Letztes WK-Wochenende

Das aus langtriathletischer Sicht extrem spannende letzte Wochenende möchte ich dann doch nochmal sezieren. Da war vor allem der IRONMAN 70.3 Monaco mit einem Mörder-Aufgebot an Jungs und Mädels, die ihr Handwerk verstehen. Und die „jungen Wilden“ haben einmal mehr zugeschlagen.

Andreas Raelert hat sie nach seinem Ausstieg aus der olympischen Distanz alle deklassiert und siegt in seinem ersten Mitteldistanzrennen auf schwierigem Kurs durch die Alpes Maritime (Rad) und dem Formel 1-Kurs (Lauf) in respektablen 4:10:10. Auch wenn – wie bei Triangle Events offenbar üblich – die Laufstrecke sicher mal wieder zu kurz war: Sie war ja für alle Athleten gleich lang. Bei allem Respekt läuft sicher auch Andreas Raelert keine 1:09 glatt auf einem so welligen Kurs am Ende einer Mitteldistanz. Dahinter der österreichische Ex-MTB-Profi Michael Weiss, der ja schon vor ein paar Wochen die gesamte Xterra-Spezialistenschar beim Xterra Austria schockte. Auf Bronze mein persönlicher Favourit Sebastian Kienle. Marcel Zamora auf Platz 4, Macca auf Platz 6, Nico Lebrun auf Platz 8, Olympiastarter Reto Hug aus der Schweiz auf Platz 9 und IM 70.3 St. Pölten-Gewinner Massimo Cigana rundet die Top Ten ab. Den Sieg in der M40 hätte ich mir durchaus zugetraut. Erst auf Platz 48 und 49 laufen die Top-Athleten hier ein (wobei man in Abwesenheit mit solchen Einschätzungen stets sehr zurückhaltend sein sollte). Insgesamt darf festgestellt werden: Ein brutal kompetitives Feld. Zwischen Platz 1 und 48 liegen nur knapp 44 Minuten. Zum Vergleich: Auf meinen zwei Mitteldistanzen dieses Jahr habe ich 25:01 (Challenge France auf Francois Chabaud/Gesamtplatz 16) bzw. 16:35 (Kraichgau auf Chris McCormack/Gesamtplatz 10) auf Platz 1 verloren und immer noch die erste Frau deutlich hinter mir gelassen (in beiden Fällen Belinda Granger).

Was uns zu den Frauen führt. Hier gewinnt sehr deutlich die schweizer Olympionikin Nicola Spirig (4:34:31) vor der Britin Cat Morrison und der Spanierin Virginia Berasategui. Kathrin (Paetzold) kommt auf einen respektablen 6. Platz (allerdings schon 4:51:04 oder fast -17′).

Beim IM UK gewinnt Favorit Stephen Bayliss wie auch seine Demnächst-Frau Bella Comerford (beide Team TBB). Vorjahressieger Scott Neyedli (Team Dresdner Kleinwort) muss sich mit über 10′ Rückstand mit Platz 2 begnügen (9:04:30 – harter Kurs!). Triathlon-Urgestein Spencer Smith verfehlt das Podium auf Platz 4. Tim Stutzer schafft es als bester Deutscher nicht mehr ganz in die Top Ten (11. in 9:42:18). Hinter Bella platzieren sich gleich zwei deutsche Triathletinnen, die sich überdies aus diversen Rennen gut kennen: Heike Funk (2. in 10:24:41) und Susa Buckenlei (3. in 10:28:42). Susa!!! Aufwachen!! Jetzt lern doch endlich mal das Schwimmen! Das könnte sich da oben echt lohnen!🙂

Dann war da noch der IM Wisonsin in Madison (kurze Video-Zusammenfassung auf der Event-Website), der souverän von Chris McDonald gewonnen wurde – nur eine Woche, nachdem er beim IM Louisville Zweiter geworden war. Markus Fachbach vom Dresdner Kleinwort Triathlon Team setzte sich solide auf Platz fünf und macht damit schonmal frühzeitig die Quali für Kona 2009 klar. Bei den Mädels gewinnt Hillary Biscay ihren ersten IM-Titel (nachdem sie schon oft auf dem Podium finishte). Knapp geschlagen die Eidgenössin Karin Gerber. Wenn man sich die Beiden auf dem Video reinzieht, schmerzt einem schon der gesamte Bewegungsapparat nur vom hinsehen. Heidi Jesberger schafft Platz vier.

Einen hab‘ ich noch: IM 70.3 Singapur: Aussie Simon Thompson gewinnt super-knapp vor dem Favoriten Terenzo Bozzone (NZL). Auch hier ein Weltklasse-Feld: Pete Jacobs (3.), Peter Robertson (4.), Cameron Watt (5.), Luke McKenzie (6.), Bryan Rhodes (7.), Tim Berkel (8.), Uwe Widmann (9. – Reschpeckt!), Peter Loverridge (10.). Bei den Frauen gewinnt Rebekah Keat vor Gina Ferguson und Alison Fitch. Meine Lieblingsaustralierin Belinda Granger verfehlt das Podium auf dem „Holz-Rang“.

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