Das Prinzip der progressiven Belastungssteigerung

Aus aktuellem Anlass mal wieder ein kleiner Ausflug in die Trainingslehre: Da gibt es doch tatsächlich gewisse Trainingsprinzipien. Ein Prinzip ist definiert als Gesetzmäßigkeit, die anderen Gesetzmäßigkeiten übergeordnet ist (und in der Regel auf oberster Ebene dieser steht).

In einem interessanten Gespräch vorgestern Abend am Pool (hey, Mister T.!) wurde auf der einen Seite die Gewissheit geäußert, dass man sich schon auf einem recht guten Trainingsniveau befinde und gleichzeitig die Sorge, ob man diese Schlagzahl bis zur Wettkampfsaison wohl so durchhalten kann.

Aus meiner Sicht ist eines der fundamentalsten (existiert da ein Superlativ?) Trainingsprinzipien das „Prinzip der progressiven (oder auch allmählichen) Belastungssteigerung“. Es ist IMHO auch gleichzeitig das, welches am häufigsten missachtet wird. Wir alle kennen sie: Die Trainingsweltmeister Mitte Januar. Typen, die Spitzenergebnisse im Winterhalbjahr einfahren, während der Hauptsaison (für Sommersportarten) aber nicht mehr positiv auffallen. Ein Hauptgrund dafür ist, dass sie dieses Prinzip nicht verstehen, zumindest aber nicht konsequent anwenden. Das hat aus meiner Sicht auch häufig damit zu tun, dass grundsätzlich nicht planvoll vorgegangen wird, sondern nach Lust und Laune ohne Ziel trainiert wird. Da ist nichts falsch dran, solange man keine sportlichen Höchstleistungen bei geplanten Wettkämpfen erbringen möchte. Und da muss eben die Frage lauten:

Kann ich meine Trainingsleistungen bis zu meinem sportlichen Wettkampfhöhepunkt systematisch steigern?

Ich denke, dass dies viele ambitionierte Amateure verneinen müssen und irgendwann auf dem Weg dorthin „die Puste ausgeht“. Dann hat der betreffende Athlet seine Hochform irgendwo in der Build-Phase Mitte April, aber eben nicht, wenn’s zählt. Und genau hier sind die Spitzen-Performer besonders gut. Ein Timo Bracht zum Beispiel hat über Jahre bewiesen, dass er es drauf hat, am Tag X auf den Punkt perfekt vorbereitet am Start zu stehen. Eine gute Frage an sich selbst:

Kann ich das für mich auch behaupten?

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