Nachtrag: Barfuß

Eine weitere Website, die der „Science Freak“, der Tüftler, der Zahlenmensch in mir interessant findet, ist die Seite der Herren Dottores Ross Tucker (University of Cape Town, SA) und Jonathan Dugas (University of Illinois, Chicago – ein Hallo an dieser Stelle in die Windy City!), The Science of Sport.

Die Beiden haben natürlich auch von der im letzten Post beschriebenen Studie im Magazin Nature gehört und nehmen sie einmal kurz sauber wissenschaftlich auseinander. Wie immer ist wichtig, anzuschauen, was eine Studie NICHT sagt und keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen.

Der Hauptkritikpunkt ist sicherlich der Unterschied in den einzelnen untersuchten Gruppen. Die Kenianer, die ihr Leben lang barfuß gelaufen sind, haben ihren ganzen Bewegungsapparat entsprechend angepasst. Tucker und Dugas haben an der UCT ebenfalls eine Studie in diese Richtung begleitet. Mit dem gleichen Ergebnis. NUR: Während tatsächlich bei allen 20 Probanden die Aufprallkräfte um mehr als die Hälfte gesenkt werden konnten, waren 19 von 20 Läufer nach 2 Wochen verletzt. Überlastungserscheinungen der Kette Knöchel – Achillessehnen – Wadenmuskulatur.

Prof. Lieberman selbst betont ja auch, dass es ihm vor allem SPASS macht, barfuß zu laufen. Er betont NICHT, dass damit automatisch die Verletzungsanfälligkeit sinkt oder man automatisch schneller wird. Das müssen weitere wissenschaftliche Untersuchungen erstmal zeigen. Und er hat jede Menge Training Tips, die den (hoffentlich) langsamen Wechsel erläutern.

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