Xterra Germany European Championship 2011

Der Start zur Xterra European Championship

Nachdem wir – wie viele andere Athleten auch – die beiden aufeinander folgenden Xterra-Rennen der European- und World Tour kombiniert haben mit einem Kurzurlaub „im Osten“, erwartete uns das Highlight der Reise ganz zum Schluss mit dem Rennen, das ich 2008 schon einmal als Deutscher Meister (AK) abschließen konnte: Der sogenannten O-See Challenge. Das Rennen findet bereits seit 2002 statt und fungierte dieses Jahr als offizielle Deutsche Meisterschaft der DTU im Cross-Triathlon und gleichzeitig als Xterra European Championship. So gab es abschließend auch einen Siegerehrungs-Marathon für mich, da ich den 3. Platz overall, den 3. Platz in der Europameisterschaftswertung und den Deutschen Meistertitel (natürlich alles AK) belegte und damit drei Mal auf’s Podium durfte. Bei der DM-Wertung sogar neben Groß-Meistern wie Ronny Dietz und Alex Haas und dem Abspielen der Nationalhymne, was nicht ohne Gänsehaut und feuchte Augen abging (bin halt ein Sensibelchen…).

Am Freitag holten wir gleich nachmittags die Startunterlagen ab und gingen noch eine Runde schwimmen. Marion lief nochmal die Laufstrecke ab und ich stellte mich gerade in der Schlange an, als die „Hölle losbrach“ in Form von zwei riesigen Gewittern, die sich direkt über dem Zittauer Gebirge entluden. So waren wir zurück am Auto nass wie zwei begossene Pudel und mussten erstmal alle Klamotten und Schuhe trocknen. Zu unserer Überraschung zitierte mich Dr. Klaus „Benno“ Schwager, der Cheforganisator des Rennens im offiziellen Programmheft neben Renata Bucher (der späteren Dritten overall) und Ronny Dietz (dem späteren Zweiten overall und Deutschem Meister).

Durch die Gewitter und einige weitere Regenschauer hatte sich die Strecke erneut aufgeweicht und wurde mal wieder zu einem Schlammfest. Allerdings grüßte uns der Morgen des Renntages mit strahlendem Sonnenschein und es sollte ein absolut perfekter Triathlon-Tag mit 25°C und leichtem Wind werden. Da der Start der Xterra-EM erst um 11:30 Uhr erfolgte und Marion 50 Minuten später auf die Light-Version geschickt wurde, war ausreichend Zeit zum Ausschlafen, Frühstücken und alles Herrichten. Unten am See wuselten schon wieder alle rum wie in einem Bienenstock. Gleich eine kleine Schockmeldung (v.a. für M): Neo-Verbot! Also mich in die olle 2xU-Pelle zwängen statt meinen super-komfortablen Pearl-Izumi-Zweiteiler. Wechselzone herrichten. Beim Einlaufen begegne ich Bernd Kiesel und wir quatschen ein wenig. Dann runter zum Start. Dort angekommen ging bereits an Land das Gehaue und Gezerre los: Ich bilde mir ein, dass man es immer gleich merkt, wenn eine Meisterschaft stattfindet – alles ist diesen Tick kompetitiver und angespannter. Man konnte die Vorstart-Spannung förmlich mit dem Messer zerschneiden. Die Kampfrichter brauchten einige Extra-Minuten, um die wilden Hengste hinter die Linie zu bekommen – die Profis nur 5 Meter vor uns im Wasser (direkt vor mir der nachgemeldete Sebi Kienle, der ja durch mehrere Stürze beim IM 70.3 Wiesbaden vor einer Woche gestoppt wurde).

Das Schwimmen sollte eines der Schwersten werden, die ich je erlebt habe. Wahrscheinlich hinter dem unsäglichen Kona 2008 das Zweitschwerste. Trotzdem lief es den Umständen entsprechend recht gut. Zum ersten Mal überhaupt, hatte ich Zeit, den Namensaufdruck meines „Nachbarn“ in „Ruhe“ beim Linksatmen zu lesen: Zoberbier – na also, kann ich also nicht ganz so schlecht liegen, wenn der Dornstädter Thilo Zoberbier (später Top Ten overall) gleichauf liegt. Die Schwimmstrecke war mal wieder deutlich lang geraten und nach einem ebenfalls lang geratenen „Australian Exit“ zur Mitte der Schwimmstrecke schnitten wir uns hübsch beim Re-entry die Füße an den scharfen Muscheln auf. Nach 26:21 kam ich, in der Spitzengruppe meiner Altersklasse liegend, aus dem Wasser des Olbersdorfer Sees. Ein flotter Wechsel unter 1 Minute und ich war mit einem kleinen Pack auf dem Weg ins Zittauer Gebirge.

Wie immer brauchte ich ein wenig Zeit um meinen Rhythmus zu finden, merkte aber bereits in den ersten Anstiegen, dass die Beine doch recht ordentlich waren. Die schwerste Hürde auf der MTB-Strecke war erwartungsgemäß der lange, steile und heiße Aufstieg zum Hochwald, dem höchsten Punkt der Strecke und die sofort anschließende ebenso steile und technisch schwierige Abfahrt. Ich schaffte alles ohne Sturz, merkte aber am letzten Anstieg, wie meine Kräfte zu schwinden begannen. Bergab überholte ich wieder eine ganze Reihe von „starken Drückern ohne technische Fähigkeiten“. Leider kam genau im unpassendsten Moment die Dampflok mit dem Museums-Bähnle vorbei und ich musste anhalten. Im Rennen fühlt sich so etwas natürlich ganz dramatisch an, vor allem, wenn die ganze überholte Gruppe wieder dran ist und man im technischen Downhill unnötig Kopf und Kragen riskiert hat. Aber realistisch habe ich wahrscheinlich nicht mehr als 30 Sekunden verloren. Dann ging’s im „gestreckten Galopp“ zurück zur Wechselzone 2, die ich ebenfalls unter 1 Minute wieder verließ.

Gleiches Spiel: Zu Beginn brauche ich ein paar Minuten zum Warmrollen. Wieder war eine ganze Gruppe aus T2 heraus zusammen und da waren einige starke Läufer dabei. Ich hatte anfangs Mühe, die Gruppe zu halten, aber nach „the Dip“ (steil bergab, über ein paar Steine den Bach überqueren und drüben wieder steil bergauf) gab ich Gas und war von da an allein und „on a mission“. Und tatsächlich sollte ich bei 3 km bis zum Ziel Freund Carsten Eggeling aus Wolfsburg am Horizont auftauchen sehen, 400 Meter weiter konnte ich schon die Aufschrift auf seinem Einteiler lesen und weitere 200 Meter weiter überholte ich ihn kurz vor der 2. Verpflegungsstelle. Mit 37:19 lief ich die zweitschnellste Laufzeit der M40 – nur der vor mir liegende Slowake Tomas Kamrla war noch 9 Sekunden schneller. Damit wäre bei aller technischen Strecke mit ordentlich Höhenmetern auch geklärt, dass auch die Laufstrecke sicher länger war, als die angegebenen 8,2 km – schätzungsweise ziemlich nah an 10 km. Ich freute mich insbesondere darüber, dass die Achillessehne hielt und die Hüfte mir nicht zu viel Sorgen bereitete – ab km 2 konnte ich ordentlich Druck machen und es war der reine Spaß, wie in den „guten, alten Tagen“ nur noch andere Athleten zu überholen.

Im Ziel blieb die Zeit bei 3:07:55 stehen, was den dritten AK-Platz insgesamt bedeutete. Da die ersten drei Athleten alle aus Europa kamen, war das auch Platz 3 in der Europameisterschaftswertung. Und da der Sieger ein Franzose und der Zweitplatzierte ein Slowake war, blieb der Deutsche Meistertitel an mir hängen. Und da das DM-Podium mit Marco Göckus (EJOT Team Buschhütten) und Carsten Eggeling (VFL Wolfsburg) innerhalb von 1½ Minuten gefüllt war, bedeutet dieser Sieg ’ne ganze Menge für mich. Es war seit langem mal wieder ein Rennen, in dem ich in allen drei Disziplinen mit meiner Leistung zufrieden war…und auch noch in der vierten Disziplin, denn außer mir schaffte es nur ein weiterer M40-er, beide Wechsel unter 1 Minute hinzukriegen.

Marion finishte den Xterra Light bravorös – okay, an den Bike-Künsten müssen wir noch ein wenig schrauben. Aber es hat uns beiden einen riesen Spaß gemacht und das ist ja wohl das Wichtigste. Und bei so einem perfekten Triathlon-Wetter (gottseidank war es noch nicht so heiß wie tags darauf) machte es auch richtig Laune, im Ziel zu trinken, zu essen, sich stundenlang mit den Kollegen zu unterhalten und „war stories“ auszutauschen. @Fabian: 3:1 buddy! Ob Du diesen Rückstand jemals wieder aufholen kannst?😉 @Alex: Top Ten! Gaanz großes Tennis! Mach‘ weiter so und wir sehen Dich irgendwann mal in Maui auf dem (Overall-) Treppchen. Sag‘ mir bescheid, wenn’s soweit ist – Dann mach‘ ich die Quali und komme mit rüber (mit dem neuen Kurs im Norden der Insel muss ich das sowieso mal machen!).

Fazit:

Ein sensationell schönes Rennen bei diesmal perfekten Wetterbedingungen (bei meiner ersten Teilnahme 2008 hatten wir ja Dauerregen und richtig kalt). Außerhalb der Weltmeisterschaft auf Maui das wohl stärkste Xterra-Feld – dazu super international. Einen Teilnehmerrekord mit über 900 Athleten über alle Rennen gab’s auch für das O-See-Orgateam. Tolle Menschen kennen gelernt und neue Freundschaften geknüpft. Xterra ist im Grunde die geilste Form des Triathlon – leider mit zu schwacher Lobby. Naturgegeben kassiert man auf dem MTB so viel mehr Zeit auf die Ex-MTB-Worldcup-Cracks als auf die besten Biker auf der Straße. Aber es macht mir einfach so viel mehr Freude als das stupide Einzelzeitfahren auf der Straße. Zudem gibt es keine Windschatten-Problematik. Und in solch einer wunderschönen Natur-Umgebung wie in Zittau kommt auch der Naturliebhaber zu seinem Recht. Gekoppelt mit einem Kurzurlaub war das eine tolle Zeit (auch wenn das DNF-Pech mit meiner gerissenen Kette in Tschechien ein kleiner Wermutstropfen ist).

Ach ja, mit der gezeigten Leistung hätte ich mich natürlich für die Weltmeisterschaft im Oktober in Maui qualifiziert. Aber erstens zieht’s mich dieses Jahr nicht so recht nach Hawaii und zweitens arbeite ich fast den gesamten Oktober in Asien (Singapore und New Delhi). Aber der neue Kurs im Norden von Maui reizt mich schon – vielleicht mache ich nächstes Jahr ein paar mehr Xterras und dafür mal wieder keine Langdistanz…

Race Stats:

  • Wetter: 25°C und Sonnenschein satt, leichter Südwind, Wasser 22°C
  • Strecke: offiziell 1,5 km Swim (2 Runden) – 36 km Bike (1 Runde mit ca. 1000 Höhenmetern) – 8,2 km Trailrun (1 Runde mit 160 Höhenmetern) – inoffiziell waren’s wohl eher 1,7 km zzgl. 150 Meter Landgang und ca. 9,5 km Laufen
  • Zeiten: 26:21 (Swim) – 0:52 (T1) – 2:02:25 (Bike) – 0:58 (T2) – 37:19 (Run) = 3:07:55
  • Platzierungen: Xterra European Championship: 47. Platz (3. M40); Deutsche Meisterschaften: 12. Platz (1. M40)
  • Equipment: 2xU-Triathlon-Einteiler, blueseventy Vision-Goggles; Scott Genius RC-10 MTB mit Nobby Nic 2,25er-Bereifung; Pearl Izumi Octane MTB-Schuhe, Alpina Airframe One-Brille und Alpina Calima-Helm; Pearl Izumi-Handschuhe; Pearl Izumi Streak II-Laufschuhe
  • Ergebnislisten gibt’s hier!
  • Bericht im Triathlon-Magazin gibt’s hier!
  • Bericht auf tri2be gibt’s hier!
  • Bericht der DTU gibt’s hier!

15 thoughts on “Xterra Germany European Championship 2011

  1. Es freut mich, dass es euch auch so viel Spaß gemacht hat wie mir. Gratulation zum Meistertitel und zum Treppchen bei der EM.
    Schön das du schreibst, dass dir die Schwimmstrecke zu lang vor kam. Ein kleiner Trost für meine (wie immer) schlechte Zeit. Denkst du wirklich, dass die Radstrecke im Vergleich zu Tschechien leichter war?😉 Ich glaube nicht. Geil war sie auf jeden Fall. Bei mir lief es gut und ich bin zufrieden. Alex hat eine starke Vorstellung gegeben. Hoffe, dass der sich so weiterentwickelt und auf Maui mal ganz vorn dabei ist.
    Ich durfte mir auch anschließend im Sanizelt die Füße verarzten lassen. Da war die Rede von Scherben, da die Partypeople gern ihr Leergut im See entsorgen. Leider konnte ich nicht zur Siegerehrung bleiben, da wir nen Schuleingang in der Familie hatten. Zwei Stunden Flower ceremony sind der Hammer.

  2. Ja, Katja, es war einfach nur FUN, FUN, FUN!!!🙂
    Danke und herzliche Gratulation zurück. Habe mich schon gewundert, wo Du warst…
    Die Schwimmstrecke war definitiv zu lang. Und zu meinem Kommentar zur „Härte“ der MTB-Strecken in Tschechien vs. Zittau wollte ich ohnehin nachbessern: Meine Einschätzung kam aus der völlig subjektiv empfundenen Schlammpassage bei Dauerregen in Spindlermühle vs. einer verblichenen Erinnerung von 2008. NEIN, die MTB-Strecke in Zittau ist auch aus meiner Sicht technisch schwieriger (man denke nur mal allein an die Hochwald-Abfahrt!).

  3. Zur Schwimmstreckenlänge und zu den aufgeschnittenen Füßen zwei Infos meinerseits:
    Der Schwimmausstieg sollte eigentlich ca. 80 m weiter in Richtung Hotel“HAus am See “ sein, weil dort der Strand besser ist und weniger Muscheln sind, aber durch das Veto der DTU mussten wir den Landgang kurzfristig verkürzen und den Ausstieg in Richtung Ziel verlegen. Dort sind aber Muschelbänke, das sind keine Scherben. Wir wussten das und wollten deswegen den Ausstieg an anderer Stelle. Tut mir leid. Der andere Effekt der Verlegung ist tatsächlich eine Verlängerung der Schwimmstrecke, da wir die Bojen nicht mehr verändern konnten (als Dauerbojen fixiert). Vorher war die exakt mit GPS vermessen.

  4. Danke für die Info, Herr Cheforganisator!
    Mal ein paar Tage nicht laufen tut den meisten von uns ganz gut, glaube ich. Die Wunden sind schon so langsam wieder verheilt. Das Dumme ist nur, dass wir hier in unserem Baggersee (heute Abend Schwimmtrainng!) genau die selbe Art von Muscheln haben.😉
    Danke also nochmal an Dich und Dein Team für einen weiteren absolut hervorragend organisierten Wettkampf, der mir riesen Spaß gemacht hat (ich wollte ja eigentlich jedes Jahr kommen, aber 2009 machte mir meine Achillessehne und 2010 Euer Hochwasser einen Strich durch die Rechnung). Um so schöner, dass ich dieses Jahr den Titel wieder holen konnte.

  5. Hallo Jörg,
    nachdem ich nun schon mehrere Jahre deinen Blog lese war es um so schöner dich doch mal live zu sehen. Habe auch die Xterra mitgemacht und kann diese Eindrücke nur bestätigen. Freut mich vor allem das es dir in unserer Region ganz gut gefallen hat.Was das Schwimmen betrifft habe ich mich auch schon gewundert weil das kam mir ewig vor aber die Laufstrecke war schon immer 9 Km.
    Ohne der O-See Challenge wäre ich nie zum Triathlon gekommen,es ist diese spezielle Form des Triathlons die einen noch mal so richtig den Kick gibt.
    Da kann man nur sagen bis zum nächsten mal.

  6. Hallo Heiko,
    vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Ja, ich wundere mich nur immer, dass – nicht nur bei der O-See Challenge – in unterschiedlichen Publikationen unterschiedliche Streckenlängen angegeben werden. Ich denke, dass wir mit knapp über 9 km ziemlich gut liegen.
    Habe gerade mal nachgeschaut: 2008 war ich 1:30 schneller unterwegs auf der Laufstrecke. Also realistisch.
    Aber warum – wieder nicht nur die O-See Challenge – man ein Wettkampf-Format, dass ohnehin schon krass für die Mountain Biker ausgelegt ist (zwei Drittel der Renndauer ist Biken), auch noch verlängern und erschweren muss, verstehe ich nun wirklich nicht. Das macht es (seihe Kommentare von Chris zum Xterra Czech-Post) für den „gemeinen Triathleten“ nicht attrraktiver und wird dann immer nur etwas für wenige Spezialisten und ein paar Abenteurer bleiben.

    • Hallo Jörg,
      ich kenne einige Leute die sagen der Original Trail reicht mir, die Xterra Variante ist nur was für Profis oder Hoch ambitionierte Athleten. Ich bin ja auch nur ein Hobby Sportler (Beruf ,Familie usw) und ich merkte es ja selber das nach den Schwimmen vielleicht noch so ca.50 oder sogar weniger Räder in der Wechselzone standen. Aber ich sage immer wieder das ist mir egal um so schöner ist das Gefühl danach die gleiche Strecke absolviert zu haben wie die Profis, aber noch mehr verschärft muss es nicht werden das ist für mich jetzt schon grenzwertig.Es ist auch immer wieder krass wenn man sich überlegt das der MTB Teil des Original Trails gerade mal 7 Km kürzer ist wie die Xterra Strecke und jeder der schon mal alle 2 Varianten gefahren ist weiß was das ausmacht.

  7. Hallo Jörg,

    Herzlichen Glückwunsch zum deinem tollen Ergebnis.
    Das kann sich doch wirklich sehen lassen. Es ist doch immer schön, wenn man nach dem vielen Training solch ein gutes Ergebnis im Wettkampf erreichen kann.

    • Hallo Frank,
      ja, das sehe ich genauso – ist ein sehr versöhnlicher Abschluss einer spannenden und freudvollen Triathlon-Saison.
      Jetzt nur noch „austrudeln“…😉

  8. Ein paar Einwände zu Jörgs Kommentar bzgl. der Streckenlängen vom 24.August: Es ist richtig, unser Wettkampf ist bikelastig. Das ist aber die Eigenheit des Cross-Triathlons allgemein. Und mal ehrlich: der Ruf der O-SEE Challenge ist doch in der spektakulären Bikestrecke begründet. Und wer will, kann doch mit dem CLASSIC-Wettbewerb den kürzeren Bikepart bei gleicher Laufdistanz wählen. Aber dann ist es eben kein echter XTERRA mehr, da dieser an standardisierte Distanzen quasi normiert wird. Komischerweise kommen die echten Triathleten aber nur wegen der XTERRA Distanz nach Zittau, nicht wegen dem CLASSIC oder LIGHT-Wettkampf. Letzteren kann man sogar mit einem Trekkingrad fahren. Offensichtlich wird da schon die Herausforderung bewußt gesucht und gefunden.
    Insgesamt mündet diese Thematik in die spannende Frage nach der Zielgruppe. Ist Crosstriathlon mehr was für Triathleten oder mehr was für Mountainbiker und Cross-Spezialisten ? Fakt ist, unser Event lebt extrem von der Mountainbikebegeisterung der Region. Aus der Historie heraus gibt es bei uns kaum waschechte Triathleten, DTU – Regelwerk ? Fehlanzeige. Aber einmal im Jahr gehen die Jungs (und Mädels) auch mal in den O-SEE um dieses geile Event zu erfühlen. Und mancher schmunzelt über die Triathleten, welche ihr Bike zu Tale schieben…
    Auch noch ein Satz zu der (kritisierten) Verlängerung der Strecke. Diese erfolgte im hinteren Teil aufgrund der Streckenverlegung im Lückendorfer Bereich. Diese Verlängerung ist aber weder technisch noch konditionell herausfordernd, so dass wir die seit 3 Jahren vorhandene Strecke nicht noch mehr verschärft haben.

  9. Da es hier so eine schöne Diskussion gibt, will ich mich auch noch einmal einklinken. Das Rennen am O-See ist der Grund warum ich mit dem Triathlon begann. Ich bin vor 9 Jahren das erste Mal als Staffelbiker am Start gewesen. Irgendwann wollte ich es mal alleine probieren und war froh, dass die Radstrecke so schwer ist, weil ich nicht schwimmen kann. Bei einer leichten Strecke wäre ich nie auf die Idee gekommen das Einzelstarter zu starten, weil ich eh keine Chance hätte den Rückstand vom Schwimmen aufzuholen.

  10. Hey Jörg,
    Glückwunsch zu dem bombastischen Abschneiden!
    Bist du dieses Jahr wieder bei der Spessart Challenge zu Gast?

    train safe
    Jörn

  11. @Katja: Ja, so hat jeder seinen ganz individuellen Einstieg und seine Gründe. Ich z.B. werde wohl über nächstes Wochenende 26 Jahre nach meinen Triathlon-Debüt beim Triathlon in Stockach am Start stehen…😉
    @Jörn: Vielen Dank. Nein, ich werde dieses Jahr mal nicht zur Spessart Challenge gehen und statt dessen hier im Ländle noch ein wenig „ausklingen lassen“ (Stockach s.o., evtl. König der Berge, evtl. Cross-Duathlon Hürben).

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