Liga-Auftakt Reutlingen 2010

Onkel Jörgi kurz vor dem zweiten Wechsel (Matze’s Frau Jutta scheint sich jedenfalls für was anderes zu interessieren; thanks Lucky for the pics!)

Whoa! Was für ein heißes Renn-Format. Ich bin schlicht begeistert . . . und das, obwohl ein bald 42-jähriger Opi wie ich natürlich bei so einem Rennen nicht wirklich was reissen kann. Super spannend, toll organisiert, fantastisches Team-Feeling, tolle Strecke und schließlich . . . mal wieder ein riesen Schwein gehabt mit dem Wetter. Nach Dauerregen die gesamte Woche riss es am Samstag auf und hielt sich ganz ordentlich bis kurz nach dem Rennen.

Race Stats

  • Ligen: Alle fünf LBS-Ligen am Start (erste bis dritte Liga + Damen- und Seniorenliga)
  • Wetter: Sonnig, leicht bewölkt, windstill bis hintenraus eine leichte Brise, ca. 15°C
  • Rennformat: Duathlon mit 2,8 – 6,8 – 2,8 km (Run-Bike-Run) + 2 x Triathlon mit 0,3 – 6,8 – 2,8 km (Swim-Bike-Run)
  • 1. Mannschaft TSG Reutlingen: Duathlon – Timo Zeiler; 1. Triathlon – Jörg Schneider/Uwe Streich; 2. Triathlon – Stefan Hildenbrand/Daniel Sproll
  • 2. Mannschaft: Duathlon – Tommy Janson; 1. Triathlon – Roland Schmandt; 2. Triathlon – Wolfgang Jaudas
  • Zeiten: 28:33 (Duathlon) – 27:53 (1. Triathlon) – 26:52 (2. Triathlon)
  • Platzierung: 8. Platz in der 1. Liga; 6. Platz in der 3. Liga
  • Material: Planet X Stealth Pro + Pearl Izumi Tri Fly + Giro Advantage, Pearl Izumi Streak
  • Ergebnisliste gibt’s hier! (die Namen stimmen alle GAR NICHT! – leider gibt’s keine Einzel-Splits)
  • Und eine Bildergalerie ist auch schon online (–> Bilder)!

Nachdem weder Stephan Vuckovic (Abgang nach Crailsheim, denen er einen hervorragenden Dienst erwies und maßgeblich zum Sieg beitrug) noch Michael Göhner (startet weiterhin für die TSG Reutlingen, aber nicht mehr für uns in der Liga) unserer 1. Mannschaft helfen konnten und auch sonst einige Abgänge zu verzeichnen waren, waren vom Start weg beide Mannschaften extrem knapp und deutlich schwächer (ohne die zwei Profis) besetzt. Wie immer kommen dann noch die Absagen „in letzter Sekunde“ dank Krankheiten oder Verletzungen. So mussten wir ohne Markus Löw antreten, der normal „eine verlässliche Bank“ der 1. Mannschaft ist. So rückte unser Star-Schwimmer Uwe Streich nach, mit dem ich zusammen den 1. Triathlon bestreiten durfte, der aber unglücklicherweise keine große Hilfe für mich war. Glücklicherweise wagte der z.Z. beste deutsche Bergläufer, Timo Zeiler, einen Ausflug in die LBS-Liga und bestritt den Duathlon für uns. Ich fragte mich insgeheim, wie er die beiden Lauf-Rad-Wechsel verdauen würde. Aber als Uwe und ich in der Staffel-Zone am Becken des Reutlinger Freibades standen und 68 tierisch nervöse Athleten (die ersten beiden Ligen starteten zusammen: 16 + 18 Teams x 2 Athleten) auf die ersten Duathleten warteten war ich froh, dass Timo (mit drei Sekunden Vorsprung – die Duathleten der besten 11 Teams im Schlepptau) tatsächlich als erster auf dem Hügel auftauchte. Andererseits bewahrheitete sich der schlimmste Albtraum: Nun mussten wir direkt vor einer Meute wildgewordener Bluthunde in das noch jungfräuliche Becken springen. Dass die Leinen völlig falsch gezogen waren (auf den ersten Blick für alle offensichtlich, bis auf den, der sie gespannt hatte) war der einzige Schwachpunkt der ganzen Veranstaltung – half mir aber an DER Stelle wenig. An der ersten Wende war ich noch sauber an den Füßen von Uwe aber als ich mich abstoßen wollte, waren da auch schon 15 Athleten sprichwörtlich „in meinem Gesicht“. Ich war froh, dass ich noch klar genug im Kopf war, nicht in Panik ausbrach und einfach die 300 Meter (erfolgreich) mein Überleben sicherte. Worst case! Anders herum wären die zwei Tria-Teams aus meiner Sicht effektiver eingesetzt gewesen, aber diesen Part wollte natürlich niemand übernehmen. Ich denke, die besseren Schwimmer hätten sich da sicher besser durchsetzen können als Klein-Jörgi. Anyway. Überlebt. Raus aus dem Pool und zu meiner Verwunderung muss ich feststellen, dass Uwe und die anderen young guns direkt „up the road“ vor mir in die ellenlange Wechselzone sprinten. Also noch „alles gut“, „im grünen Bereich“. An den Rädern angekommen, habe ich Uwe auch schon eingeholt und dann nahm das Unheil seinen Lauf . . .😦

Zeitgleich auf’s Rad kümmert sich jeder erstmal drum, in die Schuhe zu kommen. Dann schau‘ ich zurück und Uwe liegt auch schon gefühlte 500 Meter zurück (es waren tatsächlich wahrscheinlich eher 50 – 80 m). Genug aber, dass er es nicht mehr an mich ran schaffte. Spontan-Entscheidung in dieser Renn-Situation? Warten? Nein, bei 6,8 Kilometer Delirium-Biken (im Grunde nur 3 km den Berg hoch bis zum ersten Wendepunkt) zählt jede Sekunde und selbst wenn er mich jetzt noch einholt, ist er so blau, dass er mir auch nicht wie geplant helfen kann. Also: Kopf runter, großes Blatt drauf und „Hammer down“. Vor mir nur die acht Teams, die alle beim Schwimmen die paar Sekunden rausgeholt haben. Stephan (Vucko) auch allein ohne Partner hinter dem Führungs-Duo her (natürlich mit Regel-Abstand – da war stets ein Wettkampfrichter-Motorrad nebendran. An jedem Wendepunkt konnte man ja den Verlauf gut studieren. Hinter mir mit ca. 200 m Abstand dann der erste große Pulk. Dass es auf DER Strecke (Kürze, Enge) zum großen Lutschen kommen würde, war ja vorauszusehen und schier unvermeidlich. Ich hielt sie aber bis zur T2 auf Abstand (*freu*) und lief um mein Leben . . . Weiterhin an neunter Stelle liegend wechselte ich nach der unglaublich schönen Laufstrecke (SEHR lange 2 Kilometer😉 ) auf unser letztes Duo mit Danilo und Hildi, die uns noch einen Platz noch vorn bringen konnten.

Fazit:

Smokin‘ hot! Das Rennformat hat es aus meiner Sicht verdient (mit ein paar kleinen Verbesserungen) so als feste Größe ins Liga-Programm aufgenommen zu werden. Allemal besser als eine weitere langweilige Olympische Distanz mit Windschattenfreigabe (auch Draftahlon genannt im Jargon). Praktisch alle, mit denen ich nach dem Rennen sprach waren gleicher Meinung und hatten jede Menge Spaß an diesem Tag. Und ein super Training war’s obendrein: Es waren zwar nur 28 Minuten Rennbelastung, aber in einem Intensitätsbereich in dem ich mich sonst NIE bewege.

Heute morgen sieht’s leider wieder so aus: Dauerregen!😦

3 thoughts on “Liga-Auftakt Reutlingen 2010

  1. Zugegeben: Da hatten so einige ihre Verständnisschwierigkeiten. Also:
    5 Mann in einem Team.
    Der erste macht allein einen Duathlon.
    Schlägt ab und schickt ein Zweierteam auf einen Triathlon.
    Der erste der beiden schlägt ab und schickt ein Zweierteam auf einen weiteren Triathlon.
    Comprendes?

  2. Pingback: Reutlingen - Blog - 10 May 2010

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