Ganz viel Schnee

Die drei Herren vom Grill – bei der Arbeit

Die Wettervorhersage war ja bereits im Vorfeld von der übelsten Sorte. „Naja, viel Schnee…es könnte schlimmer kommen“, dachte ich so für mich. Und es kam schlimmer…

Anreise Freitag-Nachmittag. Irgendwie schien ich im Verhältnis zu den angereisten Kollegen des TSV Frickenhausen mal wieder viel Glück gehabt zu haben. Und so stand ich nach den üblichen zwei Stunden auf dem Parkplatz in Oberjoch. Ab Kempten wurde es ziemlich heavy was den Schneefall und die Straßenbeschaffenheit betraf. Aber da fängt der Spaß mit einem A6 quattro ja erst an.🙂

Die Umzieherei auf dem Parkplatz bei diesem Wahnsinns-Wetter setzte den Wagen ja schon fast unter Wasser. Aber schließlich zog ich mit meinen neuen Scott Cruz‘ Air auf der nur im untersten Teil befahrenen Pist Richtung Iseler (es lief nur der untere Schlepper). Oben dann spurte ich auf der Piste (war trotz des starken Schneefalls immer noch besser als im freien Gelände) Richtung Bergstation Iseler. Bei dem Sturm hatten die nicht einmal die Sessel draußen. Alles einsam und still. Der Sturm tobte und die Schneeflocken wirbelten nur so um die Ohren. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal mit einer wasserdichten Shell (Montane Air Jacket) im Anstieg unterwegs war…

Oben dann ein Blitzwechsel und auf der nur noch schwer erkennbaren Piste durch den Tiefschnee hinab (Lawinenwarnstufe 4 nahm ich dann doch ernst). Der Pulver staubte – ein einziger Traum. Und weil’s so schön war, machte ich die Tour gleich noch ein zweites Mal. Dann war es allerdings schon so dunkel, dass ich die Weiterreise nach Kranzegg zur Hütte unternahm.

Wie auch letztes Jahr waren wieder einige Mitglieder mit ihren Familien der Einladung gefolgt und wir hatten jede Menge Spaß in der großen Hütte. Das Tischfußball-Turnier fiel allerdings grundlos aus.😦

Ansonsten gab es wie immer lecker Essen und die Alkoholiker-Fraktion vernichtete so an die 100 Flaschen Bier. Dazu einige Schnäpse, Wein und natürlich den obligatorischen Ramazotti.

Am Samstag-Morgen ein Bild wie aus dem Winter-Bilderbuch. Es hatte in einem durchgeschneit und da war jede Menge Räumarbeit. Ich unternahm wie im Vorjahr eine Skitour direkt von der Hütte – einmal mehr auf der Piste der Grünten-Lifte. Erstaunlich viele hatten sich trotz des teils wilden Schneegestöbers auf die Pisten gewagt. Nach einem kurzen Einkehrschwung in der Grüntenhütte fuhr ich eine wilde Abfahrt durch einsamen, unverspurten Hochwald hinunter zur Alpe Kammeregg und auf der Skidoo-Spur wieder hoch zum zweiten Einkehrschwung auf der Grüntenhütte, wo ein deftiger Linseneintopf auf mich wartete. Unterwegs beim Abfellen verirrte sich einer der Pistenbullys Richtung Gipfel (der Gipfellift lief auch hier aufgrund des Sturmes nicht). Dummerweise kriegt man ohne den heulenden Sturm dank eingepackter GoPro Hero2 gar nicht mit, wie wild das Ganze wirklich war.

Pistenbully im Schneesturm

Leider wurde der Sturm immer wärmer, der Schnee ging in den niederen Lagen in Regen über, so dass das Skifahren unter 1000 Metern kein richtiger Spaß mehr war und der Schnee dort bis zum Sonntagmorgen fast gänzlich weggeregnet war.

So unernahmen Anja und ich ein schönes Morgen-Läufchen, bevor wir unsere Siebensachen einpackten und nach Hause fuhren. Für mich war es sinnvoll, direkt „zur Arbeit“ durchzufahren und ich ließ den Sonntag gemütlich mit einer Bewegungstherapie-Einheit und einem Sauna-Aufenthalt in meinem Hotel im Spessart ausklingen.

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