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Je mehr Triathleten ich kennen lerne, um so erstaunter bin ich, wie viele davon sich professionell coachen lassen (oder zumindest Pläne schreiben lassen). Deshalb möchte ich hiermit gerne eine (natürlich nicht repäsentative) Umfrage starten. Lasst Ihr Euch Coachen? Ja oder Nein? Und wenn ja, auf welche Art.
Interessant ist nebenbei auch, dass mir nun schon von verschiedenen Seiten angeboten wurde, hier über solche Anbieter zu schreiben. Aber es gibt ja so etwas wie Blogger-Ethos und mein ganz persönliches Wertegerüst. Ich schreibe hier nur über etwas, was ich auch selbst erfahren/ausprobiert/getestet und für gut befunden habe.
Schreibt mir auch gern als Kommentar oder Email direkt an mich, wie Ihr Eure Coaches/Anbieter gesucht und gefunden habt. Vielen Dank schonmal!

Nachdem ich mich AM FREITAG (!!) knapp 500 Kilometer auf deutschen Autobahnen von Bad Wildungen im Sauerland nach München durchgeschlagen hatte (inklusive Vollsperrung der A7), wurde ich einmal mehr sehr herzlich bei meinen Freunden Gisbert und Corinna in Gröbenzell aufgenommen. Das Seminar war mental praktisch verarbeitet und es konnte direkt ins Wochenende gehen.
Am Samstag war seit langem mal wieder ein Feilen an meiner Schwimmtechnik geplant. So richtig zufrieden bin ich damit nämlich immer noch nicht. So freute ich mich, mit Ute Mückel und ein paar Mitstreitern im benachbarten Dachau einen intensiven und fruchtbaren Tag im Wasser (und außerhalb) verbringen zu dürfen.
Sonntags dann klingelte der Wecker schon wieder um 06:00 Uhr und wir fuhren zu den Ösis ins schöne Sellrain, um eine Skitour zu genießen. Und das durften wir! Während es zum Start noch leicht schneite, riss es immer mehr auf und wir hatten später praktisch perfekte Bedingungen. Winterliche Kälte gepaart mit Sonnenschein und dem wahrscheinlich besten Pulverschnee, den ich seit Jahren erleben durfte. Real fluffy!
Das hat richtig Spass gemacht und wir konnten ein paar hübsche Spuren im Schnee hinterlassen! Zum Abschluss gönnten wir uns noch den obligatorischen Kaiserschmarrn im Jagdschloss Kühtai, bevor es zurück nach München und weiter in die schwäbische Heimat ging. Wieder mal jede Menge Kilometer im Auto verbracht in den letzten Tagen. Und dazu herzlich wenig trainiert. Naja, Triathlon ist nicht alles und ein wenig Abwechslung tut ohnehin ab und zu gut.
Der Wetterausblick gepaart mit dem ausgefallenen Seminar diese Woche verleitet mich fast schon wieder nach Malle zu schielen. Während es in Palma ganz verlockend schön zu werden verspricht . . .

. . . sieht das in der Heimat einmal mehr eher bedrückend aus:


Kai Baumgartner (aka kaihawaii) hat auf seinem Kona-Blog mal wieder hilfreiche Tipps für Leute wie mich, die den Trip nach Kona zum ersten Mal aus good, old Europe machen. Bei meinem ersten Mal kam ich ja gemütlich mit einer Segelyacht aus dem Pazifik. Da hatte ich zwar null Training für drei Monate, war dafür aber glänzend akklimatisiert. Tatsächlich fragten mich einige Deutsche, warum ich denn gar nicht „braun“ sei. Leute, wenn man von Richtung Äquator kommt, ist Hawaii schon wieder richtig angenehm. Da unten will man keine unnötige Sekunde in der Sonne verbringen und hält möglichst alle Körperteile stets bedeckt. Ergo keine Bräune.
Ich glaube, dass ich noch nie so lange am Stück geflogen bin. Wobei mit ORD und LAX ja zwei Stopps drin sind. Ich denke, die werde ich nutzen, um mir ein wenig die Beine zu vertreten. Bei zwei Stopps kann man im Grunde nur hoffen, dass das Gepäck es in Gänze nach KOA schafft.
Ich denke, dass die meisten von uns schon einmal Schwierigkeiten hatten, in einem Rennen schnell in die Radschuhe zu kommen, die natürlich schon in die Pedale geklickt waren. Ich habe einmal bis ca. km 4 gebraucht – es war einfach zum heulen. Aber moderne Triathlonschuhe kombiniert mit guter - vorher geübter - Technik sollten das Problem lösen. Sieht jedenfalls ganz einfach aus in diesem Video von PTS.
Auf YouTube ist mir mal wieder ein – wie ich meine – tolles Video zum Thema Lauftechnik vor die Flinte gerannt.
Interessanterweise scheint es ursprünglich deutsch zu sein und wurde nur englisch synchronisiert?!
Aber urteilt selbst:
Heute habe ich mich mit Ute Mückel im Hallenbad von Bruchsal getroffen. Ute ist eine der besten deutschen Langdistanz-Triathletinnen der vergangenen Dekade (viele IRONMAN-Siege und Podest-Platzierungen zwischen 1996 und 2006).
Dabei sind mir mehrere Dinge aufgefallen:
- Wie ein guter Coach aus Erfahrung die Standard-Fehler bereits kennt.
- Wie er diese Fehler herauskristallisieren und verbalisieren kann.
- Wie er Verbesserungsvorschläge in einer Art und Weise rüberbringen kann, dass der Lernende dies auch aufnehmen und umsetzen kann (non-konfrontativ).
Die wirklich wichtige Erkenntnis dieses Tages war jedoch eine andere. Nachdem Ute weg war und ich noch ein paar Bahnen an meiner Technik gefeilt hatte, studierte ich noch über eine Stunde, wie die anderen Schwimmer schwammen.
DAS war interessant!

(Photo Credits: Jonas Baumann)
Nachdem ich wieder ordentlich zuhause angekommen bin (nicht nur physisch), nutze ich die Zeit, um mal wieder im Web zu schauen, WER gerade WAS macht. Der Athlet mit der aus meiner Sicht besten Website ist Jonas Baumann aus der Schweiz, einer der besten europäischen Duathleten. Natürlich neben Bernd Weis, den ich an dieser Stelle nicht vergessen möchte (will ja noch die eine oder andere Trainingseinheit mit ihm drehen, wenn man schon so einen guten Duathleten in der Nähe hat
).
Auf Joni’s Seite habe ich das obige Foto gefunden (geschossen beim Rheintal Duathlon am 29.04.2007 über 4 – 17 – 4, das er auf dem 2. Platz beenden konnte). Interessant ist, dass ich nicht weiß, WANN dieses Foto entstanden ist. Meine Vermutung ist, dass es relativ früh im ersten Lauf aufgenommen wurde. Warum?
Im letzten Beitrag zum Thema Schwimmen, gibt uns der 6-fache IRONMAN-Sieger Dave Scott ein paar Tipps zum Schwimmen in offenen Gewässern:
Dave zeigt uns hier schön, wie die vier häufigsten Fehler in unserer Schwimmtechnik korrigiert werden können. Habt Ihr schon mal im Pool genau hingschaut? Genau! Immer wieder die gleichen Fehler! Wie im „Rest des Lebens“, sind es meist nur wenige und scheinbar immer die gleichen Dinge, die wir suboptimal bewerkstelligen, um richtig bescheidene Ergebnisse zu erzielen!
- Kopf zu hoch. Das trifft natürlich v.a. beim Schwimmen in offenen Gewässern und im Wettkampf zu („Ich muss doch an den schnellen Füßen vor mir dran belieben!“).
- Arme überkreuzen. Statt die Hände sauber in Linie mit den Schultern einzutauchen, tauchen viele zu weit auf der imaginären Körpermittellinie oder sogar darüber hinaus auf der anderen Seite ein.
- Arme zu weit voraus. Statt frühzeitig die Hände einzutauchen mit dem Ziel möglichst früh „das Wasser zu greifen“, meinen einige, sie müssten möglichst lange die Arme über dem Wasser halten und spät eintauchen. Mit dem Ergebnis, dass es mit einem „hohen Ellenbogen“ sehr schwer wird.
- Tiefer Ellebogen. Natürlich DER Fehler Nummer 1! Weil es schwer ist, den Ellebogen sauber hoch zu halten. Und einiges an Kraft benötigt.
Hier das Video:
In der zweiten Ausgabe der Serie „Schwimmtechnik mit Dave Scott“ geht’s um die aus Dave’s Sicht drei besten Schwimmtechnik-Drills. Here we go:
Dank YouTube gibt es natürlich auch zum Thema Schwimmtechnik eine ganze Menge brauchbarer Videos. Im ersten Teil dieser neuen Serie hier, erklärt uns „The Man“ Dave Scott – 6-facher IRONMAN-Gewinner ein paar Dinge zur Wasserlage und der Eintauchphase:

