NC Offroad Run 2012

Das war mal wieder ein in jeder Hinsicht lohnender Trip nach Esslingen, um bei der zweiten Auflage des NC Offroad Run teilzunehmen. Regelmäßige Leser erinnern sich vielleicht an meinen Bericht vom vergangenen Jahr sowie Dieter’s Bericht auf Laufkultur.

Okay, am Morgen musste man sich beim Blick aus dem Fenster etwas überwinden, aber ich kenne ja meine Vorliebe für schwierige Rennbedingungen. Also nach dem Frühstück rasch die Laufsachen (und Saunasachen) gepackt und die 25 Minuten nach ES rübergerutscht.

Dort angekommen alles entspannt, Wetter relativ freundlich. Startnummer (36) abgeholt und dann die Aufwärm-Routine, die leider aufgrund der Kälte wieder etwas zu kurz ausfiel. Die Strecke vom letzten Jahr war komplett überholt worden: Länger (12,5 statt 9,x km), mehr Höhenmeter (320 statt 190) und gegen den Uhrzeigersinn (statt im).

Dann Startaufstellung im ersten Block (von vier). Irgendwie kann man den schnellen Jungs immer sofort ansehen, dass sie schnell sind. Spätestens nach zweihundert Metern wurde das sehr deutlich, da die ersten Zwei im Mittelstreckler-Stil davonbrausten. Ich konnte die erste Hälfte bis wir wieder unten fast am Start vorbeikamen nach recht gut folgen, dann bremsten mich aber wieder die Schmerzen in meinen Achillessehnen dermaße ein, dass ich abreissen ließ. Nebenbei war völlig klar, dass, selbst wenn ich an den Jungs dran geblieben wäre, sie mich im in einem Sprint aber sowas von vermöbelt hätten. Da waren mir meine Sehnen wichtiger, zumal nach hinten nicht einmal an den langen Geraden irgend jemand zu sehen war (im Ziel drei Minuten Abstand). So genoss ich das Rennen sehr, obwohl ich es schon als hartes Kraftausdauer-Training durchzog. Aber eben nicht Anschlag. Mitten drin gab’s dann eine eiskalte Dusche von oben. Ich hatte (etwas gewagt) mutig auf kurz/kurz gesetzt – aber das war selbst mir im Wind etwas zu frisch. Aber so ein Rennen ist ja schnell fertig und dann gibt’s trockene und warme Kleidung. Diesmal hatten die Organisatoren die meisten Hindernisse an’s Ende gesetzt. Das fand ich besser (letztes Jahr war ich schon nach zwei Kilometern total K.O.).

Im Ziel dann gleich trockene Sachen anziehen. Beim Auslaufen lerne ich Christian Lenk kennen, der den ersten Platz overall im Sprint verteidigte und letztes Jahr dafür verantwortlich war, dass die beiden Kenianer mir zeigten, was „schnell laufen“ heißt. Er managt ein paar von ihnen und ist selbst als einer der besseren Mittelstreckler (800 m) öfter unten in Iten (Kenia), um mit den Besten zu trainieren.

Der 5 €-Gutschein reichte gerade für ein Bio-Brot und ein Stück leckeren Kuchen für den Nachmittag. Dann die Siegerehrung, wo ich wie letztes Jahr für den ersten Platz in der M40 meine 150 € Preisgeld abholen durfte. In der anschließenden Verlosung müssen wir mit ansehen, wie der 1. Preis (ein Plasma-Flachbildfernseher) an die Startnummer 35 (Sieger Christian Lenk) geht, der aber nicht mehr anwesend ist und hoffentlich nichts davon erfährt (sonst ärgert er sich grün). Christoph Hillebrand (2. Platz overall) und ich stehen nebeneinander und witzeln noch, dass sie doch jetzt nur noch in die eine (#34 – er) oder andere Richtung (#36 – ich) ziehen müssten. Und tatsächlich ziehen sie die Nummer 34 und Christoph gewinnt das Ding. Hat mich echt gefreut für ihn. Da in meine Wohnung kein Fernseher kommt, passt das so.

Fazit:

Gut organisiertes, aber wieder relativ schwach vermarktetes Rennen. Verstehe ich nicht. So ein Format macht so viel Spaß. Das Startgeld ist unschlagbar günstig (3 €). Esslingen ist hervorragend für 1 Million Leute erreichbar. So ein Preisgeld gibt es eher selten. Ich verstehe die Leute nicht. Anyway.

Race Stats:

  • Wetter: Aprilwetter – Regen, Wind, Sonne, ca. 8°C
  • Strecke: 12,5 km mit 320 Hm und vielen Hindernissen
  • Zeit: 49:34
  • Platzierung: 3. Platz overall (1. M40)
  • Equipment: Pearl Izumi PRO Singlet und -Shorts, New Balance MT 110- Trailschuhe
  • Ergebnislisten gibt’s hier!

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