Harte Trainingswoche

Mal wieder ein einfacher Tagebucheintrag.

Nachdem ich mir ein wenig Zeit gegeben hatte, den IRONMAN Frankfurt ordentlich zu verdauen, und dann meinen kleinen Ausflug in die Xterra-Welt mit dem Deutschen Meistertitel der Masters krönte, fing ich diese Woche mit einer ordentlichen Vorbereitung auf Kona an. Sechs Wochen, von denen ich deren drei nochmal richtig hart durchziehen und dann die letzten drei ein solides Tapering anschließen will. Mal schauen . . .

Auf jeden Fall bin ich super happy mit meiner ersten „ernsthaften“ Trainingswoche seit langem:

OK, nur lausige 4 km im Wasser und demnächst schließst auch schon das Freibad. :-(  Das war zuhause am Bodensee schön: Offenes Gewässer meist gut schwimmbar bis Anfang Oktober. Naja, da muss ich mich wohl schon jetzt mit einer Zeit deutlich über der Stunde anfreunden. Dafür war ich aber für mich sehr ordentliche 9½ Stunden auf dem Bock (274 km) und zusätzlich 5½ Stunden per pedes unterwegs (72 km). Was mich aber besonders freut, ist, dass ich trotz wirklich guter Qualität keine Defekte zu beklagen habe. Allerdings konnte ich heute beim LSD-Lauf mit Michi die Alb hoch nicht mithalten. Und die Beine freuten sich sehr über den Nachmittag drüben in der Therme.

In der Grafik oben sieht man übrigens meine Kilomterleistungen seit Anfang des Jahres. Ich weiß natürlich nicht, was wahr ist an den Angaben der IRONMAN-Kollegen, aber ich befürchte, dass es in der 9 Stunden-Klasse wahrscheinlich eher nicht so viele gibt, die so wenig Aufwand betreiben. Was sie aber daneben zeigt, ist, dass ich in Zukunft außer reinem Umfang (den ich nebenbei sicher auch nur in Maßen erhöhen kann, um meinen Körper nicht zu überfordern) EIN Gundprinzip deutlich stärker umsetzen kann und muss: Kontinuität!

5 thoughts on “Harte Trainingswoche

  1. Hej!

    Mich überrascht deine recht geringe Anzahl an Laufkilometer. Bei deiner Klasse hätte ich gedacht, dass man da einen deutlich höheren Umfang braucht, um die Leistung a) zu erreichen und b) zu konservieren. Oder kann man das mit den Radkilometern alles ausgleichen? (hab da keine Ahnung weil ich nur Läufer bin)

    beste Grüße

    Stephan

  2. Hi Stephan,

    a) Das überrascht mich selbst.
    b) Es überrascht mich ohnehin, dass ich „nebenher“ (als Triathlet) mit doch recht wenig Aufwand wieder so schnell laufen kann. Bis letztes Jahr kam ich ja auch auf kürzeren Strecken (10k) nicht unter einen 3:30er-Schnitt. Jetzt schon. Und 3:30 laufe ich immerhin bis HM durch.
    c) Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich über den Winter schon deutlich mehr gelaufen bin und mir eine recht gute Grundlage erarbeitet habe. Allerdings kam ich noch nie im Leben auf die Durchschnittkilometer der meisten Back-of-the-Pack’er. Ich habe in meinem ganzen Leben eine Woche mit über 100 Laufkilometern.
    d) Ich glaube, dass es da einen gewissen „spill over effect“ gibt. Schwer zu beziffern und sicherlich höchst individuell. Sicher v.a. im GA-Bereich. Allerdings habe ich ja auch keine wirklich beeindruckenden Radkilometer. Jeder drittklassige Radtouristik-Fahrer würde mich auslachen.
    Also in Kürze: ich kann es mir auch nicht so recht erklären. Freue mich aber, dass ich das als Effizienz-Freak so gut hinbekomme.
    Beste Grüße, Jörg

  3. Hallo Jörg,

    bin beim Surfen auf Deiner Seite gelandet und sage sehr gerne: Ganz tolle Seite!!!

    Die wenigen Laufkilometer beruhigen mich hingegen wieder, dass durch Radtraining die Laufleistung nicht ganz runter geht. Was die Umfänge angeht, kommt es wohl auf die Perspeektive an, ich finde das schon sehr sehr beindruckend.
    Was mich bei der Sache noch interessiert, ob das Mtb-Training in irgendeiner Form für den Radpart im Triathlon hinderlich ist oder eine Menge Zusatz-Power gibt?

    Viele Grüße
    Oliver

  4. Hi Oliver!

    Bzgl. Deiner Frage schlagen zwei Herzen in meiner Brust:
    a) Es gibt jede Menge Studien und die meisten „Experten“ sind sich einig, dass SPEZIFIZITÄT extrem wichtig ist. Soll heißen: Wenn Du (wie ich) demnächst wieder 180 km allein gegen den Wind auf einem Zeitfahr-Hobel unterwegs bist, dann traniere gefälligst auch so!
    b) Gleichzeitig war es gerade nach exzellenter Zielerreichung und einer insgesamt tollen Saison dieses Jahr einfach mal wieder an der Zeit, auch wieder Spass mit dem MTB zu haben. Sicher kein tolles Training, aber eben jede Menge FUN!!!🙂
    Ich denke, solange wir die Sache nicht professionell betreiben, sollte man sich die Spass-seite des Sports stets bewahren. Übrigens habe ich irgendwo weiter unten auch schonmal einen Post zu diesem Thema geschrieben. In Kürze: Bergauf und auf schwierigen Single Trails ist’s beim MTB meist viel zu intensiv und i.d.R. anaerob (kann ich gar nicht brauchen). Und bergab werden die Beine wieder zu lange „hängen gelassen“. Diese Volatilität ist das Gegenteil von dem, was man als Zeitfahrer/Triathlet braucht: Nämlich kontinuierlich möglichst konstante Watts aerob raushauen und dabei Energie sparen für den Lauf.
    Hoffe, das hilft?!
    Gruß, Jörg

  5. Jepp, obwohl ich es auch schon so befürchtet habe, dass man die Rad-KM größtenteils auf dem RR fahren muss.
    Es verhält sich bei mir vom Spaß her genauso wie Laufen auf der Straße und Laufen im Wald, was mir verdammt viel mehr Spaß bereitet.

    Gruß
    Oliver

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