzer glauben zu machen, dass sie 1.700 Einzelpläne natürlich GANZ INDIVIDUELL schreiben können (wobei ich bei diesem speziellen Anbieter die Qualität überhaupt nicht in Frage stellen möchte – der hat wenigstens Ahnung von dem, was er da so schreibt und jede Menge Erfahrung – das hilft schonmal). Oder aber andere, die diese Dienstleistung für 10,- Euro pro Monat anbieten können. Ja nee – iiisss klaaar!
Ich frage mich an dieser Stelle aber, ob es unter Euch Athleten gibt, die an einem absolut individuellen First Class-Coaching Interesse haben (diejenigen, die nur auf solch ein Angebot gewartet haben, können mir ja gern eine Email schicken).
Update: Die Umfrage habe ich geschlossen. Sie hat mir ein gutes Stimmungsbild gegeben und – offen gesagt – ist ja nun wirklich nicht so richtig interessant, wer KEIN Interesse hat.
Ich bitte die Interessierten (bis auf jene, die sich schon gemeldet haben), mir doch bitte eine persönliche Mail zu schreiben.
Und nochmal Chris und sein Bruder Matt Lieto sowie Matt Dixon – die wunderschönen Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen porträtierend, die den geilsten Sport auf diesem Planeten ausmachen: TRIATHLON!
Na das ist doch mal total abgefahren, oder?
Michi: Ich glaub’, sowas brauchen wir demnächst!
Und mit richtig schönem Licht (die Jungs wissen, was sie tun) und inspirierender Natur ergibt das doch wohl echte Hingucker!
Note: Der Läufer ist kein Geringerer als Chris Lieto, Zweitplatzierter bei der diesjährigen IRONMAN World Championship in Kona, Hawaii!
Wo ich schon dabei bin: Von den Xterra World Champs gibt’s auch ein schönes, langes Video (10:41).
Nicht zu vergessen belegten unser Wahl-Tübinger Felix Schumann Platz 7 und unser Schwabe und Wahl-Südafrikaner Nico Pfitzenmaier Platz 10 overall. Ganz große Gratulierung!
Gerade bei Nico ist schön zu sehen, wie man auch als „Ex-Profi“ mit deutlich vermindertem Aufwand und viel anderem um die Ohren (er ist die gesamte Zeit „Crew“ für Hannes Blaschke) noch auf absolutem Weltklasse-Niveau mithalten kann.
Und dann kann man schön erkennen, dass es bei diesem Wettkampf echt hilft, wenn man Biken kann. Sonst gibt’s auf die Fresse . . .
Stolperte gerade über dieses Video des 2009 Xterra Trail Runs in Makena Beach, Maui. Es zeigt aus meiner Sicht einmal mehr, wie schwer es ist, Laufen visuell interessant zu präsentieren. Man muss schon ein Insider sein, um das toll zu finden. Und das bei einem der spektakulärsten Laufstrecken auf diesem Planeten. Das ist übrigens der gleiche Kurs, der bei der Xterra World Championship nach 1,5 km Schwimmen und 36 brutal harten MTB-Kilometern zurückzulegen ist.
Liked the fly-over at the beginning!
@Bernd: Und wen haben wir denn da in der ersten Startreihe mit # 277 (der Faxen macht) und mit # 198, hmm? Die kennen wir doch von irgendwoher?

Seit über 5 Jahren moderiere ich nun schon zusammen mit meinem Freund Martin das Ausdauersport-Forum auf der Web 2.0-Plattform XING. Mittlerweile sind wir immerhin auf die stattliche Größe von derzeit 12.768 Mitgliedern gewachsen, die zwischenzeitlich 28.740 Artikel verfassten.
Da mal wieder gerade ein paar interessante Trainingsfragen auftauchten, möchte ich hier mal die Verbindung zu XING herstellen und zwei Antworten (meine Meinungen – nicht mehr und nicht weniger) auszugsweise posten:
Der erste Thread betrifft (vermeintlich) die Grundschnelligkeit. Jan meinte, dass seine 10 km-Bestzeit zu langsam sei im Vergleich zu seiner Marathon-PBZ. Meine Antwort:
„Überdies liegen die 37:45 und die 2:57 h gar nicht so weit auseinander, wie hier beschrieben.
„Auf einer Linie“ (leistungstechnisch) liegen z.B.:
37:30 /10k mit 1:23:00 HM und 2:53:20 Marathon ODER 38:06 /10k mit 1:24:18 HM und 2:56:00 Marathon.
Du hast also nicht per se ein „Grundschnelligkeitsproblem (abgesehen von der Terminologie). Du bist da völlig im grünen Bereich.
Gleichwohl musst Du natürlich, um Deine Marathon-PBZ anzugreifen, etwas am Speed schrauben. Und dazu sind im Grunde alle Sachen, die Frank oben aufgeführt hat, hilfreich. Unterschreibe ich so 100%!
Im Gegensatz zu anderen Schreibern hier, halte ich den Tempodauerlauf für ABSOLUT UNVERZICHTBAR!! Wenn’s Ernst wird (letzte 8 Wochen vor Hauptrennen) streue ich stets zwei Varianten ein:
1. 2 x 20 min (ausgehend von den 37:45 in 3:55 min/km – entsprechend nach oben anpassen, sobald Du 10er-Referenz-Zeiten hast, die schneller sind).
2. 1 x 40 min (s.o. in 4:03 min/km).
Ich würde NIEMANDEM mehr als zwei „Qualitätseinheiten“ (wie ich das nenne) empfehlen. Alles andere ist GA1 oder regenerativ.
Ach ja, der #1 Grund, warum Athleten nicht ihr volles Potenzial am Renntag aufbieten können, ist nicht, dass sie schlecht oder zu wenig traniert hätten. Der #1 Grund ist, das sie inkonsitent trainiert haben. Das bedeutet in der Praxis meist, dass sie es irgendwo maßlos übertreiben und a) sich verletzen oder b) krank werden oder c) die Motivation verlieren. In allen drei Fällen führt das zu längeren Trainingspausen die absolut kontraproduktiv sind.
Ein weiteres Detail, das ich bei Marathonis immer anschauen würde ist, wie sehr sie „hintenraus sterben“ oder eben über entsprechende Tempohärte verfügen, sauber ihren Schnitt durchzulaufen oder – ideal – tatsächlich einen „negative split“ hinzulegen.“
Und etwas weiter folgte die Frage nach Periodisierung. Hier meine Antwort:
„Was mir spontan dazu einfällt:
- Es ist nicht etwa so, dass nur weil seit Arthur Lydiard (dem berühmten neuseeländischen Lauf-Coach) die PERIODISIERUNG „in“ ist, dass das auch automatisch die besten Resultate bringt.
- Grunsätzlich kommt es darauf an, wie Du Deine Wettkampfsaison planst. Bist Du ein „Normann Stadler-Typ“, der EINMAL IM JAHR (in Kona im Oktober) fit sein will? Oder – und das höre ich bei Dir raus – bist Du eher derjenige, der mal einen flotten Frühjahrs- oder Herbstmarathon laufen will und mitten drin noch eine saubere, zweimonatige Triathlon-Saison einpfriemeln möchte?
- Bei ersterem Typ macht eine perfekt geplante Periodisierung sehr viel Sinn. Dann würde ich Dir auch einen GUTEN Coach empfehlen, der das sauber plant (gibt ja viel Auswahl – auch online).
- Bei letzterem Typ kannst Du das ganze Jahr über mit Intervallen, Tempoläufen etc. spielen. Der absolut gewaltige „Peak“ wird Dir so wahrscheinlich nicht gelingen. Aber das Ganze ist dann i.d.R. weniger verbissen und Du kannst jede Menge Wettkämpfe auf ordentlichem Niveau bestreiten (wenn Dir das Spaß macht).
- Übrigens halte ich nicht viel davon, in der ersten Periode (Grundlagen, Preperation, Base – wie auch immer) nur ausschließlich GA1 zu trainieren. Ab und zu einen richtig harten Tempolauf oder gar einen C-Wettkampf bringt ein wenig Abwechslung und „Pfeffer“ in den Trainingsalltag, „wirbelt Staub auf“ (durchbricht die Routine) und bringt Spass.“

Irgendwie inspiriert mich gutes Design doch immer wieder auf eine unerklärliche, subtile Art.
So war es mir ein Bedürfnis, das Design dieses Blogs mal wieder anzupassen in Richtung simples Layout und einfache Bedienung. Ich hoffe, es gefällt.

Habe ein paar Bilder von unserer Trailrun Foto-Session hochgeladen. Mannomann macht das Spaß. Ich könnte die ganze Zeit draussen auf den geilen, supertrockenen Trails rumheizen. Und dann noch jeden Tag so ein Kaiserwetter! Da werde ich wohl zur Abwechslung mal wieder mein Mounty ausfahren müssen . . . *seufz*, das Leben ist hart!

Endlich hat es mal geklappt, dass Michi und ich unsere gemeinsamen Leidenschaften Laufen und Fotografieren „unter einen Hut“ gebracht haben. Heraus kam zwei kleine Foto & Film-Sessions: Eine im Morgenlicht rund um den Brucker Fels und eine im Sonnenuntergangslicht rund um’s Bäuerloch. Das passt ganz gut zusammen mit meiner Entscheidung, ein für alle Mal die Sch…-Windows-Kiste rauszuwerfen und durch eine tolle Apple-Kiste zu ersetzen (um genau zu sein: ein MacBook Pro – yeah! *freu*). Nachdem ich seit zwei Jahren einen iPod Nano und seit Frühling ein schickes iPhone mein eigen nenne, war es schließlich nur konsequent auf die eindeutig bessere Technologie zu wechseln (ich geb’s zu: ich war in der Vergangenheit einfach zu schwäbisch-sparbrötchenmäßig unterwegs). Aber wenn man so viel vor dem Rechner sitzt wie ich, dann macht ein gutes Werkzeug einfach Sinn. Ich fahre ja auch keinen Smart . . .
Was uns zurück bringt zu den Fotos und Videos. Apple bietet da wunderbare Möglichkeiten der Filmbearbeitung. Diesbezüglich ist mir Michi mit seiner einschlägigen Erfahrung (ich sag’ nur: Oberstdorf-Trainingslager und Hohenneuffen Berglauf) natürlich um einiges voraus. Aber ich werde schnell dazulernen!
Mein in unzähligen Seminareinsätzen treuer Begleiter, der Panasonic Camcorder, leistete dafür gute Aufnahmearbeit, während Michi’s Lumix natürlich die Möglichkeiten meiner Casio Exilim doch deutlich übersteigt. Kurz und gut: Da die schwäbischen Automobilbauer und Werkzeugmaschinen-Hersteller seit langem nichts mehr zu arbeiten haben und bei mir (mal wieder *grrr*) kurzfristig ein Seminar storniert wurde, fanden sich zwei Techie-Freaks zum spielen im Wald. Und, ja, es hat Spaß gemacht. Demnächst könnte sich möglicherweise das eine oder andere Resultat hier zeigen . . .
Love it!

