Pfingst-Trainingslager Würzburg

Die Gruppe – angeführt von Jörn Ballhaus

Nachdem ich schon lange nicht mehr die „Würzburg-Gang“ besucht hatte, plante Jörn mal wieder ein Mini-Trainingslager im Schwarzwald über Pfingsten. Das kam mir gerade recht. Auf der einen Seite „quality time“ mit alten Freunden genießen und auf der anderen Seite mal endlich ein paar ernsthafte Radkilometer in die Beine kloppen.

Aus dem Schwarzwald wurde nichts, da sich Jörn in letzter Minute anders entschied und den Trainingsblock als „Heim-Lager“ organisierte. Für mich machte es ja nicht den großen Unterschied. Fahrtzeit in beide Richtungen etwa gleich und die liebliche Landschaft rund um das Maintal behagte mir schon immer sehr. Zusätzlich kam ich in „Jerry’s Backpackers“ unter, dem unteren, herrlich kühlen Stock von Gerhard Lamprecht’s avantgardistischem Haus in Karlstadt.

Die ganze Woche nach dem Liga-Rennen in Forst hatte ich ja wenig Bewegung und entsprechend schlecht habe ich mich gefühlt. Deshalb wollte ich über die Pfingst-Feiertage mit entsprechend schönem Wetter trainingstechnisch nochmal ein bißchen Gas geben. Nachdem ich mir dann schon am Samstag erst allein im Nürtinger Freibad, dann auf dem Rad das Aichtal hoch und zuletzt mit Michi Gneiting auf einer herzhaften 27 km-Laufrunde in nachmittäglicher Sommerhitze die Karten gelegt hatte, fuhr ich am Pfingstsonntag-Morgen mit schwer vorgeglühten Beinen gen Würzburg. Hier hätte ich ja beinahe mal studiert, aber damals gab mit die ZVS den 1. Platz auf meiner Wunschliste – die Universität Bayreuth.

Wir trafen uns im Adami-Bad und keulten erstmal eine ordentliche Schwimmeinheit im 50 m-Becken von Deutschland’s  größtem Schwimmverein, dem SVW 05. Nach einem leckeren Mittagessen machten wir uns mit Jörn’s zwei IRONMAN-Rookies (Frankfurt 2010) auf eine 150 km-Runde runter ins Taubertal, über Bad Mergentheim zurück zum Main. Wunderschöne Runde und sehr IRONMAN-spezifisch (relativ flach, leichte Wellen hier und da, praktisch alles in Aero-Position fahrbar. Ich merkte gegen Ende die fehlenden Radkilometer, v.a. auf dem Aero-Lenker und das fehlende Gel (im Auto gelassen) und fuhr mich in einem richtig tollen Hungerast. Dank Jörn’s Notfall-Gel, schaffte ich es dann doch noch zurück in die Residenz-Stadt. Danach machte ich einen Stellungswechsel nach Karlstadt (25 km nördlich von Würzburg) und im Lamprecht-Haushalt erwartete mich schon ein abermals leckeres Abendessen auf der Terasse.

Am Pfingstmontag dann nochmal eine hübsche Radrunde; diesmal in nördliche Richtung in den Spessart. Diesmal deutlich mehr Berge und die local heroes zeigten mal wieder dem armen, alten Onkel Jörgi, was sie drauf haben. Nach einigem Rätseln ob der korrekten Routenwahl (die kennen ihr Trainingsgebiet gar nicht??!), einem leckeren Bollen Eis „am Ende de Welt“ (Obersinn, nicht zu verwechseln mit Mittelsinn oder etwa Burgsinn) rollten wir zurück am Main entlang nach Karlstadt. Am Nachmittag machten Gerhard und ich noch das Freibad unsicher (1,60 Euro Eintritt – das ist doch mal was!) und genossen einen herrlichen Grillabend „unter Jungs“ mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang über dem Maintal. Nach einer weiteren Übernachtung machte ich mich Dienstags um die Mittagszeit auf den Heimweg. Interessanterweise hatte es in Würzburg 23°C und zuhause 28°C.

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