Organisation

Gestern kam die Email mit Zusatzinformationen zum Ablauf des IRONMAN European Championship. 15 Seiten geballte Information. Dabei ist IMHO nichts, was man hätte weglassen können. Also schön nach der alten Regel: Nicht mehr, als unbedingt nötig – aber auch nicht weniger. Das Ganze 45 Tage vor Wettkampfbeginn. Perfekt!

Zum Vergleich: Bei der Challenge France am kommenden Sonntag gab’s erstmal gar keine Email. Musst Du selber gucken. OK, das geht ja noch – Prinzip Selbstverantwortung. Dann gab’s die Info nur auf der Website – nicht als pdf. Auch OK. Dann nur 2 (in Worten: ZWEI) Seiten. Und da ist dann aus meiner Sicht eben längst nicht alles abgedeckt. Selbst für mich (und ich gehöre von Haus aus nicht zu den Nervösen) bleiben jede Menge Fragen offen.

Aber das Schärfste: Die Startgruppeneinteilung! Ich habe ja in einem vorigen Post über den engen Tümpel geschrieben (das gibt das reinste Chaos – jede Wette!). Ergo starten wir in Startgruppen – vier an der Zahl. Und die Einteilung? Genau:

Die 1. Gruppe sind die Pros (m/w) – soweit OK. Zusätzlich ALLE Frauen und Behinderte. Ahem, Räusper, ich sag‘ mal lieber nix.

Die 2. Gruppe sind alle FRANZÖSISCHEN Männer – wer hat sich denn DAS ausgedacht? Oh Mann, ich brech‘ ab!

Die 3. Gruppe sind alle AUSLÄNDISCHEN Männer.

Und die 4. Gruppe sind FRANZÖSISCHE SENIOREN und Staffeln.

SUPER IDEE!!! Es betrübt mich immer wieder, wenn sich Menschen viel Mühe geben, um solch einen organisatorischen Kraftakt hinzulegen. Um eine großartige Veranstaltung mit riesigem logistischen und personellen Aufwand auf die Beine zu stellen. Um dann kläglich an solch vermeindlich einfachen Hürden wie der Startgruppeneinteilung zu scheitern. Klar wird man es in diesem Thema nicht allen recht machen können. Aber da sind in den Startgruppen 2, 3 und 4 wahrscheinlich jede Menge richtig guter Athleten, die jetzt in einem Moorsee mit stellenweise der Breite eines 50 Meter-Freibades (wohlgemerkt geteilt durch zwei – HIN UND ZURÜCK!) 800 Langsamschwimmer überholen dürfen. WHAT THE FUCK WERE YOU THINKING??? (sorry about that!😉 ). Wahrscheinlich eben nicht viel. Dadurch ist jedenfalls von vornherein eine Vergleichbarkeit ausgeschlossen (der ganze Sinn eines Wett-/Vergleichskampfes).

Wie ich auch schon in meinem professionellen Blog geschrieben habe: „Cover the Downside!“ Was sind kurz-/mittel-/langfristig die schlimmsten möglichen Auswirkungen meiner Entscheidung? Was ist dagegen die Upside? Was kann ich potenziell daraus gewinnen. Wenn ich mir nur diese zwei Fragen beantworte, dürfte ein solches vorhersehbares Desaster nicht passieren. Völlig unnötig IMHO!

Naja, ich nehm’s am Sonntag mal als gutes Wettkampf-Training und mach das Beste aus suboptimalen Vorbedingungen. Und noch was Nettes zum Schluss: An den drei Tagen wird eine Webcam im Ziel von Niederbronn Bilder auf die Event-Website zaubern (wenn’s denn klappt).

Nachtrag Freitag, 14:39: Bis jetzt klappt die Webcam wenigstens bei mir nicht wie angekündigt!

Nachtrag: Arne Dyck hat gestern ebenfalls eine Vorankündigung zur Challenge France auf seinem Ezine Triathlon-Szene.de veröffentlicht (mit ganz leckeren Fotos von einer der Mitfavoritinnen, Alexandra Louison).

One thought on “Organisation

  1. Wie ich schon anderswo geschrieben habe, kann ich dir da nur zustimmen. Die Challenge France lässt leider einiges der guten Organisation der Challnge Roth vermissen.

    Felix

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