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Und nochmal Chris und sein Bruder Matt Lieto sowie Matt Dixon – die wunderschönen Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen porträtierend, die den geilsten Sport auf diesem Planeten ausmachen: TRIATHLON!

Seit über 5 Jahren moderiere ich nun schon zusammen mit meinem Freund Martin das Ausdauersport-Forum auf der Web 2.0-Plattform XING. Mittlerweile sind wir immerhin auf die stattliche Größe von derzeit 12.768 Mitgliedern gewachsen, die zwischenzeitlich 28.740 Artikel verfassten.
Da mal wieder gerade ein paar interessante Trainingsfragen auftauchten, möchte ich hier mal die Verbindung zu XING herstellen und zwei Antworten (meine Meinungen – nicht mehr und nicht weniger) auszugsweise posten:
Der erste Thread betrifft (vermeintlich) die Grundschnelligkeit. Jan meinte, dass seine 10 km-Bestzeit zu langsam sei im Vergleich zu seiner Marathon-PBZ. Meine Antwort:
„Überdies liegen die 37:45 und die 2:57 h gar nicht so weit auseinander, wie hier beschrieben.
„Auf einer Linie“ (leistungstechnisch) liegen z.B.:
37:30 /10k mit 1:23:00 HM und 2:53:20 Marathon ODER 38:06 /10k mit 1:24:18 HM und 2:56:00 Marathon.
Du hast also nicht per se ein „Grundschnelligkeitsproblem (abgesehen von der Terminologie). Du bist da völlig im grünen Bereich.
Gleichwohl musst Du natürlich, um Deine Marathon-PBZ anzugreifen, etwas am Speed schrauben. Und dazu sind im Grunde alle Sachen, die Frank oben aufgeführt hat, hilfreich. Unterschreibe ich so 100%!
Im Gegensatz zu anderen Schreibern hier, halte ich den Tempodauerlauf für ABSOLUT UNVERZICHTBAR!! Wenn’s Ernst wird (letzte 8 Wochen vor Hauptrennen) streue ich stets zwei Varianten ein:
1. 2 x 20 min (ausgehend von den 37:45 in 3:55 min/km – entsprechend nach oben anpassen, sobald Du 10er-Referenz-Zeiten hast, die schneller sind).
2. 1 x 40 min (s.o. in 4:03 min/km).
Ich würde NIEMANDEM mehr als zwei „Qualitätseinheiten“ (wie ich das nenne) empfehlen. Alles andere ist GA1 oder regenerativ.
Ach ja, der #1 Grund, warum Athleten nicht ihr volles Potenzial am Renntag aufbieten können, ist nicht, dass sie schlecht oder zu wenig traniert hätten. Der #1 Grund ist, das sie inkonsitent trainiert haben. Das bedeutet in der Praxis meist, dass sie es irgendwo maßlos übertreiben und a) sich verletzen oder b) krank werden oder c) die Motivation verlieren. In allen drei Fällen führt das zu längeren Trainingspausen die absolut kontraproduktiv sind.
Ein weiteres Detail, das ich bei Marathonis immer anschauen würde ist, wie sehr sie „hintenraus sterben“ oder eben über entsprechende Tempohärte verfügen, sauber ihren Schnitt durchzulaufen oder – ideal – tatsächlich einen „negative split“ hinzulegen.“
Und etwas weiter folgte die Frage nach Periodisierung. Hier meine Antwort:
„Was mir spontan dazu einfällt:
- Es ist nicht etwa so, dass nur weil seit Arthur Lydiard (dem berühmten neuseeländischen Lauf-Coach) die PERIODISIERUNG „in“ ist, dass das auch automatisch die besten Resultate bringt.
- Grunsätzlich kommt es darauf an, wie Du Deine Wettkampfsaison planst. Bist Du ein „Normann Stadler-Typ“, der EINMAL IM JAHR (in Kona im Oktober) fit sein will? Oder – und das höre ich bei Dir raus – bist Du eher derjenige, der mal einen flotten Frühjahrs- oder Herbstmarathon laufen will und mitten drin noch eine saubere, zweimonatige Triathlon-Saison einpfriemeln möchte?
- Bei ersterem Typ macht eine perfekt geplante Periodisierung sehr viel Sinn. Dann würde ich Dir auch einen GUTEN Coach empfehlen, der das sauber plant (gibt ja viel Auswahl – auch online).
- Bei letzterem Typ kannst Du das ganze Jahr über mit Intervallen, Tempoläufen etc. spielen. Der absolut gewaltige „Peak“ wird Dir so wahrscheinlich nicht gelingen. Aber das Ganze ist dann i.d.R. weniger verbissen und Du kannst jede Menge Wettkämpfe auf ordentlichem Niveau bestreiten (wenn Dir das Spaß macht).
- Übrigens halte ich nicht viel davon, in der ersten Periode (Grundlagen, Preperation, Base – wie auch immer) nur ausschließlich GA1 zu trainieren. Ab und zu einen richtig harten Tempolauf oder gar einen C-Wettkampf bringt ein wenig Abwechslung und „Pfeffer“ in den Trainingsalltag, „wirbelt Staub auf“ (durchbricht die Routine) und bringt Spass.“

Julie Dibens auf den letzten Metern der Laufstrecke (Foto: tri2b)
Oh my God! I almost forgot! I’m terribly sorry!
Ja, ja, es ist schon wieder ein ganzes Jahr her: Die Xterra-WM auf Maui fand letztes Wochenende statt und leider durfte auch ich deutlich den Unterschied zum „großen Bruder“ IRONMAN spüren, was das Aufmerksamkeitsniveau betrifft. Ist mir doch glatt durchgerutscht. Und das obwohl ich die Xterra-WM jederzeit als Wettkampf der IRONMAN-WM vorziehen würde.
Naja, die üblichen Verdächtigen machten sich auf an den Westrand des 3000 Meter hohen Vulkans Haleakala. Angeblich war das Rennen mega-spannend, wenn wir den Berichten auf tri2b bzw. Tri-Mag glauben dürfen.
Senior Llanos gewinnt zum dritten Mal und sichert sich – nach seinem relativ enttäuschenden 14. Platz in Kona – zum vierten Mal das Double aus IM und Xterra. Wer soll ihm da auch das Wasser reichen? Julie Dibens schafft als erste Frau den Hattrick – im Gegensatz zum Männerrennen völlig überlegen.
Ergebnisliste gibt’s hier!
Fotogalerie gibt’s hier!

Der Kona Bike Count ist öffentlich. Er wird jedes Jahr auf’s Neue beim Bike Check-In am Vortag des Rennens in Kooperation der Hersteller und Triathlete Magazine durchgeführt. In der Industrie werden sie mit Spannung erwartet, denn sie geben schon ganz klar den Weg vor. Viele Marken haben in der Vergangenheit davon profitiert, dass große Athleten – vor allem auf dem Rad – die Marke und indirekt auch die Verkäufe enorm gepusht haben. Prominentes Beispiel war hier sicher allem voran die Marke Kuota, arguably, die ohne Normann nie diese Popularität hätte genießen können (und die seither auch wieder schwer am Fallen ist).
Die Highlights? OK, Cervelo nach wie vor absoluter Marktführer . . . und weiter steigend! Direkt dahinter Scott, Specialized und Felt . . . alle leicht steigend. Die ganzen großen Marken bauen also weiter ihre Marktführerschaft aus. Der erste große Verlierer ist Trek. Es ist ja auch die erste Marke, die ihr aktuelles TT-Bike noch nicht draussen hat, dafür aber umso besser mit Chris Lieto’s bestem Radsplit vertreten wurde. Cannondale erstaunlicherweise trotz bester Repräsentanz (u.a. Chrissie Wellington und Sandra Wallenhorst) gleich geblieben auf realtiv schwachen 68 Bikes.
Bei den Laufrädern fällt die Marktführerschaft unfassbar deutlich aus: Zipp ist praktisch uneinholbar mit 1936 Rädern vorn . . . gefolgt von HED mit 229.
Bei den Aero-Helmen führen Giro (288) und LG (272) deutlich vor dem Rest. Genau wie bei den Sätteln: Dort liegen – nicht überraschend – Fi’zi:k (477) und Selle Italia (383) deutlich vor der Konkurrenz.
Die Aero-Lenker werden ebenafalls von einem Duo dominiert: Hier liegen Profile Design (572) und schon etwas abgeschlagen Vision mit 392 vorn. Und schließlich sehen die Komponentengruppen Shimano fast so deutlich wie Zipp bei den Wheelsets vorn: 1360 versus SRAM’s 289 und Campagnolo’s 107. Die Wattmesser wurden auch gezählt. Klarer Markführer hier nach dem Ausstieg von Ergomo ist SRM mit immerhin 134 Computern an den Race Bikes in Kona.

Ein paar Dinge, die mir so durch den Kopf schwirren bezüglich IRONMAN:
- Die Übertragung. In einigen Foren und auch unten als Kommentar zu meinem Rennbericht wird bemängelt, dass keine ordentlichen Übertragungen im Fernsehen zu sehen sind. Meine Gedanken aus zwei Blickwinkeln hierzu: Auf der einen Seite fand ich – wie übrigens viele andere offennbar auch – die Web-Berichterstattung der WTC hervorragend. Welchie, Paula, Huddle & Co. sind eben absolute Experten im Thema und kommentieren diesen Wettkampf wie kein anderer. Dazu hier und da ein paar „Celebrities“ sowie zu jeder vollen Stunde einen deutschen Zwischenbericht von Kai Baumgartner – was will man mehr? Die einzigen zwei Grundvoraussetzungen sind a) sauber Englisch verstehen zu können und b) einen Breitbandanschluss. Aber unter dieser Zielgruppe schätze ich mal, dass das höchstens zwei Prozent der Laute ausschliesst. Und alles, wirklich alles, was ich bis dato von ARD oder ZDF an Moderatoren gehört habe war KLASSEN schlechter! Ja, Jungs, es gibt unter den aktuellen und ehemaligen Triathleten EINIGE, die ausgezeichnete Kommunikatoren sind und mit etwas Training jede Moderation besser machen würden, als die vermeintlichen „Profis“ der Sender, die einfach nicht entsprechend drin stecken und entsprechend „angelernt“ und langweilig rüberkommen. Auf der anderen Seite ist es natürlich schade, dass die Sportart Triathlon im Allgemeinen und der IRONMAN im Speziellen auf diese Weise keine „normalen“ Fernseh-Zuschauer erreicht. Aber die ganze Hawaii-Nacht geben sich doch ohnehin nur die Freaks. Und die verfügen eben tendenziell über einen fetten DSL-Anschluss und ausreichend gute Englischkenntnisse.
- Der IRONMAN Hawaii ist auch deshalb jedes Jahr auf’s Neue so faszinierend, weil in Kona nichts so beständig ist wie der Wandel. Nichts scheint voraussagbar. Die Top Ten mischen sich – abgesehen von ein paar wenigen festen Größen – ständig neu. Wer hätte Lieto als einen „Fast-Sieger“ auf dem Plan gehabt? Wer hätte Sandra Wallenhorst so weit hinten vermutet?
- Die Kollegen vom Triathlon Magazin haben die Liste aller deutschen Hawaii-Finischer extrahiert. Da gibt es jede Menge Überraschungen. Oft konzentriert man sich ja im Nachhinein auf die tollen Ergebnisse. Aber gerade in Hawaii ist es immer wieder spannend, wie viele der Spitzenleute bei den Profis und den Age Groupern GAAANZ weit hinten zu finden sind (wie ich letztes Jahr).
Prominente Beispiele verkneife ich mir jetzt mal. Deshalb sollte man auch immer mit großen Ansagen aufpassen – nirgends so sehr wie in Kona!

Puuh. Welch ein Nacht – welch ein spannendes Rennen. Auch wenn beide Tipps von mir passten und sowohl Crowie, als auch Chrissie ihre Siege wiederholten – das sah lange Zeit bei Crowie nicht unbedingt nach Sieg aus. Dass Chrissie die Damenkonkurrenz dominieren würde stand ausser Frage. Aber würde sie den Course Record von Paula Newby-Fraser , the „Queen of Kona“, unterbieten können? Sie konnte. Aber an ihrem Gesicht und den Interviews im Ziel konnte man erkennen, a) wie gut Paula’s Streckenrekord war und b) wie tief sie schürfen musste, um eine lausige Minute drunter zu bleiben. Und dahinter hätte ich mich total verschätzt (und deshalb klugerweise nur den Tipp für die zwei Sieger abgegeben). Mirinda hatte ich zwar auf der Liste, aber dass sie vom zehnten auf den zweiten Platz vorlaufen würde und mit einem 2:56-Marathon den Frauen-Marathonrekord brechen würde – damit hatte ich nicht gerechnet. Und dabei sah sie soooo smooth aus! Eine der schönsten Lauferscheinungen – Männer eingeschlossen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die „schönen“ Läufer (sauberer Laufstil – nicht Outfit o.ä. – IMHO) auch die schnellen Läufer sind (Crowie, Raelert, Mirinda, Virginia etc.). Dahinter mit der Spanierin Virginia Berasategui eine weitere Klasse-Läuferin. Bek Keat erhielt schon einen 4-Minuten-Penalty in T2 und wurde später ganz DQ’ed. Yvonne gab auf. Und Sandra Wallenhorst lief zwar mit einem 3:09-Marathon in die Top Ten – aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Not her day! Sam McGlone hatte ja genau das gleiche Malheur wie ich (Achilles Tendonitis), musste ein ganzes Jahr pausieren, fand erst ganz langsam wieder zurück zu ihrer Form und zeigte in Kona einmal mehr, welches Talent in ihr steckt (6. Platz mit einer soliden 9:30).
Zu den Herren der Schöpfung:
Morgens am Pier von Kona . . . ahhh . . . hat schon was!

Einmal noch schlafen für die Athleten, während wir auf heute Abend warten und ab 18:45 Uhr (06:45 Uhr Ortszeit Hawaii) das Rennen der Rennen verfolgen können.
Eine nette Observation von Erika Csomor in Kona möchte ich hier teilen:
„Do you remember Tom [Sawyer], who got ordered by his aunt to paint their fence? Tom made the boring and long job attractive by selling it to his friends. Something similar happens here in Kona. People got lined up and ready to pay fortunes for equipment, nutrition, travel expenses to come here to Hawaii – only to burn to ashes in the lava fields…“
Unter vielen anderen Details, ist es auch toll, was es so alles an SWAG (Stuff We All Get – zu deutsch „Zeug“) gibt, wenn man sich als Athlet in Kona befindet. Mein Ausrüster blueseventy (Blog hier!) lässt sich da nicht lumpen und zeigt das neue 2010er-Modell des PZ3 sowie eine Limited Edition Kona 09 Goggle.


31 Stunden bis zum Start . . . in Kona knistert es sicher schon vor Spannung. Jens Richter und sein Team vom Triathlon Magazin machen einen tollen Job mit Ihren pre-race Interviews mit Timo Bracht (und anderen), der seinerseits enorm an Professionalität gewonnen hat. Seine ruhige, sachliche Art gepaart mit einer authentischen Spannung und dem Hunger nach einem Sieg, beeindrucken. Er darf sicher zu dem ganz engen Favoritenkreis gezählt werden.
Greg Welch führt auf Ironman.com einmal mehr in das Rennen 2009 ein und interviewt die beiden „defending champions“ Crowie (Greg Alexander) und Chrissie (Wellington).
Und Kai schreibt natürlich weiterhin seinen aktuellen Kona-Blog.
Nachtrag:
1978: Der erste IRONMAN findet auf Oahu statt – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
1982: Der IRONMAN gräbt sich mit den obigen Bildern tief in die Seelen der Amerikaner und durch den phänomenalen Erfolg schwappt die Welle über den Atlantik auch nach Deutschland. Bereits zweieinhalb Jahre später stehe ich am Start meines ersten Triathlons in Stockach. In diesem Jahr hätte man schon „fast an jedem Wochenende“ einen Triathlon-Wettkampf in Deutschland bestreiten können. Ich belasse es für’s Erste bei drei Rennen: Neben Stockach finishe ich in Fischbach am Bodensee und in Leutkirch im Allgäu.
1982 sollte aber auch die bis heute knappste Entscheidung im IRONMAN Hawaii bleiben. Kathleen McCartney schlug die kriechende Julie Moss um undankbare 29 Sekunden. Es treibt mir heute noch und jedesmal auf’s Neue die Tränen in die Augen.
Bei den Herren der Schöpfung gabe es vergleichsweise knappe Entscheidungen zwischen Mark Allen und Dave Scott (the „Ironwar“ von 1989) mit 58 Sekunden, 2006 die 1:11 Vorsprung von Normann Stadler vor Chris McCormack und der einmal mehr geschlagene Thomas Hellriegel, der 1996 1:59 gegen Luc van Lierde im schnellsten IRONMAN-Rennen auf Hawaii verlor (8:04:08 gegen 8:06:07).
Sebi Kienle ist jetzt in der komfortablen Lage, mit Kanonen wie Macca und Ronnie Schildknecht trainieren zu können – in perfekten Bedingungen in LA. Während er sich die kürzeren Sachen gibt (LA und Dallas), sind letztere jetzt schon in Kona.
Ohhhhh . . . die Spannung streigt . . .
In Interviews zeigt sich stets besonders deutlich, wie gut der Interviewer kommunikatorisch drauf ist und wie viel Ahnung er tatsächlich von der Materie hat. Jens Richter steckt jedenfalls richtig gut im Thema und ist IMHO einer der wenigen guten Gesprächsführer. Und Normann macht einen richtig entspannten Eindruck so kurz vor DEM GROSSEN TAG.

Xterra-Athlet Dan Hugo (Foto: Rich Cruse)
Der gestrige Samstag hat aus triathletischer Sicht jede Menge spannender Rennen in der ganzen Breite geboten.
Und mit Breite meine ich:
- Die siebte Station der Dextro Energy Triathlon ITU World Championship Series (geht’s noch a bisserl länger?) in Yokohama, Japan. Bei Frodo platzt endlich der Knoten und er gewinnt in einem unheimlich couragiert geführten Rennen. Maik Petzold schafft auch noch so eben die Top Ten.
- Beim Inferno Triathlon schafft Kollege Marc Pschebizin seinen 8. Sieg in 9:03:04 vor Andi Wolpert (9:07:56). Reschpeckt!
- Etwas weniger lang (und etwas gemütlicher) ließ es Laufkumpel Frank Klass beim Inferno Halbmarathon angehen: Platz 32 overall in 2:33:05 sind ebenfalls respektabel!
- Und dann war da noch die vierte Station der Xterra European Series am Klopeiner See in Kärnten. Franky Batelier (FRA) gewinnt einmal mehr vor Karel Zadak (CZ) und Sam Gardner (GBR).

Nachdem Lance wieder mal (wenn auch nur verhältnismäßig kleine) Geschichte geschrieben hat, in dem er am letzten Wochenende das berühmte Leadville 100 (nein, nicht den Ultramarathon – keine Chance – das 100-Meilen-MTB-Rennen!) in neuer Streckenrekordzeit gewonnen hat, wurde ihm beim Siegerinterview DIE WICHTIGE FRAGE gestellt. Die Antwort in der Kurzversion: JA!
Das ist doch mal ‘ne Ansage! Hossa! Wir dürfen gespannt sein! Und Humor hat er auch!
But see for yourself:
Nettes Werbe-Filmchen der Xterra-Gemeinde. Schöne Bilder.
Aufgefallen sind mir dabei zwei Verhaltensweisen, die mir auch in der Realität immer mehr auffallen und die ich, gelinde gesagt, „interessant“ finde:
- Das Rumgeschleppe von Babys über die Ziellinie. Was soll das denn? Nun bin ich auch kein Vater, aber das ständige Rumgeprotze mit der eigenen Brut ist schon auffallend (auch abseits der Ziellinie). Ich bin mir nicht sicher, ob die lieben Kleinen so viel davon haben. Besonders gesund sieht es jedenfalls nicht aus und die Vermutung liegt nahe, dass solcherlei Aktionen eher dem Ego des achso-stolzen Papa enspringen, als dem ausdrücklichen Wunsch der Kinder. Auch sonst wird man als unbescholtener Bürger ständig ungefragt mit den Neuigkeiten aus dem Leben des Nachwuchses belämmert. Wenn ich nochmal promovieren sollte, wäre es in Psychologie mit dem Fokus auf dieses Phänomen, das ich erst in den letzten Jahren zunehmend bemerke. Meinen Eltern wäre so etwas jedenfalls im Traum nicht eingefallen . . .
- Ein ähnliches Phänomen ist das Rumgeprotze mit der eigenen Nationalität. Besonders gern gesehen und an jeder passenden und unpassenden Stelle zur Schau gestellt von unseren Nachbarn, den Ösis (nicht zufällig auch hier am Ende dieses kleinen Videos). Ich vermute mal, dass es sich um die gleichen Typen handelt, die ständig über ihre Regierung schimpfen und Steuern vermeiden, wo es nur geht . . .
Also eines ist nach dem Sieg von Susa und dem dritten Platz von Daniel beim diesjährigen Norseman Xtreme Triathlon und Fotos und Videos gucken jetzt schon klar: Wenn ich überhaupt wieder so etwas wie einen IRONMAN angehen kann, dann muss es wohl dieser sein. Er verbindet in so wunderschöner Art die Themen Sport, Triathlon, Outdoors, Einsamkeit, wilde Natur, Abenteuer. Themen die mir sehr am Herzen liegen. Und ein Hauch von Adventure Racing ist auch schon drin. Und Kälte liegt mir ja auch.
Mit anderen Worten: MACHEN MUSS!!
Die offizielle Bildergalerie gibt’s hier bei Flickr!

Übersichtliche Schwimmstrecke im Schiersteiner Hafen am frühen Morgen (Foto: TriMag)
Gestern war es also so weit und spannungstechnisch sollte es genau SO langweilig werden, wie ich mir das so gedacht hatte: Sebi versägt sie alle einmal mehr (wenn auch in ungewohnter Manier) und Yvonne macht das Gleiche bei den Mädels. Der jüngere Raelert-Bruder Michael schlägt sich sehr tapfer auf Platz 2. Viel überraschender war da wohl der Rennverlauf, der einen entfesselt radelnden Matthias Hecht mit Andi Böcherer im Schlepptau als erste in der T2 sah (im Ziel Platz 3 und 4). Aber wer Meister Sebi kennt, weiß, dass er auch RICHTIG hart laufen kann. Nebenbei bemerkt: Neuer Streckenrekord!
Live-Ticker zum Nachlesen von 3athlon.de.
Berichte gibt’s wie immer auf allen Kanälen; eine hübsche Bildergalerie hier auf TriMag!
Und noch weiter nebenbei bemerkt: Die Bildergalerie von Wendlingen ist online!
Sorry, aber ich musste noch das Simple Viewer Web-Template installieren. Die Standard-Layouts befriedigten nicht meine ästhetischen Ansprüche. *ahem* * hüstel*

Die Beine von Carsten Eggeling (hinter mir 2. in der M40-DM-Wertung letztes Jahr) und Immo Trebing (2. M45).
Am morgigen Samstag ist es wieder so weit: Die O-See-Challenge lädt die versammelte Cross-Triathlon-Elite in den hinterletzten (aber schönen!) Winkel von Deutschland – nach Zittau. Im Dreiländereck D-PL-CZ gelegen, bietet es praktisch perfekte Bedingungen für einen schönen, crossigen Xterra. Erstmals mit ganz offiziellen Xterra-Weihen von Big Kahuna Dave Nicholas und seinem Team Unlimited. Und erstmals ganz offiziell Teil sowohl der European Tour, als auch der World Tour. Quali-Slots für die World Champs gab’s ja auch letztes Jahr schon.
Offenbar dürfen wir mit einem tollen Rennen rechnen. Wetter ist ja perfekt (kalt & regnerisch wie im letzten Jahr). Hohe Prominenzdichte (Franky Batelier aus FRA, Nico Pfitzenmeier zurück aus SA, Sam Gardner aus GBR und Jan Kubicek aus CZ) international, wie auch national (alles da, was Rang und Namen hat). Auch bei den Mädels sieht’s spannend aus: Vorjahressiegerin Renata Bucher und ihre Landsfrau Sybille Matter aus CH legen sich einmal mehr mit der leichtesten Fee im harten Xterra-Geschäft, Carina Wasle aus Ösiland, an.
Auch medial scheint das ganze heuer etwas weitere Kreise zu ziehen, was ich sehr erfreulich finde. Das Format ist einfach klasse, die ganze verlogene Windschatten-Lutscherei fällt weg und bildtechnisch gibt so ein verschlammtes Cross-Rennen einfach mehr her (IMHO). Ergo gibt’s einen schönen Vorbericht auf tri2b (ist mir ja eh’ schon peinlich, dass ich da in einem Satz mit den Großen erwähnt werde – aber ich werde ja nicht mal am Start stehen und so auch nicht meinen Masters-Titel verteidigen können) sowie drüben beim Triathlon-Magazin.

Die Schlinge zieht sich immer fester zu: Alles scheint darauf hinzudeuten, dass es nun wohl tatsächlich die Stadt Regensburg wird, die den Zuschlag der WTC für den zweiten offiziellen IRONMAN in Deutschland bekommt. Die berühmten Spatzen pfeifen es jedenfalls schon von den Dächern . . .
Gestern listete ich sämtliche Sub-9 Performances der Frauen über die Triathlon-Langstrecke auf.
Aber John machte sich auch die Mühe, ein paar weitere interessante Details zu extrahieren.
Frage 1: Welche Athletin hat wie oft die Sub-9 geschafft?
Frage 2: Wie wurden diese über die Jahre erbracht?
Frage 3: Wo wurden diese erbracht?

Ist schon interessant. Lange Zeit haben – gerade bei den Frauen – die Rekorde über die Triathlon-Langdistanz eisern gehalten. Und dann auf einmal . . . ein großer Paukenschlag! Im Oktober 2007 gewann eine „Neue“ völlig überraschend die Krone von Kona und manche ahnten Schreckliches. . . und sie sollten Recht behalten! Chrissie hat bisher ALLE sieben Langdistanzen gewonnen, an deren Start sie sich stellte. Darüber hinaus gewann sie alle Rennen souverän. Keine Chance irgendeiner anderen Athletin. Starkes Schwimmen, gefolgt von starkem Radfahren und absolut niederschmetternd starkem Laufen. Wo endete das Ganze? Momentan mit einer vor einem Monat sicher von den wenigsten im Bereich des Möglichen gesehenen 8:31:59, mit der sie die erst vor einem Jahr an gleicher Stelle aufgestellte Weltbestzeit von Yvonne van Vlerken deutlich unterbot.
Das Interessante ist aber, dass Chrissie einen ganzen Rattenschwanz an Weltklasse-Leistungen nach sich zog. Und das ist ja ein bekanntes Phänomen (und ich werde die D-Diskussion hier thematisch außen vor lassen): Wie damals bei Roger Bannister, als dieser zum ersten Mal die Meile unter 4 Minuten schaffte, fallen solche Rekorde gleich dutzendweie, sind sie einmal durchbrochen. Wie und wo genau wurden also die 9 Stunden von Frauen druchbrochen?
Die offizielle Team TBB-Site lenkte mich zur Tri247-Site, einer gut gemachten englischen Triathlon-Website (Slogan: „the No. 1 triathlon resourcein the UK“!). Hier machte sich der Redakteur John Levinson die Arbeit, die selbst mir Statistik-Freak zu nervig war: Eine (möglicherweise nicht ganz) vollständige Liste aller Sub9-Finishes!

