Challenge France – Preview

Nach ein paar schönen Pfingst-Tagen in Freiburg (und einer ersten Erkundung des Breisgaus und Ausläufern des Schwarzwaldes mit dem Rad) fuhr ich auf dem Rückweg in die Heimat noch geschwind einen Schlenker nach Frooonkraaisch, genauer: Nach Niederbronn-les-Bains. So, wie die Streckenpläne auf der Website der Challenge France aussahen, dachte ich mir, dass es eine gute Idee wäre, mir diese mal in Ruhe anzusehen.

Ich sollte Recht behalten.

Zuerst mal: Die Gegend ist ein Traum! Wahrlich wunderschöne, grüne Hügel. Atemberaubend ruhig. Einmal fuhr ich mit dem Rad schon ganz links und musste mich daran erinnern, dass ich mich noch nicht im Wettkampf mit abgesperrter Strecke befinde. Die letzte halbe Stunde hatte ich einfach kein Auto gesehen. Das bin ich LEIDER aus Deutschland gar nicht mehr gewohnt.

Das Schwimmen wird sicher eine Herausforderung. Der See ist einfach SOOOO schmal (siehe Bild oben), dass ich mir die deutliche Trennung kaum vorstellen kann (Wendepunktstrecke). Dann geht’s gleich den Berg hoch und auch wieder ebenso steil runter. Ich hoffe nur, dass es am Wettkampftag trocken ist. Sonst gibt’s Tote.

Von da an ist alles ein einziges genüssliches Auf und Ab. Wunderschöne rollende Hügel. Nie richtig steil (23er reicht). Ein 11er sollte man aber auch an Bord haben, um die langen, stetig fallenden Täler ordentlich runterballern zu können. Ich habe für die komplette Strecke schon über 2 Stunden gebraucht. Mit der erwarteten Ankunftszeit des Siegers nach 4 Stunden wird das aus meiner Sicht nichts. Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Denn auch die Laufstrecke ist der Hammer: 150 Höhenmeter gleich auf die ersten 5 km verteilt (das Ganze zwei Mal!). Wie beim radeln immer wieder wunderschöne Ausblicke. Ganz zum Schluss – bevor es steil (Oberschenkel-Killer!!!) ins Städtchen runtergeht liegt rechterhand ein deutscher Soldatenfriedhof. Leider werden die Wettkämpfer keine Muße haben, wenigstens für ein paar Minuten einzutreten. Die Energie ist gewaltig. 1 5 4 1 3 gefallene deutsche Soldaten nur dieser Front. Ein einfaches Steinkreuz neben dem Anderen. Beeindruckend. Auch die Radstrecke führt direkt an vereinzelten Bunkern der ehemaligen Maginot-Linie vorbei. Geschichte zum Anfassen.

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