Ice Challenge 2009

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Wow! So viel zum Thema „nomen est omen“! Ice Challenge war der Titel des neu geschaffenen Rennens (bis dato gab es nur den Ice Rider, ein reines Winter MTB-Race) und eine eisige Herausforderung erwartete uns dann auch im Nordschwarzwald. Uns, das ist das Carver Racing Team ohne Manuel. Und Nordschwarzwald heißt hier Schömberg (aber das im Kreis Calw, nicht dass für uns Triathleten bekanntere Schömberg bei Rottweil). Die Fahrt dahin war dank Navi ein richtig schöner Sonntagsausflug (JWD!!!).

Wir reisten alle frühzeitig an und gönnten uns dann noch die MTB-Runde zum Warmfahren. Das war Gold wert. Ich hätte mich nicht gern auf DIESE Strecke ohne aktuelle Streckenkenntnis begeben. Eis, Eis, Eis!!! Und ich Vollidiot hatte meine Spikes zuhause im Keller liegen lassen. Die habe ich seit Adventure Racing-Zeiten nicht benutzt. Heute hätte man sie brauchen können. Dafür hatte ich aber die Icebugs dabei. Die liefen sich recht gut. Die Strecke war in wirklich kriminellem Zustand und ich fragte mich einmal mehr, warum wir hier in Deutschland wegen jedem Pfurz einen riesen Aufruhr machen und dann sowas: Klar gab’s jede Menge Stürze. Und? Man muss halt seine Möglichkeiten einschätzen können. Sonst gibt’s die Quittung direkt auf den Fuß. Außerdem kam so das DRK und seine freundlichen Helfer mal in den Genuss, wahrlich Gutes tun zu dürfen.😉

Zum Rennen: Bei den Plankeis-Platten, die relativ rasch nach dem Start auftauchten, startete ich aus der 1. Reihe und keulte gleich mit den MTB-Cracks mit. Das klappte ganz gut bis zu dem einzigen richtig langen Berg, an dem sich eine Gruppe nach vorn absetzte. Gegen Ende der 1. Runde erwischte es auch mich (Sturz) und somit war auch die Verfolger-Gruppe weg. Damit dümpelte ich so vor mich hin durch Runde 2 (so dachte ich – die Rundenzeiten waren allerdings auf die Sekunde exakt gleich!!!). Dann ein Wechsel der eher langsamen Gattung an 5. Position in der Einzelkategorie (die Icebugs hatten keine Tankas und ich durfte mal ganz altmodisch von Hand binden). Die Staffeln (M/W/Mixed) waren gleichzeitig mit uns gestartet. So kam es dann auch, dass trotz meines recht flotten Laufs (schnellster Laufsplit der Einzelstarter) eine hübsche Blondine (sensationelles Fahrgestell!) Ende der 1. Runde an mir vorbeifegte. Keine Chance, dran zu bleiben. Eine super-schnelle Kaderläuferin (Carolin Lang), wie sich im Nachinein herausstellte. Na dann . . .🙂

Naja, wie bei mir gewohnt, schob ich mich beim Laufen noch von Platz 5 auf 3 vor. Ein Platz auf dem Stockerl! Sensationell! Ein guter Einstand in die neue 2009er-Saison. Gerade beim Laufen hatte ich mit 5 Wochen des Nicht-Trainierens natürlich so meine Bedenken. Hinterher meldeten sich die Achilles-Sehnen auch ganz deutlich.

Fazit: Ein sehr gut organisierter Wettkampf. Das gesamte Procedere klappte alles einwandfrei. Super-schnelle Siegerehrung. Alles lief wie am berühmten Schnürchen! Die Ergebnislisten gibt’s auch schon online, und zwar hier!

Und seit ewigen Zeiten hatte ich mal wieder meine Suunto t6c während des Rennens dabei. Aus der obigen Kurve ist deutlich zu erkennen, wie stark so ein kurzer Wettkampf reinhaut (EPOC von 505 – zum Vergleich habe ich in einer Woche Radfahren in 7 Einheiten gerade mal einen EPOC-Wert von 177 hingekriegt). Schön sind auch die 2 x 2 Runden am Höhenprofil erkennbar. Und schließlich war ich ohne einen Funken Training in diesem Intensitätsbereich offenbar locker in der Lage, meinen Puls sauber über 150 zu halten – mit deutlichen Anteilen über 160 (wo ja bei mir schon der tiefrote Bereich beginnt). Danilo hatte recht: Durch den späten Start durften wir im Wald in lichttechnisch recht anspruchsvollen Verhältnissen fahren (lingo für Blindflug). Teils war es dieser ständige, extreme Wechsel zwischen Licht und Schatten, teils einfach nur die brutale Reflektion der stechenden Sonne auf dem blanken Eis. Es war auch diesbezüglich eine echte Herausforderung.

Und das Team? Daniel stieg leider aus, als er hörte, wie ich ihn von hinten überrunden wollte. War’n Scheeerz!🙂 Nein, er hatte sich den Oberschenkel bei einem dummen Sturz gezerrt und merkte beim Laufen, dass es gar nicht ging. Markus schlug sich wacker und finishte in den Top Ten (10. Platz) – inklusive Plattfuß. Und Bernd Kiesel, der ja mit dem IRONMAN 70.3 China bereits im April einen seiner Wettkampf-Höhepunkte hat (nur noch 93 Tage!), merkte man an, dass er schon eine tolle Frühform hat und es wissen wollte. Ein sehr beachtlicher 7. Platz overall! Ganz großes Kino! 😉 Also mit einer Mannschaftswertung hätten wir das Ding ganz locker eingelocht, Jungs!

Um das Ganze etwas in Perspektive zu setzen: Die schnellste Herrenstaffel startete mit Benjamin Schmieg und Filmon Ghirmai von der LAV Asics Tübingen und finishte mit deutlichem Vorsprung in wahrlich erstklassigen 1:14:13 (56:06 + 18:07). Es geht also alles auch noch ein bißchen schneller!🙂

Race Stats:

Bike & Run: 22 km MTB (2 Runden) + 5,4 km Run (2 Runden)

Wetter: Sonnig, fast windstill, 3°C

Platzierungen (overall): Platz 3; Bernd 7.; Markus 10.; Daniel DNF

Zeiten (offiziell): 1:24:12 – Bike 1:03:05 (5.) – Run 21:06 (1.)

Zeiten (meine selbst gestoppten): Bike 1. Runde 31:55 / 2. Runde 31:55 – Run 1. Runde 10:28 / 2. Runde 10:34 – geradezu atemberaubend gleichmäßig – that’s the way!

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