Pearl Izumi

Ich hatte ja bereits in einem meiner letzten Blog-Posts erwähnt, dass ich letzten Donnerstag einen kleinen Road Trip in den schönen Breisgau unternahm um nebenbei eine schöne Schwarzwald-Runde zu radeln und anschließend eine Freundin zu besuchen. Ich hatte ebenfalls erwähnt, dass dort ein „fruchtbares Gespräch“ (was auch immer das heißt) statt gefunden hat.

Eines der Ergebnisse bereitet mir jetzt Sorgen. Denn ich müsste im Grunde umziehen, anbauen, zumindest aber einen weiteren Schrank kaufen für all‘ die tollen Sachen, die mich gestern und heute in drei großen Paketen erreichten (oben die Schuh-Auswahl). Um gleich den ganzen Amateuren (auch solchen, die sich Profi nennen) zuvor zu kommen: Nein, Marketing bezieht sich nicht ausschließlich auf Deine tollen Wettkampfergebnisse, schon gar nicht auf „diese eine wirklich gute Zeit oder Platzierung“. Die Zusammenarbeit mit einer der „sexiest brands in the industry“ geht in meinem Falle weit darüber hinaus. Und wie ich es bis dato auch immer (mit einer Ausnahme, aber da habe ich mich reinziehen lassen) gehalten habe: So lange ich mit meinem Lieblinshersteller zusammen arbeite, kann ich auch guten Gewissens deren Produkte kritisieren.

Die Laufschuhe „Streak“ und die Radschuhe „Tri Fly Carbon“ hatte ich ja bereits 2008 (damals brandneu) für meine zwei IRONMAN™-Debüts (Fankfurt und Kona) erhalten und war begeistert. Über das Thema Marketing und insbesondere Web 2.0 macht es nun für beide Seiten Sinn, eine engere Kooperation einzugehen.

Pearl Izumi ist in meinen Augen eine der wenigen Marken, die im Markt deutlich unterrepräsentiert sind. Hier spreche ich insbesondere über die Märkte, die ich beurteilen kann: Laufen und Triathlon. Beim Laufen konzentriert sich (fast) alles auf die Handvoll der ganz großen Marken, allen voran Asics (die ich nun auch schon seit 25 Jahren laufe und immer enttäuschter werde, wie oft wirklich gute Laufschuhe durch signifikant schlechtere ersetzt wurden). Dazu nehmen sie (verständlicherweise) das an Geld, was der Markt hergibt (frankly, einen DS Trainer für 150,- Euro – ihr habt sie ja nicht alle!).

Beim Triathlon ist das alles natürlich sehr viel komplexer, da sich hier eben drei Sportarten vereinen. Ich nehme nur mal EIN Thema raus: Textilien. Da gibt es Marken wie die oben erwähnte, die es seit langer Zeit hin bekommen, gute Laufschuhe zu produzieren und sie ebenso gut zu vermarkten, aber was Bekleidung angeht nur Schrott produziert haben (wenigstens, was ich in meine Nähe gelassen habe). Es ist, glaube ich, auch kein Zufall, dass die DTU-Athleten groß (weil Hauptsponsor) Asics auf ihren Triathlon-Anzügen stehen haben, dieser aber gar nicht von Asics hergestellt wird . . .😉

Dann gibt es einen geradezu brillianten ehemaligen Triathlon-Kollegen im Allgäu, der es versteht, Kraft seiner Persönlichkeit (und ein paar Euros an Marketing-Budget) praktisch alles zu verkaufen. Er hat seine Hausaufgaben gemacht. Und wenn dann Marke A meint, sie müsste weltweit mit einer anderen Marke zusammen vertrieben werden, vermarktet er eben Marke B. Mit ebensolchem Erfolg! Hut ab! Und wenn ich in meinem nächsten Leben mal BWL-Prof. werde, mache ich daraus eine Case Study. Überhaupt scheinen die Allgäuer enorm erfolgreich zu sein, was Markenkreation und Verkauf angeht. Allerdings durfte ich ja letztes Jahr in Marke B starten und bin eher nicht beeindruckt. Manche Produkte sind echt gut, aber overall bin ich enttäuscht. Kein Wunder, dass sich ein mir nahestehender Verein für ihren neuen Anzug einstimmig gegen die Marke B und für einen österreichischen Hersteller entschieden hat. Dumm nur, dass dieser zwar erstklassige Gewebe und Qualität liefert, aber leider nur sterbenslangweiliges Design (IMHO). Und da Design für mich immer auch ein wichtiger Faktor ist (siehe Apple, Audi, etc.), habe ich nur ein (wirklich funktionales) Teil im Schrank.

Puuh, ich glaube der letzte Absatz war nur für echte Insider. Und selbst dann schwierig zu verstehen. Aber hey, ich richte mich ja auch nicht an Leser mit einem IQ unter 80.

Was uns zu Pearl Izumi führt. Hier passt aus meiner Sicht alles zusammen. Beste Materialien, beste Verarbeitungsqualität und v.a. bestes Design. Dazu bieten sie eben nicht nur Textilien an, sondern auch Rad- und Laufschuhe. Für Triathleten praktisch ideal. Ich werde mir hier also erlauben, wie ich das schon in der Vergangenheit tat, ab und zu einen kleinen Test zu veröffentlichen.

6 thoughts on “Pearl Izumi

  1. Der Peak XC ist mein Favorit als Wettkampfschuh für schwierige Xterra-Strecken. Ist ja praktisch baugleich mit dem Streak und daher federleicht und sitzt wie eine Socke. SEHR angenehm zu laufen! Er ist halt etwas verstärkt an der Ferse und am Zehenbereich und hat eine etwas grobere Sohle. Der Streak hat halt schon eine SEHR flache typische Asphalt-Sohle. Für die meisten Strecken reicht aber auch der.
    Bin in Zittau ja sonst (mangels Alternativen) meinen alten DS Racer gelaufen. Nicht perfekt – geht aber auch.
    Grüße aus dem sonnigen Süden, Jörg

  2. Danke für die Einschätzung. Ist also genau mein Ding. Den Schuh habe ich schon ne Weile ins Auge gefasst, und du hast meine Entscheidung bestätigt. Grüße aus dem inzwischen ebenfalls sonnigen Osten😉

  3. Immer gern.
    Werde wohl morgen und übermorgen bei 20°C+ mit Bernd Kiesel trainieren (den Du ja auch kennen gelernt hast). Er behauptet, er können zwischenzeitlich auch biken, hehe.
    Komm‘ doch mal zu Besuch! Dann machen wir einen „flotten MTB-Dreier“.😉

  4. Hallo Jörg

    ich laufe meinen PI Streak auch sehr gerne. Aber wie du ja schon berichtest hat, hält die Sohle nicht ewig und daher bin ich auf der Suche nach einem neuen Schuh für die zügigen Einheiten. Und da muß ich dir nochmal zustimmen, dass manche Schuhe von bekannten Marken eher verschlimmbessert werden. Läufst du mittlerweile auch den Streak 2? Fällt der genau so aus wie der Vorgänger?

    Grüße aus Dresden

  5. Der Streak II ist mit dem „alten“ Streak praktisch überhaupt nicht zu vergleichen. Zwei Klassen besser…in fast jeder Beziehung. Leicht, super-flach, schnell…🙂
    Gefällt mir insgesamt noch einmal deutlich besser!

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