Trainingshäufigkeit

Im Ziel des Albgold-Winterlaufs in Rübgarten

Inspiriert von einem guten Artikel von Matt Fitzgerald auf triathlete-europe, hier ein paar Gedanken zu einem DER drei Stellschrauben im Training, der Trainingshäufigkeit (die zwei anderen Variablen, Trainingsintensität und -dauer beleuchte ich vielleicht ein anderes Mal):

Was ich gut an Matt’s Gedanken finde, ist, dass er nicht die weitverbreitete Kuschelnummer fährt, die anscheinend omnipräsent sowohl durch die einschlägigen Online- wie Printmedien wabert: Der Idee, dass wir alle schon wahnsinnig viel für unsere Gesundheit tun, wenn wir es doch nur schaffen, zwei Mal pro Woche unseren Hintern für eine Stunde raus zu bewegen. Damit räumt er – zu Recht wie ich meine – auf und propagiert ganz klar ein tägliches Training für alle, denen es (wie er es schön formuliert) wichtig genug ist, schneller und besser zu werden.

Wenn ich mich nun umschaue, dann finde ich unter den ambitionierten Läufern oder Triathleten auch nicht einen, der nicht diese Regelmäßigkeit im Training erkennen ließe. Aber auch unter dem ambitionierten Triathleten wird gern darauf herum geritten, wie verletzungsanfällig das Laufen sei und das man es zu gunsten des Schwimmens und Radelns auf ein Minimum beschränken sollte.

Und genau das glaube ich nach meinen Erfahrungen der vergangenen drei Jahre NICHT!

Im Gegenteil glaube ich heute, dass gerade dieses „auf ein Minimum beschränken“ zu der Verletzungsanfälligkeit führte. Ich muss mir nur die zwei Seasons 2008 und 2012 anschauen (meine erste „Triathlon-Wiedereinsteiger-Saison“ und dieses Jahr. In beiden Fällen, habe ich schon um die Weihnachtszeit begonnen regelmäßig zu laufen, habe jede Menge „Lange Läufe“ (meine Definition > 2 h) in die Beine gehauen und habe vor allem eine Regelmäßigkeit erkennen lassen, die dazwischen liegenden Jahre vermissen ließen.

Ich glaube heute, dass, wenn jemand ambitioniert lange Läufe laufen will, es immer wieder kleine Zipperlein geben wird. Ich kenne keinen, bei dem das nicht so wäre. Und trotzdem solte das Ziel sein, eine hohe Trainingshäufigkeit hinzukriegen, einfach regelmäßig zu laufen (wenn irgend möglich, täglich)! Und ich glaube, das der Schlüssel ist, mit viel Geduld, Schritt für Schritt, langsam sich an höhere Trainingshäufigkeit, -dauer und -intensität zu gewöhnen. Langsam, aber stetig.

Das hört sich jetzt natürlich unfassbar trivial an. Ist es aber offenbar nicht (wenn ich mir die die vielen Verletzten da draussen ansehe und wenn ich meine eigenen Erfahrungen betrachte). Gerade für die Ambitionierten, die Wettkämpfe so schnell wie möglich laufen wollen, scheint das eine unvorstellbar große Herausforderung zu sein.

Nur so ein paar Gedanken…

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