Race Weekend

Michael Raelert schockiert die versammelte Triathlon-Elite (© tri2be.com)

Jetzt geht’s aber los im Sauseschritt mit den (vorerst internationalen) Triathlon-Wettkämpfen. Am vergangenen Wochenende gab’s gleich mehrere Highlights:

  1. IRONMAN 70.3 California at Oceanside
  2. Erster ITU-Weltcup 2010 in Mooloolaba an der australischen Goldcoast
  3. IRONMAN Australia in Port Macquarie

Der Reihe nach: Die Hammer-Überraschung schlechthin bei DEM brutal gut besetzten IM 70.3 in Oceanside war der Sieg von Michael Raelert. Slowtwitch-Editor Timothy Carlson lehnt sich regelmäßig vor großen Rennen mutig aus dem Fenster mit seiner Prognose und lag – einmal mehr – ziemlich daneben. Seine Einschätzung, dass Michael seinen 70.3-Weltmeistertitel nur aufgrund seines Killer-Halbmarathons von 1:09 gewonnen hätte und der topfebenen Radstrecke zu verdanken hätte, hätte nicht weiter von den Fakten entfernt sein können. Er hat so Killer-ODs wie Schliersee gewonnen gegen die versammelte OD-Elite – insbesondere dank seiner hervorragenden Radfähigkeiten.

Anyway: Der „kleine“ Raelert versägt sie alle auf dem Rad, nachdem sich sein neuer Teamkollege Andrew Yoder (20) erstmal mächtig in Szene setzte und dann auf der Laufstrecke aufgab (ganz schlechte Kombination – sowas macht man nicht!). Auf Platz 2 und 3 die Top-Favoriten Matt Reed und Rasmus Henning. Vor allem der schnelle Däne beeindruckt mit einer famosen Regenerationsfähigkeit – nur zwei Wochen nach dem langen und heißen (6,5 h!!) Rennen in Abu Dhabi und seinem dritten Platz dort. Dahinter sind die Top Ten gespickt mit ehrfurcht-gebietenden Männern. Bei den Mädels war’s dagegen eine ziemlich klare Sache. Nachdem Samantha McGlone immer noch nicht wieder ihr Laufen im Griff hat, hielt sich Mirinda Carfrae taktisch zurück und legte dann die siebtbeste Laufzeit ALLER (!!) Athleten auf’s Parkett (1:17 h) und ließ sich den Sieg nicht nehmen. Dahinter Lesley Paterson, Sam McGlone und Leanda Cave, die ebenfalls in Abu Dhabi mit einem zweiten Platz glänzte. Reschpeckt!

Im australischen Mooloolaba fand der erste Weltcup der Saison 2010 statt – weitgehend ohne die europäischen Stars der OD-Szene. Brad Kahlefeldt sicherte sich als Lokalmatador den Sieg vor Stuart Hayes und dem jungen James Seear. Letzterer hatte die gesamten 40 km auf dem Rad zusammen mit seinem Landsmann Josh Amberger geführt. Reschpeckt!

Bei den Mädels siegte die Tschechin Vendula Frintova (immerhin amtierende Duathlon-Weltmeisterin!) vor der Japanerin Tomoko Sakimoto und Liz Blatchford (GBR). Die Waiblingerin Ricarda Lisk musste sich mit Platz 11 zufrieden geben.

Was uns zur 25. Ausgabe des IRONMAN Australia in Port Macquarie an der australischen Ostküste nördlich von Sydney bringt. Patrick Vernay lässt sich einen weiteren (den vierten in Folge) Sieg nicht nehmen vor einem starken Scott Neyedli (dem Australien auch zu liegen scheint nach seinem überraschend guten Ergebnis im Herbst in Busselton). Bei den Damen siegt die Australierin Carrie Lester vor ihrer Landsfrau Rebekah Keat, der ich – mit Verlaub bei einem nicht so richtig erstklassig besetzten Feld – mehr zugetraut hätte.

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