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Und nochmal Chris und sein Bruder Matt Lieto sowie Matt Dixon – die wunderschönen Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen porträtierend, die den geilsten Sport auf diesem Planeten ausmachen: TRIATHLON!

Seit über 5 Jahren moderiere ich nun schon zusammen mit meinem Freund Martin das Ausdauersport-Forum auf der Web 2.0-Plattform XING. Mittlerweile sind wir immerhin auf die stattliche Größe von derzeit 12.768 Mitgliedern gewachsen, die zwischenzeitlich 28.740 Artikel verfassten.
Da mal wieder gerade ein paar interessante Trainingsfragen auftauchten, möchte ich hier mal die Verbindung zu XING herstellen und zwei Antworten (meine Meinungen – nicht mehr und nicht weniger) auszugsweise posten:
Der erste Thread betrifft (vermeintlich) die Grundschnelligkeit. Jan meinte, dass seine 10 km-Bestzeit zu langsam sei im Vergleich zu seiner Marathon-PBZ. Meine Antwort:
„Überdies liegen die 37:45 und die 2:57 h gar nicht so weit auseinander, wie hier beschrieben.
„Auf einer Linie“ (leistungstechnisch) liegen z.B.:
37:30 /10k mit 1:23:00 HM und 2:53:20 Marathon ODER 38:06 /10k mit 1:24:18 HM und 2:56:00 Marathon.
Du hast also nicht per se ein „Grundschnelligkeitsproblem (abgesehen von der Terminologie). Du bist da völlig im grünen Bereich.
Gleichwohl musst Du natürlich, um Deine Marathon-PBZ anzugreifen, etwas am Speed schrauben. Und dazu sind im Grunde alle Sachen, die Frank oben aufgeführt hat, hilfreich. Unterschreibe ich so 100%!
Im Gegensatz zu anderen Schreibern hier, halte ich den Tempodauerlauf für ABSOLUT UNVERZICHTBAR!! Wenn’s Ernst wird (letzte 8 Wochen vor Hauptrennen) streue ich stets zwei Varianten ein:
1. 2 x 20 min (ausgehend von den 37:45 in 3:55 min/km – entsprechend nach oben anpassen, sobald Du 10er-Referenz-Zeiten hast, die schneller sind).
2. 1 x 40 min (s.o. in 4:03 min/km).
Ich würde NIEMANDEM mehr als zwei „Qualitätseinheiten“ (wie ich das nenne) empfehlen. Alles andere ist GA1 oder regenerativ.
Ach ja, der #1 Grund, warum Athleten nicht ihr volles Potenzial am Renntag aufbieten können, ist nicht, dass sie schlecht oder zu wenig traniert hätten. Der #1 Grund ist, das sie inkonsitent trainiert haben. Das bedeutet in der Praxis meist, dass sie es irgendwo maßlos übertreiben und a) sich verletzen oder b) krank werden oder c) die Motivation verlieren. In allen drei Fällen führt das zu längeren Trainingspausen die absolut kontraproduktiv sind.
Ein weiteres Detail, das ich bei Marathonis immer anschauen würde ist, wie sehr sie „hintenraus sterben“ oder eben über entsprechende Tempohärte verfügen, sauber ihren Schnitt durchzulaufen oder – ideal – tatsächlich einen „negative split“ hinzulegen.“
Und etwas weiter folgte die Frage nach Periodisierung. Hier meine Antwort:
„Was mir spontan dazu einfällt:
- Es ist nicht etwa so, dass nur weil seit Arthur Lydiard (dem berühmten neuseeländischen Lauf-Coach) die PERIODISIERUNG „in“ ist, dass das auch automatisch die besten Resultate bringt.
- Grunsätzlich kommt es darauf an, wie Du Deine Wettkampfsaison planst. Bist Du ein „Normann Stadler-Typ“, der EINMAL IM JAHR (in Kona im Oktober) fit sein will? Oder – und das höre ich bei Dir raus – bist Du eher derjenige, der mal einen flotten Frühjahrs- oder Herbstmarathon laufen will und mitten drin noch eine saubere, zweimonatige Triathlon-Saison einpfriemeln möchte?
- Bei ersterem Typ macht eine perfekt geplante Periodisierung sehr viel Sinn. Dann würde ich Dir auch einen GUTEN Coach empfehlen, der das sauber plant (gibt ja viel Auswahl – auch online).
- Bei letzterem Typ kannst Du das ganze Jahr über mit Intervallen, Tempoläufen etc. spielen. Der absolut gewaltige „Peak“ wird Dir so wahrscheinlich nicht gelingen. Aber das Ganze ist dann i.d.R. weniger verbissen und Du kannst jede Menge Wettkämpfe auf ordentlichem Niveau bestreiten (wenn Dir das Spaß macht).
- Übrigens halte ich nicht viel davon, in der ersten Periode (Grundlagen, Preperation, Base – wie auch immer) nur ausschließlich GA1 zu trainieren. Ab und zu einen richtig harten Tempolauf oder gar einen C-Wettkampf bringt ein wenig Abwechslung und „Pfeffer“ in den Trainingsalltag, „wirbelt Staub auf“ (durchbricht die Routine) und bringt Spass.“
Sebi Kienle ist jetzt in der komfortablen Lage, mit Kanonen wie Macca und Ronnie Schildknecht trainieren zu können – in perfekten Bedingungen in LA. Während er sich die kürzeren Sachen gibt (LA und Dallas), sind letztere jetzt schon in Kona.
Ohhhhh . . . die Spannung streigt . . .

Inspiriert von Lauf-Opa Peter Greif möchte ich eine seiner Beobachtungen aufgreifen, die auch ich immer wieder machen kann: Das „Die-da-vorn-“ oder auch „Profi-Syndrom“.
Bei uns im Verrückten-Lauftreff (TSS) gab es eine Zeit lang doch tatsächlich mal neben den altbekannten A- („Arschloch“) und B-Kadern („Bescheuerte“) einen sogenannten G-Kader (für „Genussläufer“). Ja, nee, iiss klaaar! Wie Peter Greif schreibt, sind dies Athleten, die ganz gern im lockeren Trab und Schlappschritt durch den Wald hoppeln und sich gedanklich wie sprachlich stark von „den Profis da vorn“ distanzieren. Nichts gegen einen lockeren Lauf. Ich bin ja nun auch schon seit langem zu lockeren Läufchen verdammt. Aber genau so sehe ich das auch: Verdammt!
„Wir laufen ja nur zum Spaß!“ „Der Genuss steht bei uns im Vordergrund!“ „Mit den Profis wollen wir uns gar nicht messen!“
Typische Sprüche dieser Fraktion. Erinnert mich an die Leute, die 1.500 Euro netto verdienen und lautstark posaunen: „Ich will gar nicht mehr verdienen!“ Es gibt sicher solche Menschen, bei denen das zutrifft. Aber das sind meiner Meinung nach die absoluten Ausnahmen. Und die sieht man auch nicht beim TSS oder bei Wettkämpfen. Warum sollten sie sich auch so etwas antun? Wie Peter korrekt analysiert, gehen diese Menschen von zwei Grundannahmen aus, die so überhaupt nicht zutreffen müssen:
- Diejenigen, die sich mehr Mühe geben, mehr trainieren oder einfach mehr Talent haben, können gar keinen Spaß an der Sache haben. Eine WILDE Unterstellung!
- Die „Cracks“ sind ja Profis, haben also weder Beruf, noch Familie noch irgendwelche weitere Aktivitäten in ihrem Leben. Eine WILDE Unterstellung!
- Eine weitere Grundannahme, die ich hier hinzufügen möchte: Wenn ich nur so viel trainieren könnte, wie „die da vorn“, wäre ich selbstverständlich auch so schnell.
Interessant ist dabei, dass all’ diese Typen bei den regionalen Volksläufen „alles geben“, sämtliche Ergebnislisten der letzten 27 Jahre auswendig runterbeten können (zumindest in ihrer jeweiligen Altersklasse) und (fast) alles tun, um den Kollegen Fritze Flink nur hinter sich zu lassen oder die ach-so wichtige persönliche Bestzeit (PBZ) zu verbessern.

Mannomann. Gestern Abend war wieder mal Spass pur angesagt mit den Unterensinger MTB’lern. Sven hatte gesimmst, dass er auch kommen wollte, das Wetter war perfekt (diesmal nicht so heiß wie letzte Woche), die Trails waren wieder staubtrocken und bestens zu fahren und Egge führte die Schlaufe direkt am heimatlichen Beuren vorbei über den Philosophenweg die Dirrettissima hoch auf den Hohenneuffen. Hart, hart, hart! Aber lohnend! Denn oben angekommen wurden wir mit einer Traum-Aussicht belohnt. Danach noch ein wenig Technik-Training, bevor die Truppe wieder heim nach Unterensingen fuhr, während Svennie und ich uns noch über den Beurener Fels (siehe Bild) den Serpentinen-Trail in die Tiefe stürzten. Um halb Neun ist absolut Schicht im Schacht. Da muss man dann schon demnächst die Lupine Wilma ausgraben.
Und eine kleine Bildergalerie habe ich auch hochgeladen!

Es war längst überfällig: Endlich klappte es mal wieder zeitlich und motivatorisch, mich bei der Unterensinger Montagsabends-MTB-Runde blicken zu lassen. Unsere „Gruppe 1″ war zwar klein, aber fein. Egge als Anführer, Schnippo, Michael und Onkel Jörgi. Wobei wir Schnippo schon bei der Auffahrt zur Burg Teck verloren wegen „Schaltungsproblemen“ (ja, nee, iss klaaar
). Somit war er dann auch auf dem Gipfel-Photo schon nicht mehr drauf. Sorry!

Es war einer dieser wunderschönen, aber brutal-heissen Sommer-Abende (30°C beim Losfahren in Beuren). Egge baute auf der Hinfahrt zur Teck ein paar kleine Extra-Rampen ein, so dass die Beine bei der langen, fiesen Auffahrt zur Burg schon ordentlich vorgeglüht waren. Der Schweiss lief in Strömen die Stirn hinunter in die Augen. Urgghhh! Der Rest war dann ein einziger Spass: Runter über den Gelben Felsen zum Sattelbogen. Von dort wieder hoch auf die Albhochfläche zur Ruine Rauber, runter ins Lenninger Tal und über Brucken heim. Drei Stunden inklusive wunderschönem Sonnenuntergang! Mein Gott haben wir es schön hier!


Durch Laufen zur effektiveren Selbstführung und Führungskompetenz Pilotworkshop am 19.9.2009 in Darmstadt
run2perform heißt die neue Web-Präsenz zu unserem Herzensthema Ausdauersport und (Selbst-)Führung.
Wir, Günther Thoma und ich, sind auf der einen Seite passionierte Läufer bzw. Ausdauersportler und auf der anderen Seite professionelle Trainer, Berater und Coaches für Führungskräfte der Wirtschaft. Was liegt also näher, als die zwei Themen, die uns (und offenbar viele, viele andere Führungskräfte) so inspirieren, in einer Workshop-Reihe zu vereinen. Mit run2perform erfüllen wir uns diesen Traum.
Was Management mit (Ausdauer-)Sport zu tun hat? Jede Menge!
Das Thema ist alles andere als neu und mannigfaltig in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen: Lauftraining verbessert grundlegende mentale und physische Fähigkeiten, die für eine effektive Selbstführung und für die Managementpraxis von großer Bedeutung sind. Einige davon sind Zielfokusierung, Stressmanagement, Belastbarkeit, Vorstellungsvermögen, Kreativität, Selbstwahrnehmung, Intuition und Biss. Ein Faktum, welches auch beim renomierten Frankfurt Marathon am 25. Oktober 2009 aufgegriffen wird. Dort können sich Führungskräfte, seien es Unternehmer, Selbstständige oder Manager aus Unternehmen und Organisationen für eine Zusatzwertung “Marathon Manager 2009″ registrieren.
Wenn Sie also Führungskraft sind, schauen Sie auf unserer run2perform-Website vorbei und registrieren Sie sich zu unserem Pilot-Workshop am 19. September 2009 in Darmstadt!
Wer sollte teilnehmen?
- Alle, die sich Tag für Tag in Führungspositionen wiederfinden.
- Alle, die schon (mehr oder weniger regelmäßig) laufen, aber ab und zu eine inspirierende Gruppe Gleichgesinnter schätzen.
- Alle, die sich seit längerem mit dem Gedanken herum schlagen, das Laufen anzufangen, es jedoch „etwas an der Umsetzung hapert“.
- Alle, die tief innen spüren, dass sie nur so gut in ihrem Führungsjob sein können, wie sie sich selbst führen können.
- Alle, die ohenhin schon in unserem Netzwerk integriert sind und sich (ohnehin) freuen, „mal wieder irgendwas mit Günther und Jörg zu machen“.
- Alle, die schon auf einem ordentlichen Weg sind, aber gern noch ein paar Tipps von einem mehrfachen IRONMAN-Finisher und Deutschen Meister brauchen.
- Alle, die im Prinzip wissen, wie hilfreich und gut in vierlei Hinsicht das Laufen ist, aber ihren Hintern nicht hochkriegen und jemanden brauchen, der ihnen da etwas behilflich ist.
- Alle, die sich aus dem Umfeld „Sportler“ und „Führer“ ein Netzwerk aufbauen möchte, das sie inspiriert und ihnen hilft.
Anmeldung mit weiteren Informationen bei js@joergschneidertraining.de oder info@step-pro.de !
Je mehr Triathleten ich kennen lerne, um so erstaunter bin ich, wie viele davon sich professionell coachen lassen (oder zumindest Pläne schreiben lassen). Deshalb möchte ich hiermit gerne eine (natürlich nicht repäsentative) Umfrage starten. Lasst Ihr Euch Coachen? Ja oder Nein? Und wenn ja, auf welche Art.
Interessant ist nebenbei auch, dass mir nun schon von verschiedenen Seiten angeboten wurde, hier über solche Anbieter zu schreiben. Aber es gibt ja so etwas wie Blogger-Ethos und mein ganz persönliches Wertegerüst. Ich schreibe hier nur über etwas, was ich auch selbst erfahren/ausprobiert/getestet und für gut befunden habe.
Schreibt mir auch gern als Kommentar oder Email direkt an mich, wie Ihr Eure Coaches/Anbieter gesucht und gefunden habt. Vielen Dank schonmal!

Die „Helden“ verlassen die Bühne des samstäglichen Wechseltrainings – nach einem lockeren barfüßigen Auslaufen
Monatelang vor dem eigentlichen Datum hörte ich schon vom berühmt-berüchtigten Trainingslager der TSG Reutlingen im hübschen Oberkirch am Fuße des Nordschwarzwalds. Ich bin mir nicht sicher, ob es nur meiner Einbildung entspringt, dass die Stimmen meist zu einem Flüstern abklangen, als wolle man keine Insider-Geheimnisse etwaige anwesenden Nicht-Eingeweihten verraten.
Wie dem auch sei: Es kam der 1. Mai und alle trafen sich im schönen Hotel Renchtalblick im Rheintal nahe Offenburg. Rasch wurden die Zimmer bezogen und sofort ging es zu einer Laufeinheit. Während die „Harten“ sich ein paar Tausender auf der Bahn gaben, machten einige „Fußkranke“ wie ich einen lockeren Dauerlauf daraus. Aber schon bei ein paar Lauf-ABC-Übungen stach es schon wieder in meine rechte Wade. Sch . . .
Am Nachmittag gönnten wir uns dann noch exakte 3 Stunden lockeres Einrollen im Rheintal. Leider kam hier Markus Löw zu Sturz, konnte aber im Krankenhaus Oberkirch so perfekt zusammen geflickt werden, dass er das weitere Training – ganz harter Beißer – mitmachen konnte. Danach gab’s Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen. Abends wurde dann netterweise das lokale Freibad extra für uns geöffnet – vor dem offiziellen Saisonstart 2009. Das waren traumhafte Bedingungen: 26°C warm und alles für uns! Sensationell! Und Uwe zauberte ein super-spannendes und an wettkampfnähe kaum zu überbietendes Schwimmtraining aus dem Zylinder (OK, die Wendebojen müssen wir in Zukunft noch einziehen). In zwei Wellen wurde der Start und der Wasserausstieg geübt und das gesamte Becken ausgenutzt. Abendessen. Schlafen.
Samstag, 02. Mai: Morgens ging es gleich nach einem lockeren Einrollen mit wettkampfnahen Simulationen weiter. Wechseltraining stand auf dem Programm. 4 x Run + 3 x Bike dazwischen, um die Wechsel zu üben. Leider knallte es beim zweiten Lauf richtig in meine Wade und ich konnte von da an nur noch mit viel Schmerzen über die Runden humpeln. Glücklicherweise reichte das, um die Hauptgruppe zu halten.
Mittags schenkten wir uns eine 2 h-Radausfahrt mit 1000 Höhenmetern (fast am Stück). Da bekam man schon einen kleinen Vorgschmack auf die berüchtigte Abschlussrunde, welche am Sonntag folgen sollte. Abends fuhren wir dann noch zu einem schönen, kleinen Baggersee und probierten das erste Freiwasserschwimmen im Neo aus. Das klappte einwandfrei und machte jede Menge Spaß. Abendessen. Schlafen.
Sonntag, 03. Mai: Wir begannen den Tag mit einem Schwimmtraining im Freibad. Wieder allein. Wieder perfekte Bedingungen. Anschließend Frühstück und dann kam sie auch schon: Die „große Schleife“ durch den angrenzenden Schwarzwald. Wobei die reinen Zahlen täuschen. 4:38 h und 121 Kilometer hauen einen erstmal nicht vom Hocker. Die Herausforderung kommt in Gestalt des permanenten Ausscheidungsrennens an jedem Berg. Und bei 2.185 Höhenmetern gab es davon ein paar . . .
Wie immer bei solchen Sachen, ist es weise, sich anfangs lieber etwas zurück zu halten und nicht später vom Rad zu fallen.
Fazit: Ein wunderschönes Mini-Trainingslager mit wirklich beeindruckendem Potenzial an hervorragenden Athleten. Leider meldete sich wieder meine Wade, so dass ich mal vorsichtig den Liga-Start nächstes Wochenende in Waiblingen anvisiere, um dann flexibel zu entscheiden, was ich mit dem Rest der Saison mache. Das Hotel Renchtalblick bot eine wunderbar ruhige, entspannte Atmosphäre mit sehr leckerem Essen. Dank der Damen der Familie Klumpp gab es super Kuchen – immer gern gesehen unter Triathleten. Aufgrund des gesunden Wettbewerbs konnten im Training ein paar hochintensive Spitzen gesetzt werden. Alles in allem eine sehr runde Sache.
Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren, Kuchenbäcker, den Wirt und das Team des Hotels Renchtalblick und natürlich vor allem den Team-Kollegen, die mich ordentlich in den Hintern getreten haben. Eine auch menschlich zutiefst beeindruckende Truppe!

Am letzten Abend ziehen dunkle Wolken auf und geben der Abendstimmung ein besonderes Licht: Das Säntis-Massiv hinter den bewaldeten Hügeln des Bodanrücks
Tja, was soll ich zu meiner Entschuldigung sagen?
Ich hatte einfach keine Lust auf Triathlon, Duathlon oder Wettkampfstress aller Art. Statt dessen wollte ich mal wieder in meine Heimat, weil die ein besonderes Fleckchen Erde ist. Nicht nur für mich. Ich schaue mir nur das Bild oben an und mir fallen dann einfach keine passenden Worte mehr ein.
Ich besuchte also lieber meine Schwester in Konstanz und kurbelte eine wunderschöne Runde mit Dani Sproll durch Oberschwaben, das angrenzende Allgäu und zum Abschluss am See entlang. Ansonsten Gassi gehen mit Milka (genau: der zartesten Versuchung, hier in Gestalt des Hundes meiner Schwester), massenweise leckeren Kuchen essen, abends viel zu lange ausgehen, zu wenig Schlaf und dafür jede Menge „abhängen“.
Die Duathlon DM in Backnang fand derweil ohne mich statt. Matthias Zöll, mit dem ich noch vor wenigen Wochen in Mallorca zu Abend gegessen habe (und der mir – ich muss es zugeben – bis dahin nichts sagte), durfte seinen ersten DM-Titel feiern. Gratulation! Anne Haug gewann derweil bei den Damen in Abwesenheit von Kathrin.


Heute war „ridin’ with celebrities“ angesagt. Mit Kathrin Paetzold und Rolf, Mister Oberschenkel, Schwarz ging’s auf eine schöne lange GA1-Runde mit einem Abstecher hoch auf die Alb und insgesamt 1580 Höhenmeter in 5 Stunden glatt. Rolf und Kathrin hatten da sicher deutlich mehr auf der Uhr, denn sie kamen ja von Sifi bzw. Schönaich. Perfektes Wetter, ein ausgedehnter Tankstopp (s.o.) und jede Menge Flüssigkeit verloren. Selbst mein Ergomo zeigte 25°C an – net schlecht für April.
Pro-Mädels aufgepasst: Die Chance ist relativ groß, dass die Dame unten demnächst mal an Euch vorbeigerauscht kommt. Der Druck ist jetzt schon beachtlich!
Nachdem ich ja verletzungstechnisch echt viel Glück hatte von Beginn an (1985), zwickt’s ja jetzt ständig irgendwo. Gestern Abend fragte mich Martin beim Schwimmtraining nach ein paar Tipps. Gleiches Thema! Die Antwort von „hinter den Umziehschränken“: „Tja, Du wirst halt alt!“ Genaus DAS will man an dieser Stelle nicht hören.
Wie auch immer. Es ist jedenfalls schön, einen Partner wie Marcus Kinkelin und Andreas Söll vom Körperwerk an der Seite zu haben, die man schnell mal anrufen kann und die geschwind ein paar Minuten Zeit haben, um das Zwicken abzustellen. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals, Ihr Beiden!
Außerdem bin ich froh, dass mich Susanne Buckenlei vom Professional Endurance Team, eine der absoluten Expertinnen zum Thema sportwissenschaftliche Untersuchungen, Trainingssteuerung, und -pläne in Zukunft unterstützen wird. Mein Radfahren ist ja noch immer nicht da, wo es sein sollte. Und Susa schreibt mittlerweile die Pläne für so Weltklasse-Profis wie Thomas Hellriegel, Luke Dragstra und Sonja Tajsich (die ja gerade Platz 2 beim IM Südafrika raushaute). Da fühle ich mich auf jeden Fall gut aufgehoben. Abgesehen davon ist sie selbst eine super Athletin (Platz 4 in 2007 und Platz 3 in 2008 beim IRONMAN UK!). Mal schauen, ob sie mir da ein wenig „Beine machen“ kann . . .

Cala Rajada beim Abflug
Auch wenn das Wetter diesmal alles andere als optimal war, habe ich doch eine recht effektive Trainingswoche hinter mir. Selbst die eingefleischten Malle-Jünger, die die letzten 20 Jahre abschätzen können, konnten sich nicht an eine völlig durchregnete Woche auf dieser Insel erinnern. Interessant war jedoch insbesondere die Reaktion von ca. 99 Prozent der Menschen um mich herum. „Oje, wie schlimm!“, „Wären wir doch nur zuhause geblieben!“, „Da kann man ja gar nicht richtig trainieren!“, usw.
Zum Thema „innere Einstellung“ werde ich hierzu in Kürze auf meinem professionellen Blog etwas schreiben. Aber das sind natürlich tendenziell auch die Leute, die im Wettkampf aufgeben, weil irgend etwas nicht ganz optimal läuft. Oder gar nicht erst antreten, weil’s ja regnet . . . tsetsetse.
Peter aus Cadolzburg gesellte sich zu mir und wir fuhren ein paar nette Touren miteinander. Unsere letzte gemeinsame Ausfahrt am Donnerstag war allerdings die Schlimmste: Schon nach 10 Minuten bekamen wir die erste Dusche. Dann hatte er einen Platten. Nächste Dusche. Dann fing es zwischen Montuíri und Porreres RICHTIG an zu regenen (das Meiste war ja eher ein netter Sommerregen – Niesel und warm). Und schließlich steckte in meinem Hinterreifen ein kleines Stück Draht und ließ die Luft entweichen. Netterweise kam unser Engel in Form von Hürzeler-Guide Andrea mit einer Truppe vorbei und half mit einem weiteren Schlauch aus. Nochmal Danke an dieser Stelle, Andrea!
Selbstredend lachte heute Morgen beim Abflug die Sonne über Mallorca (siehe Bild oben). Ohne Worte.

Habe mich mal mit HDR auseinandergesetzt: Hier am Beispiel vom Kloster Betlem
OK, ich geb’s zu: Nochmal kurzfristig nach Malle abzuhauen war nicht die stärkste Idee. Aber ich hatte einfach die Faxen so dicke mit diesem Mistwetter und die Wettervorhersage sah so schlecht für Beuren bzw. gut für Malle aus. Aber Petrus hat dann einfach mal geschwind das reale Wetter getauscht. Schwaben mit Frühling und Alcúdia mit Regen. Naja, wir machen hier das Beste draus. Und um sich die Sache etwas „zurecht zu rationalisieren“ härtet dieses Wetter hier ungemein ab. Außerdem ist es hier ja nie richtig kalt, so dass auch ein paar Tropfen von oben echt auszuhalten sind. Das Schwimmbad von Alcúdia ist überdies ein echter Hit! Überraschend! So eine ruhige Bahn sauber abgesperrt für mich allein hätte ich zuhause auch gern mal . . .

Genau wie im Rest des Lebens, so sehe ich auch im Leistungssport die fehlende Zielorientierung. Ganz gern wird die von einigen Vertretern heruntergespielt („Ist ja alles nicht wichtig!“, „Ich mache das ja nur aus Spaß!“, etc.). Wenn’s nicht wichtig ist, warum machen wir es dann. Wenn’s NUR für den Spaß ist, warum stehen wir dann früh morgens um 04:00 Uhr auf, um unser Frühstück lustlos reinzuwürgen vor dem Wettkampf? Warum machen wir überhaupt Wettkämpfe?
Nein, nein, Jungens! Das kann mir keiner erzählen. Gerade jetzt, als ich das erste Mal seit vielen Jahren zu einem Arzt und zu Physiotherapeuten gehen durfte, erkannte ich, wie voll die Sprechzimmer und Liegen sind, mit Leuten, die das per definitionem NICHT mehr nur aus Spaß machen (sonst käme es nämlich nicht zu millionenfachen Überlastungserscheinungen!).

Nachdem ich mich AM FREITAG (!!) knapp 500 Kilometer auf deutschen Autobahnen von Bad Wildungen im Sauerland nach München durchgeschlagen hatte (inklusive Vollsperrung der A7), wurde ich einmal mehr sehr herzlich bei meinen Freunden Gisbert und Corinna in Gröbenzell aufgenommen. Das Seminar war mental praktisch verarbeitet und es konnte direkt ins Wochenende gehen.
Am Samstag war seit langem mal wieder ein Feilen an meiner Schwimmtechnik geplant. So richtig zufrieden bin ich damit nämlich immer noch nicht. So freute ich mich, mit Ute Mückel und ein paar Mitstreitern im benachbarten Dachau einen intensiven und fruchtbaren Tag im Wasser (und außerhalb) verbringen zu dürfen.
Sonntags dann klingelte der Wecker schon wieder um 06:00 Uhr und wir fuhren zu den Ösis ins schöne Sellrain, um eine Skitour zu genießen. Und das durften wir! Während es zum Start noch leicht schneite, riss es immer mehr auf und wir hatten später praktisch perfekte Bedingungen. Winterliche Kälte gepaart mit Sonnenschein und dem wahrscheinlich besten Pulverschnee, den ich seit Jahren erleben durfte. Real fluffy!
Das hat richtig Spass gemacht und wir konnten ein paar hübsche Spuren im Schnee hinterlassen! Zum Abschluss gönnten wir uns noch den obligatorischen Kaiserschmarrn im Jagdschloss Kühtai, bevor es zurück nach München und weiter in die schwäbische Heimat ging. Wieder mal jede Menge Kilometer im Auto verbracht in den letzten Tagen. Und dazu herzlich wenig trainiert. Naja, Triathlon ist nicht alles und ein wenig Abwechslung tut ohnehin ab und zu gut.
Der Wetterausblick gepaart mit dem ausgefallenen Seminar diese Woche verleitet mich fast schon wieder nach Malle zu schielen. Während es in Palma ganz verlockend schön zu werden verspricht . . .

. . . sieht das in der Heimat einmal mehr eher bedrückend aus:


Stimmungsvolles Licht an der Playa de Palma
Wieder liegt ein kurzes Trainingslager hinter mir. Mallorca war wieder einmal eine Reise wert. Vor allem, wenn man die Wetterbedingungen hier zuhause in Betracht zieht. Sicher waren es keine 20°C+ Temperaturen wie auf den Kanaren (wie ich hörte), aber völlig ausreichende Trainingsbedingungen. Wir waren stets in der Lage, unsere Einheiten sauber durchzuziehen. Nur am Dienstag bekamen wir drei Tropfen ab, was die Abfahrten vom Randa zu einer schmierig-glatten Rutschpartie werden ließ.

Wir – das heißt mein Roommate Dominik Kraut aus Esslingen und ich – waren sehr, sehr glücklich, als wir endlich am Sonntag in den Flieger steigen und diesem Granaten-Sauwetter in Deutschland entfliehen durften. Hier in Malle ist wieder mal alles „im grünen Bereich“ (sonnig, leicht windig, 13-16°C). Nicht super, aber OK. Heute ist Ruhetag und wir sind nur locker gerollt. Zum ersten Mal habe ich diese Woche nicht als reines Rad-Trainingslager geplant, sondern auch Laufeinheiten eingestreut. Und zum ersten Mal habe ich nicht nur die „Mittelwert-Grau-Ausfahrten“ (oder gar ganz gezielte GA1-Ausfahrten) geplant, sondern bereits jetzt schon erste, gezielte Intensitäten bzw. Kraftausdauer integriert. Da fühlen sich die Beine gleich ganz anders an. Und das ist es auch, was mein Body braucht. Gestern war es einmal mehr ganz typisch: Auf der einen Seite kriege ich den Puls nicht hoch (ergo: das Herz-Kreislauf-System ist NICHT der limitierende Faktor), auf der anderen Seite heulen die Muskeln auf. Und wenn ich mich an die 2008er-Saison zurückerinnere, war der Limiter auch stets das muskuläre System, nicht die Pumpe. Daran werde ich diesen Frühling gezielt arbeiten müssen. Mal sehen, was die enorme Umstellung meines Trainingspensums (krankheitsbedingt) bewirkt. Einerseits 200 statt 900 Kilometer (Laufen), andererseits 2.000 statt 200 Kilometer (Biken). Let’s wait and see . . .
Nachtrag 03.03.2009:
Den obigen Satz möchte ich nun doch richtigstellen. Manchmal schreibe ich Dinge, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben. Ich weiß, dass hört sich jetzt nach Politiker oder Banker an, aber selbst mir kleinem Licht passiert das manchmal.
Also: Richtig ist, dass ich in den ersten 16 Trainingswochen 700 km mehr geradelt bin als 2008 – dafür aber 18 km weniger geschwommen und 430 km weniger gelaufen.

Dank einer guten Empfehlung (Danke an Martin Valecka an dieser Stelle!) stiess ich auf Körperwerk und die netten Jungs und Mädels dieser innovativen und in vierlei Hinsicht spannenden Praxis für Physiotherapie in Kirchheim/Teck. Und dank der wunderbar unterschiedlich operierenden Therapeuten Marcus Kinkelin und Andreas Söll habe ich die beiden Themen (Achillessehnen-Problematik und Bänderriss) recht flott recht gut in den Griff bekommen.
Andreas hat auch zwei interessante Videos von mir gemacht, in denen ein klassisches Problem bei vielen Leistungssportlern (aus meiner Sicht) sichtbar wird: Das Abkippen der Hüfte.

Einmal zur Seite: Damit habe ich schon lange kein Problem mehr – hatte aber mal eines. Gerade kam das neue Triathlon Magazin rein mit der jährlichen Beilage des BWTV. Da könnt Ihr Euch mal ansehen, was ich meine – mindestens die Hälfte der dort abgebildeten Jugendlichen und Junioren kippt übel zur Seite ab. Keine Hüftstabilisation!! Trainer, schaut mal darauf!

Auf der anderen Seite nach vorn: Damit habe ich ein Problem und ich spüre es stärker, je älter ich werde und je mehr ich entweder stehend (Seminare halten) oder im Bürostuhl sitzend arbeite. Hierzu sind die beiden Übungen, die in den Videos gezeigt werden, hilfreich.
Gerade im letzten Video sieht man schön, wie ich versuche (und vielleicht auch der eine oder andere da draussen??!), mit schierer Muskelkraft korrigierend einzugreifen. Ohne sichtlichen Erfolg. Deshalb liegt in beiden Fällen (leider nicht gut sichtbar) ein Luftkissen unter meinem Bauch bzw. Rücken. Das zugehörige Manometer zeigt mir bei jeder kleinsten Bewegung exakt an, wie viel Druck ich auf’s Kissen bringe.

Ich bin ja von Natur aus eher ein Mädchen . . . was das Trainieren bei miesem Wetter angeht. Wenn’s draussen saukalt oder nass oder – im schlimmsten Falle – beides ist, dann verkrümel’ ich mich doch lieber hier in meinem warmen Dachstüberl und trinke ‘ne Tasse erstklassigen Darjeeling, First Flush.
Menno! Jetzt habe ich aber schon echt gehofft, dass endlich mal der Frühling kommt. Aber wenigstens kein Schnee mehr. Naja, machen wir das Beste draus: Hoch auf die Alb! Die Loipen sollen gespurt sein (laut Westerheimer Schneebericht) und es schneit ohne Ende. Der obige aktuelle Blick aus dem Fenster bestätigt, dass die Sicht wahrscheinlich eher bescheiden ist. Aber was will man tun. Kein Schwimmtraining. Laufen will ich nicht wirklich rutschen/rumeiern auf Schnee und Eis. Dann will ich mal sehen, ob das in den guten Salomon-Skating-Stiefeln gut getaped geht . . .

