Trainingslager 2.2009

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Stimmungsvolles Licht an der Playa de Palma

Wieder liegt ein kurzes Trainingslager hinter mir. Mallorca war wieder einmal eine Reise wert. Vor allem, wenn man die Wetterbedingungen hier zuhause in Betracht zieht. Sicher waren es keine 20°C+ Temperaturen wie auf den Kanaren (wie ich hörte), aber völlig ausreichende Trainingsbedingungen. Wir waren stets in der Lage, unsere Einheiten sauber durchzuziehen. Nur am Dienstag bekamen wir drei Tropfen ab, was die Abfahrten vom Randa zu einer schmierig-glatten Rutschpartie werden ließ.

Bernd war ja schon zwei Tage zuvor angereist und ist offenbar für seinen Saisonhöhepunkt beim IRONMAN 70.3 China im April bis in die Haarspitzen motiviert. Dominik, mit dem ich mein Zimmer im Hotel Sant Jordi teilte, hat anscheinend seinerseits Großes vor beim IRONMAN Germany in Frankfurt im Juli. Naja, und ich wollte solide an meiner Radform feilen – wenn ich schon lauftechnisch so weit hinten dran bin. Das passte ganz gut. Ich schätze, dass es das anspruchsvollste Trainingslager in meinem Leben war. So dass sich mir täglich die Frage stellte, wie die anderen das alles machen mit weniger Radkilometern und auf einem anderen Leistungsniveau. Ähnlich wie bei meinen Laufkollegen beim Team Sport Schweizer, drängte sich mir auch hier wieder der Eindruck auf, dass entweder a) die Jungs zuhause tot umfallen, oder aber b) regelmäßige 4:40 h-IRONMAN-Radsplits abliefern müssen. Wie jedoch viele, viele Athleten schon am eigenen Leib erfahren und darüber berichtet haben, ist es EINE Sache, in Malle schnell Rad zu fahren im Frühjahr und eine ganz ANDERE Sache, im Sommer einen schnellen Radsplit im Wettkampf zu fahren. Da helfen an dieser Stelle die 40 Jahre Lebenserfahrung, die mich der Saison schließlich gelassen entgegen sehen lassen.🙂

Also der Reihe nach: Sonntag locker einrollen. Montag erste GA1-Tour über Santanyí und Felanitx nach Porreres. Auf dem letzten Stück kommen zwei „ernsthafte“ Amateur-Gruppen in perfekt rollierendem belgischen Kreisel im 45 km/h-Tempo an uns vorbei. Da mussten wir uns – mit etwas Abstand – natürlich dranhängen. Eine willkommene Unterbrechung unserer GA1-Runde.😉 Das Gleiche passierte uns dann später nochmal auf dem Weg zwischen Montuíri und Randa. Insgesamt schon recht anspruchsvolle 4:45 h / 137 km.

Dienstag dann über Llucmajor nach Randa und drei K3-Intervalle hoch zum Kloster (á ca. 15′). Direkt an der Playa treffe ich Carmen, meine Liebslingskollegin im Job, die gerade ihre ersten Radkilometer diszipliniert abspult. Ihr Ziel ist, einen IRONMAN  in 3 Jahren zu finishen, wenn sie in die W50 kommt. Reschpeckt! Zum Aufwärmen hat sie schon zwei Marathons gefinisht (Hamburg und Berlin). London im April wird ihr Dritter. „Unten rum“ (vorbei am neuen Hilton 5*-Superhotel – ein ausgebautes spanisches Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert – der Spa-Bereich ist echt lecker!!) zurück zur Playa de Palma. Mittwoch hoch nach Santa María und von dort 3 x Flach-Intervalle nach Sencelles. Von dort über Algaída zurück. Donnerstag Ruhetag: Wirklich nur exakt eine Stunde super-locker gerollt.

Freitag am perfekt sonnig-warmem Tag die berühmte Westküsten-Runde. Mit Bernd und ein paar reinen Radlern hoch über den Col de Soller nach Soller. Dort sind die Radler rechts zum Puig hoch, runter nach Sa Calobra und wieder zurück (da die Straße zum Kloster Lluc immer noch gesperrt ist wegen des Erdrutsches). Bernd ist mit uns bis Valdemossa mit und dann heim, da es sein letzter Tag war und er entspannt auf den Flieger wollte. Dominik und ich sind die gesamte Westküstenstraße runter bis Antratx, dann weiter über Capdellá und Calviá über den Col de sa Creu zurück nach Palma.

Samstag dann die letzte harte Ausfahrt über Bunyola die „Orient-Runde“, ein wenig „am Hang entlang“ und über Llubi, Sineu zurück (5 h / 138 km). Am Sonntag schließlich nur noch locker 2:15 ausrollen. Das hatten wir uns verdient!

Insgesamt halte ich diese Woche für ein qualitativ wie quantitativ sehr hochstehendes Trainingslager. Ich habe dieses Mal erstmals fast immer einen Koppellauf draufgeschnallt. Einfach, um das System schon frühzeitig dran zu gewöhnen. In der Regel nichts „Schlimmes“, aber einfach nochmal die andere Bewegungsform üben. Fühlte sich recht gut an. Hotel und Essen waren OK. Die Nähe zum Flughafen und der dadurch kurze Transfer perfekt.

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