Black Forest Trailrun Masters – Vorbericht

Morgen ist es also soweit: Mein erster Ultra-Trail-Marathon steht an. Im postkarten-schönen Simonswald findet das Black Forest Trailrun Masters statt. Klar, dass allein der Titel bei so einigen Deutschen gleich Heimatgefühle auslöst.😉

Aber Trailrunning (oder soll ich einen sprachlichen Handstand machen und es „Pfadlaufen“ nennen?) ist nun einmal eine neue (alte) Sportart, die einmal mehr in dieser Ultra-Variante aus den USA importiert wurde und in den vergangenen Jahren unheimliche Zuwächse verbuchen konnte. Die Ultratrails sprießen nur so wie die vielzitierten Pilze aus dem Boden und die meisten Läufe sind – im Vergleich zu ihren Pendants auf der Straße – weit vor dem Renntag ausgebucht. So auch das BFTM.

Was steht an? Am Samstag geht’s über 58,7 km und 2400 Höhenmeter in weitem, nordwestlichen Bogen um Simonswald herum in stetigem Auf und Ab. Am Sonntag wird noch locker ausgelaufen mit dann lediglich 27,1 km und bescheidenen 1140 Höhenmetern. Insgesamt also 85,8 km und 3540 Höhenmeter. Beide Läufe können auch einzeln absolviert werden.

Da dies mein erster Lauf jenseits der Marathonstrecke ist, habe ich gehörigen Respekt und werde ergo sehr defensiv in das Rennen starten. Jeder, der mich kennt, weiß aber auch, dass ich natürlich nicht „nur finishen“ möchte. Auch wenn ich bei diesem Thema noch zu den „Rookies“ zähle, möchte ich schon ganz gern irgendwo vorne mitlaufen. Aber es gibt einfach zu viele Unwägbarkeiten, um zeit- oder platzierungstechnische Voraussagen zu treffen. Es kann einfach wahnsinnig viel passieren da draussen.

Im Grunde habe ich diesen Lauf gewählt, weil er gleich mehrere Kriterien perfekt erfüllt:

  1. Er liegt 5 Wochen vor dem Zugspitz-Ultratrail (ZUT), dem Hauptwettkampf dieser Saison.
  2. Zwischen 42,195 und 100 km wollte ich unbedingt mal vorher etwas dazwischen laufen.
  3. Er hat durch den Zwei-Tages-Charakter eine „erweiterete Härte“ eingebaut.
  4. Durch dieses „am Tag darauf gleich wieder laufen nach einem langen, harten Rennen“ bietet er auch eine gute Simulation für den Transalpine Run (TAR) Anfang September, einem weiteren Höhepunkt der diesjährigen Wettkampf-Saison.
  5. Er liegt praktisch vor der Haustüre in einer wunderschönen Landschaft und ist gleichzeitig noch nicht zu extrem-alpin.

Gründe genug also, nachher gemütlich in den Südschwarzwald zu gondeln, um am Brend oberhalb von Furtwangen und Simonswald mein kleines, gemütliches Hotel zu beziehen (man beachte bei zeitnahem Lesen die Webcam: Hallo?! Tief in Neuschnee eingepackt liegt es da!). Ich wollte mich zuerst bedanken für Deine Empfehlung, Thomas, aber mich da einzubuchen war vielleicht nicht die stärkste Idee… Ich muss schon sagen, dass ich baff erstaunt war, als ich die vielen Fotos auf Facebook sah mit massenhaft Neuschnee…und das Mitte Mai!

Ich bin mir über verschiedene Dinge noch gar nicht klar: Mit welchen Schuhen laufe ich? Nehme ich etwas zum Trinken und Essen mit? Und wenn ja, was? Nur der FuelBelt oder gleich die schweren Waffen?

Und wie geht’s mir? Naja, ganz ordentlich, aber eben mal wieder nicht so richtig toll. Die verdammten Achillessehnen geben keine Ruhe. Und wenn die so rumzicken wie nach den beiden letzten Rennen, werde ich am Sonntag erst gar nicht an den Start gehen können (ganz zu schweigen vom Finish eines 59 km-Trailruns). Naja, mal schauen was geht…am Ende bin ich ja doch ein Wettkampftyp und da geht dann meist immer was.

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