Mallorca-Tagebuch – Mi

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Meine linke Hand nach dem kleinen „Bremsmanöver“ auf Mallorca’s Straßen

Wieder ein perfekter Tag. Eine lange, flachere GA1-Ausfahrt ist heute angesagt. Statt durch die vielen Küsten-Touri-Orte (Palmanova, Portals Nous, Cala Major) überfahre ich den Col de sa Creu (380 m.ü.M.). Auf der wilden Serpentinen-Abfahrt hinunter nach Palma dann DER Albtraum schlechthin: Geblendet von der Sonne fahre ich in eine schattige Kurve; sehe erst mal im dunklen Schatten nicht mehr viel. Bevor ich realisieren kann, dass dies die einzige Kurve weit und breit ist, in der sich die Feuchtigkeit lange hält (Stichwort: Moos an den Hängen) zieht’s mir auch schon das Rad und dem Hintern weg und es geht ab in die Horizontale.

Crash – Boom – Bang!

Glück im Unglück, dass es eine hangzugeneigte Kurve war und ich nicht den Kopf an einer dieser hässlichen Leitplanken verloren habe oder einen Abhang hinunter gesegelt bin. Erster Check: Bike OK – ich wurde ja auch schön auf dem Feuchtigkeitsfilm an den Hang gedrückt. Body: Na ja, die üblichen Prellungen und Hautabschürfungen. Alles blutet gleich ziemlich stark. Sieht aber sonst ganz sauber aus. Schade um meine Lieblingsradhose von Craft, die jetzt auch ein kleines Loch hat. Und das nach 20 Kilometern und ca. 45 Minuten. Aufgeben und zurück? Nein, ist sicher nur ein kleiner „Test von oben“. Also weiter hinunter nach Palma, durch die Bucht rüber an die Südküste. Ab Badia Gran scheint die Welt stehen geblieben. Hier war ich damals mit der Jugend-Nationalmannschaft untergebracht und die Straße nach Cabo Blanco und weiter Richtung Llucmajor/Campos hat sich in den 21 Jahren praktisch nicht verändert (was man von vielen anderen Teilen der Insel nicht behaupten kann).
Rolling hills. Beautiful.
Ein paar versprengte Hürzeler-Gruppen. Sonst Ruhe und Einsamkeit. Einfach herrlich. Über Porreres, Montuiri, Pina, Sencelles, Santa Maria geht’s auf dem „Normalweg“ zurück. 173 Kilometer mit 1320 Höhenmetern. Not bad. Hundertfünfzig davon mit einer geprellten Hüfte und Knie und wo möglich in Aero-Position, da die linke Hand nur schwierig schmerzfrei auf dem Lenker zu positionieren war. Der blutverschmierte Lenker und das Armpad sehen schon ein wenig martialisch aus . . . schon gut, dass morgen mein freier Tag ist . . .😉

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