Die ermutigende Gruppe

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Gerade nach dem Dirty Race am Wochenende musste ich mal wieder nachdenken über den Sinn und Zweck von Teams und dem Training in Gruppen.

Es fiel mir auf, wie sowohl Sebastian Kienle, als auch Felix Schumann (Platz 1 und 2) ihre High-Performance-Wohngemeinschaften und Trainingsgruppen erwähnten. Und auch der Norweger Gjermund Nordskar, der mit Kienle in einer Studi-WG in Karlsruhe wohnt, erwähnte die positiven Auswirkungen auf seine Leistungsfähigkeit bei der Siegerehrung. Er erreichte nebenbei in der Vorwoche bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Wintertriathlon den 8. Platz.


Sehr wahrscheinlich wäre ich am Tag nach dem Rennen auch nicht unbedingt 4 Stunden Rad gefahren, wenn nicht Bernd gefragt hätte, ob ich mitfahre (ob er das wohl nochmal macht, nach dem ich „Susi“ nach 2 Stunden Gegenwind (STURM!) umgedreht bin?).

Und auch beim Verrückten-Lauftreff (aka Team Sport Schweizer) sind einige Leistungen der Teilnehmer nur aufgrund des anspornenden, hohen Niveaus der Läuferschar zu erklären.

Das gleiche Bild früher beim TV Überlingen. Wir waren einfach eine super Gruppe (u.a. Baden-Württembergischer Mannschaftsmeister) . Einige Male wäre ich sicher nicht bei strömendem Regen knapp über dem Gefrierpunkt zum Hallenbad gelaufen. Aber das Team stand geschlossen vor der Türe und holte mich ab. Die kann man da ja so begossen nicht stehen lassen, oder?

Die andere Seite der Medaille ist die immanente Gefahr des Übertrainings dadurch, dass man meint, immer und bei jeder Einheit vorn dabei sein zu müssen. Das trifft aus meiner Erfahrung eher für jüngere Athleten zu. Mit etwas mehr Reife kann man sich da auch schon mal raushalten. Hat natürlich auch v.a. etwas mit Ego zu tun.

Nachtrag 31.01.08:

Gestern Abend war wieder einmal ein hervorragendes Beispiel. Wir haben einen neuen Streckenrekord für die „Kohlberg-Runde“ hingelegt und ich denke, dass diese Nummer keiner von uns allein durchgezogen hätte. Aber dadurch, dass einmal Michi, dann Bernd und dann auch mal ich die Pace hochgezogen haben, wurde es einmal mehr ein richtig effektives Tempo-Training.

One thought on “Die ermutigende Gruppe

  1. Jörg, da muss ich dir wieder mal recht geben. Solche eine Gruppe ist Ansporn und Motivation zugleich. Ich hatte schon öfters mal Mittwochs auf dem Weg zu unserem Treffpunkt gedacht „ja heut lauf ich aber a bissele langsamer“ um dann aber kurz nach dem loslaufen feststellen zu müssen, dass wir wieder ordentlich schnell sind. Da möchte man dann halt einfach dran bleiben und sich nicht abhängen lassen. Und schon war es eine Tempoeinheit. Die meisten von uns kommen ja gerade deswegen Mittwochs zum laufen, damit es mal schnell zur Sache geht. Am Wochenende oder so kann man es dann ja mal etwas gemütlicher angehen lassen. Denn nicht jeder Trainingslauf kann und sollte Vollgas gelaufen werden. Wenn man mal nicht so gut drauf oder in Form ist kann man ja in der 3. oder 4. Gruppe mitlaufen.
    Eine schöne Laufgruppe ist einfach genial !!

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