Eigene Ziele mit meiner Hilfe erreichen?

In der „richtigen“ Welt bin ich ja seit vielen Jahren Coach – in der Regel von Führungskräften der Wirtschaft. Ich helfe diesen Menschen dabei, ihre individuellen Herausforderungen zu meistern bzw. das vorhandene Potential und ihre Ressourcen zielorientierter zu nutzen.

Nun frage ich mich, ob es Menschen in meiner Leserschaft gibt, die es interessieren würde, von mir gecoacht zu werden. Das würde dann bei meinem Anspruch selbstverständlich über das reine Trainingsplan-Schreiben hinaus gehen. Denn erstens gibt es außer der rein physischen Seite noch weitere, die uns ausmachen (Wer gewinnt in Hawaii? Der physisch beste Athlet? Mitnichten!). Zweitens sind einfach gestrickte Trainingspläne eben nur DAS: Trainingspläne. Und von einem Trainingsplan ist noch keiner besser geworden. Das Training muss zuerst einmal umgesetzt werden. Dann müssen wir uns fragen, WIE es umgesetzt wurde. Und überdies spielen nicht-physische Anteile eine große Rolle: Ich sag‘ nur: „Innerer Schweinehund“, „Äußerem Druck standhalten“, etc. – ich sehe den Athleten (wie auch den Manager-Hochleister) eben nicht nur als ein Wesen aus Fleisch und Knochen. Die mentale Seite und emotionale Elemente beziehe ich natürlich mit ein.

Wenn ich mich „da draussen“ umschaue, dann trainieren die Meisten natürlich völlig planlos. Und das ist ja auch OK so. Wie im richtigen Leben halt: Kein Ziel, kein Plan, einfach so dahindümpeln . . . und sich wundern, wenn man nirgendwo richtig ankommt.

Auf der anderen Seite sehe ich aber auch tausende Athleten, die sehr planvoll vorgehen: Sich Ziele setzen, sich zu großen Hauptwettkämpfen viele Wochen (oder sogar ein ganzes Jahr – IRONMAN lässt grüßen) vorher anmelden und eben auch Trainingspläne aller Couleur benutzen.

  1. Die erste Gruppe sind diejenigen, die entweder selbst absolute Experten sind in Bezug auf Physiologie, Psychologie, Medizin, Ernährung, etc. – oder sich zumindest für solche Experten halten (im Web wimmelt es ja nur so von Experten – v.a. auf Web 2.0-Plattformen und in diversen Foren). Diese planen und exekutieren ihr Training selbständig ohne äußere Hilfe. So weit, so gut. Spätestens wenn ich mich seit drei Jahren keinen Millimeter nach vorn bewege, würde ich mir persönlich schon Gedanken machen, ob es nicht mit externer Hilfe besser gehen könnte…
  2. Meine Annahme ist, dass wohl die meisten von den Trainingsplan-Benutzern sich auf die kostenlosen Standardpläne verlassen . . . und im wahrsten Sinne des Wortes VERLASSEN sind. Die arbeiten dann einen Plan ab, der für den Durchschnittsathleten Fritze Flink geschrieben wurde und der – während er wahrscheinlich i.d.R. nicht ausgesprochen schadet – oft nicht so richtig toll weiterhilft.
  3. Die nächste angenomme Gruppe ist die, welche sich weitgehend standardisierte Pläne kommen lassen (heutzutage wohl fast ausschließlich web-basiert per pdf o.ä.). Die heißen dann wohl anders, sind aber letztlich genau wie die kostenlosen eben NICHT individuell erstellt, sondern PSEUDO-INDIVIDUALISIERT. Ich meine, dass diese dann auf jeden Fall durch die Einbindung individueller Parameter wie derzeitiges Leistungsvermögen, Ziele und Körperlimitationen Lichtjahre besser sind als unter Punkt 2, aber eben auch Lichtjahre von dem entfernt, was ein guter Coach aus seinem Schützling machen könnte. Spannend ist in diesem Zusammenhang, wie es einige Anbieter offenbar schaffen, dem Nutzer glauben zu machen, dass sie 1.700 Einzelpläne natürlich GANZ INDIVIDUELL schreiben können (wobei ich bei diesem speziellen Anbieter die Qualität überhaupt nicht in Frage stellen möchte – der hat wenigstens Ahnung von dem, was er da so schreibt und jede Menge Erfahrung – das hilft schonmal). Oder aber andere, die diese Dienstleistung für 10,- Euro pro Monat anbieten können. Ja nee – iiisss klaaar!

Ich frage mich an dieser Stelle aber, ob es unter Euch Athleten gibt, die an einem absolut individuellen First Class-Coaching Interesse haben (diejenigen, die nur auf solch ein Angebot gewartet haben, können mir ja gern eine Email schicken).😉

Update: Die Umfrage habe ich geschlossen. Sie hat mir ein gutes Stimmungsbild gegeben und – offen gesagt – ist ja nun wirklich nicht so richtig interessant, wer KEIN Interesse hat.

Ich bitte die Interessierten (bis auf jene, die sich schon gemeldet haben), mir doch bitte eine persönliche Mail zu schreiben.

3 thoughts on “Eigene Ziele mit meiner Hilfe erreichen?

  1. Da ich ja schon mit einem professionellen Coach auf der sportlichen Seite arbeite, kann ich das Gesamtangebot leider nicht annehmen. Falls Du aber auch nur den mentalen/emotionalen Teil anbieten würdest da wäre ich sehr interessiert dran, denn da liegen bei mir mind. 30-60min im Ironman.

    Grüsse aus der Schweiz

  2. @Christian: Sehr gute Frage!
    Ich bin sicher zu sehr davon ausgegangen, dass der geneigte Leser eine recht gute Einschätzung davon bekommt, wer ich bin und daraus schlussfolgert, wen ich wohl gern coachen würde.
    Antwort: Ganz klar den ambitionierten Sportler, der insgeheim ahnt, dass mehr in ihm drin ist, als was er momentan auf den Asphalt zaubert. Im Grunde all‘ jene, die ohne einen betreuenden Heimtrainer arbeiten, sich aber gern ein professionelles Feedback von Außen holen wollen. Ich kann im Grunde alles abdecken, was nicht gerade das Feilen an der Schwimmtechnik im Fokus hat. Aber da kann ich jemanden sehr Kompetenten empfehlen.😉

    @Marco: Ich habe Dich ja nun schon „leibhaftig“ kennen gelernt und ich kann mir vorstellen, dass Du mit Deiner Einschätzung sehr richtig liegst. Ja, das können wir auf jeden Fall machen. Zumal ich ja weiß, dass ein sehr kompetenter Coach (s.o.) die andere Seite gut abdeckt.

    Sportliche Grüße, Jörg

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