Produkttest: Pearl Izumi Streak & Peak XC

Die Pearl Izumi Streak nach jeder Menge Trainings- und Wettkampf-Kilometer

Nachdem ich diesen Schuh bereits in meiner Wiedereinsteiger-Saison 2008 gelaufen bin (u.a. jeweils den Marathon am Ende der IRONMANs in Frankfurt und Kona/Hawaii), laufe ich ihn auch in diesem Jahr wieder. Ich habe also jede Menge Erfahrung mit dem Schuh und dachte, es wäre – seit langem mal wieder – Zeit, einen Praxis-Produkttest zu schreiben.

Gemäß der Auslegung des Schuhs, bin ich ihn vor allem im Rennen als Wettkampfschuh gelaufen und daneben in schnellen (Tempo-) Trainings. Die zwei positiven Dinge, die mir sofort auffallen, sind

a) die extrem gute Passform, die sich wie ein gut sitzender Socken anfühlt, sowie

b) das geringe Gewicht.

zu a) Die super Passform kommt aus meiner Sicht insbesondere durch das äußerst flexible, dünne Obermaterial (nichts für den Zweistundenlauf bei nassen 2°C!!), die „seamless upper“ genannte Oberkonstruktion „aus einem Stück“ ohne Nähte, sowie die ebenso flexible, dünne Sohlenkonstruktion – v.a im Vorfußbereich. Letzteres ist nichts für den Trail Run in hochalpinem Gelände – man spürt dann doch jeden Stein durch (was aber wiederum ein sensationelles Laufgefühl mit unglaublich direkten Kontakt darstellt!).

zu b) Zum Gewicht ist zu sagen, dass der Streak kein extrem leichter Racing Flat im sub-200 g-Bereich ist. Aber für einen Marathon (auch gern am Ende einer LD) ist er perfekt. Mit ca. 240 g in meiner Größe (US 8 ) liegt er im absolut akzebtablen Bereich.

Der Schuh ist aus meiner Sicht ein rundherum guter Allround-Schlappen, den man mit meiner Statur, meinem Gewicht und meinem Laufstil auch gern in jedem Trainingslauf laufen könnte. Er bietet noch eben genug Dämpfung und Stabilität, dass man ihn auch auf längeren Läufen gut tragen kann.

Kommen wir zu den Lowlights: Wie auf dem Foto gut zu erkennen ist, ist der Sohlengummi im Vorfußbereich bereits nach ca. 500 km vollständig runtergeschrubbt. Das ist nicht so toll, denn der Rest des Schuhs würde sicher locker nochmal so viel vertragen. Die andere Seite der Medaille: Man hat einen umwerfenden Grip! Die Mischung ist aber IMHO einen Ticken zu weich. Hinten gibt’s den heutzutage üblichen „Carbon-Rubber“ und der sieht entsprechend aus „wie frisch aus dem Laden“.

Zweiter nicht ganz optimaler Punkt: Die Sprengung! Zugegeben, ich bin sicher extrem, was dieses Thema betrifft. Aber der Schlappen ist im Vorfuß so wahnsinnig perfekt flach gebaut mit so unfassbar direktem Bodenkontakt und dann hinten so unnötig dick. Aber Vorsicht: Alles relativ sehen! Denn im Vergleich zu den allermeisten Trainingsschuhen ist der Streak auch hier noch richtig flach!

Zwei Dinge noch: Erstens lief ich mir letztens bei einem Benefizlauf (ohne Socken) gleich mal Blasen an den Fersen. Da war ich aber selbst schuld: Ich empfehle niemandem, am Auto mit feuchten, schwitzigen Füßen im Staub Laufschuhe für ein Rennen anzuziehen. Und zweitens möchte ich hier erwähnen, dass es den gleichen Schuh in einer Cross-Variante gibt. Er heißt dann Peak XC, hat eine wildere, „trailigere“ Außensohle, die überdies fast gar keine Abnutzungserscheinungen zeigt. Darüber hinaus ist sowohl die Fersenkappe, als auch die Zehenbox entsprechend mit einer sehr stabilen Gummi-Außenhaut überzogen. Er wiegt dann ein paar Gramm mehr und kommt in gedämpfteren Farben, ist aber für den Nicht-immer-auf-Asphalt-Läufer aus meiner Sicht die bessere Wahl.

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