X-adventure Weltcup Schweden – Eintrag vom 08.06.2005

Für das Team Montrail Leppin stand beim im norschwedischen Riksgränsen vor allem das Lernen und Wachsen im Vordergrund. Und so kann, wenn auch die Platzierung deutlich unter den Möglichkeiten lag, von einem insgesamt positiven Rennen die Rede sein. Vom Start weg lief es suboptimal für das Team, das sich nach einem Stockbruch sofort in der ersten Abfahrt durch eine über sechs Stunden dauernde erste Ski-Etappe quälen durfte. Ansonsten konnten wir in den Disziplinen Mountain-Biking und Inline-Skating in die Top Ten vordringen. Die versammelte Weltelite erwies sich in allen Disziplinen als die erwartet starken Gegner.

Als wahres Abenteuer stellte sich die zweite Station des Adventure Racing-Weltcups im schwedischen Riksgränsen heraus. 36 Teams aus 15 Nationen waren am Start um wertvolle Punkte zur Qualifikation zur Weltmeisterschaft der Abenteuer-Sportler zu erkämpfen. Darunter auch das Team Montrail Leppin aus Deutschland, das sich mit sieben Mitbewerbern auf die begehrten Weltcup-Punkte in Gruppe 3 messen wollte.Am Ende stand das Rennen eher unter der Bezeichnung „Pleiten, Pech und Pannen“ und es reichte nur zu einem sechsten Platz unter den acht Teams in unserer WM-Qualifikationsgruppe.

„Drei Kanu- und ebenso viele Ski-Etappen passten so gar nicht zu unserem Stärken-Profil“, fasst Jörg Schneider zusammen. Der Start efolgte unerwartet früh um 04:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein deutlich nördlich des Polarkreises in Schwedisch-Lappland. Nach Emmanuels Stockbruch in der ersten Abfahrt des Tages kämpften wir uns von ganz hinten noch auf einen 25. Platz auf der insgesamt 52 km langen Ski-Etappe vor, bevor wir mit der neuntbesten Radzeit noch ein paar Plätze gut machen konnten. In der ersten Kanu-Etappe des Tages über 11 km verloren wir wieder Plätze auf die Top-Teams. Die verkürzte Berg-Etappe mit spektakulärem Abseilen von einer Klippe machte riesigen Spaß, auch wenn es oben auf dem Berg eiskalt und sehr stürmisch war. Auf der anschließenden zweiten Kanu-Etappe probierten wir unser geliehenes Segel aus, das bei dem böigen Wind jedoch nicht recht helfen wollte. Am anderen Ufer das 11 Kilometer langen Sees angekommen wurde ein schneller Wechsel auf die Inline Skates vollzogen, mit denen das Team Montrail Leppin endlich wieder brillieren konnte und den neuntbesten Split hinlegte.
Danach hieß es zu essen, zu trinken und die Ausrüstung für den nächsten Morgen vorzubereiten. Schließlich ging es nach einer kurzen Nachtruhe um 05:00 Uhr zum Start auf die verhängnisvolle erste Ski-Etappe des zweiten Wettkampftages. Hier unterlief uns ein krasser Navigationsfehler, der uns allein vom letzten Checkpoint ins Etappenziel 1:30 Stunde auf das Siegerteam kostete und damit alle Hoffnungen auf eine bessere Platzierung zunichte machte. Nach dem Reglement darf ein Team nach der sogenannten „Last Departure Time“ nicht mehr auf die nächste Etappe und erhält automatisch die Zeit des langsamsten Teams zuzüglich einer Stunde. Wir konnten also nur noch zum nächsten Wechselpunkt („Assistance Point“) mit unserem Team-Bus fahren, um die letzten zwei zusammenhängenden Etappen in Angriff zu nehmen. Zuerst 5 Kilometer Kanu, dann 14 Kilometer Laufen mit Seilaktivitäten. Hier konnte sich das Team wieder etwas nach vorne schieben, um letztlich mit einem sicherlich achtbaren aber vor allem ausbaubaren 28. Gesamtplatz diesen Weltcup zu beenden.
Die Hauptlernpunkte sind insbesondere Training der Kanu-Disziplin, um vor allem auf Flachwasser nicht zu viel Zeit auf die Besten zu verlieren und technische Optimierungen der Ausrüstung, die uns besonders bei den Ski-Etappen viel Zeit und Energie gekostet hat. Mit Umsetzen dieser Lernpunkte wird ganz sicher ein deutlich besseres Ergebnis in Andorra bei unserem zweiten Qualifikationsrennen zu erwarten sein.

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