Neues zum Thema Fettstoffwechsel

Endlich gibt es mal wieder etwas Neues zu berichten von der Ernährungsfront!

Wie in einem Artikel im „triathlon training“ Nr. 13 zu lesen, hat die bekannte School of Sport and Exercise Sciences an der University of Birmingham, Großbritannien eine drei Jahre alte Studie einer dänischen Forschungsgruppe bestätigt. Hiernach macht es sehr wohl einen Unterschied, wann und wieviel Kohlenhydrate ich vor dem Training zu mir nehme.

Die Studie wurde mit Leistungssportlern durchgeführt, die über drei Wochen das gleiche Trainingsprogramm durchliefen. Während die Kontrollgruppe eine „High-Carb-Diät“ zu sich nahm, musste die andere Gruppe nach einer „Low-Carb“-Diät mit leeren Glykogenspeichern zum Härte­test antreten.

Die Ergebnisse:

  • Wenig überraschend war, dass die High-Carb-Gruppe in den hochintensiven Intervalle höhere Wattzahlen zustande brachte.
  • Als beide Gruppen in der Abschlussuntersuchung mit vollen Glykogenspeichern erneut gegeneinander antraten, konnten die „Fettverbrenner“ im simulierten Zeitfahren über 40 Kilometer nicht nur mithalten. Ihre Durchschnittsleistung war mit 29 Watt sogar geringfügig stärker angestiegen als jene der Kohlenhydrat-Gruppe (27 Watt).
  • Während sich bei Ausdauerbelastungen die Oxidation freier Fettsäuren, die sogenannte Fettverbrennung, bei der „High-Carb“-Gruppe mit 7,6 Prozent kaum verbessert hatte, war sie bei der „Low-Carb“-Konkurrenz um 27,5 Prozent gestiegen.
  • Der Transport von Fettsäuren an die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, funktionierte dort zudem schneller, veschiedene die Fettverbrennung steuernde Enzyme zeigten eine deutlich gesteigerte Aktivität.

Die Schlussfolgerung der Forscher: „Intensives Training mit entleerten Kohlenhydratspeichern führt zu den gleichen Leistungssteigerungen wie jenes mit vollen Glykogenspeichern, die Fähigkeit, bei Ausdauerbelastungen die viel ökonomischere Energiequelle Fett heranzuziehen, verbessert sich durch ein Kohlenhydratmangel-Training aber erheblich.“ Sie empfehlen aber ausdrücklich nicht, sofort einfach auf eine Low-Carb-Diät umzustellen, sondern individuell zu testen, was einem gut tut und was mittelfristig die besten Trainingsergebnisse bringt. Wichtig ist offenbar nur, dass nach jenen Trainingseinheiten, die zur Entleerung der Glykogenspeicher durchgeführt werden, der Diätplan auch wirklich möglichst kohlenhydratfrei bleibe, bis die intensiven Intervalleinheiten abgeschlossen sind.

Wie könnten also entsprechende Trainingseinheiten aussehen?

Für Triathleten bietet sich das Entleeren der Glycogen-Speicher durch eine lange Radeinheit am Nachmittag von Tag 1 an. Am Abend sollte dann ein ausgesprochen kohlenhydrat-armes Abendessen folgen. Optimal wäre dann am nächsten Morgen nüchtern ein Stundenlauf mit anschließend 6 x 800 m (2000 m-Tempo), 5 x 1000 m (3000 m-Tempo) oder 4 x 1200 m (5000 m-Tempo). Klingt erstmal hart, ist es wahrscheinlich auch. Soll aber eine deutlich verbesserte Fettverbrennung trainieren. Was alle betrifft, deren Wettkämpfe zwei Stunden übersteigen.

Also: Haut rein! Und viel Spaß beim Ausprobieren!🙂

4 thoughts on “Neues zum Thema Fettstoffwechsel

  1. Hm, die Studie kenn ich. Leider steht da nix über Schokonikoläuse drin. Hab heute einen großen (125g) nach dem Training inhaliert. Fühlte sich insulinmäßig nicht so gut an.
    Kennst Du jemanden, der LOGI-kompatible Nikoläuse anbietet???

    Andi
    Vorstand Eßstörung n.e.V.

  2. Aber Herr Herrmann! 125 Gramm ist doch nicht groß!
    Kenne mich allerdings im Schokonikolaus-Geschäft nicht so gut aus. Daher kann ich Dir mit Deinem Problem nicht weiterhelfen. Sterbenslangweilige Milchschokolade übte nie irgendwelche Attraktivität auf mich aus.

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