Trainingstipps von Michael Wardian

Nach all‘ den Jahren, in denen ich jedes Wort, jeden Satz höchstpersönlich geschrieben habe, probiere ich mal etwas aus, das viele andere Blogs seit langem Zulassen: Gastbeiträge. Im Folgenden also ein paar simple Trainingstipps eines sehr erfahrenen Trailrunners.

Fünf Tipps von Ultramarathongewinner Michael Wardian
Der Läufer Michael Wardian ist ein Meister sowohl des Straßen-, als auch des Traillaufs und hat bereits mehr als 150 Marathons, 60 Ultramarathons, und 20 Triathlons absolviert.

1. Training für den Trailrun
Der Traillauf erfordert andere Fähigkeiten als das Joggen auf der Straße, was jedoch nicht schwer zu erlernen ist. „Die wenigsten von uns leben in landschaftlich fordernden Gegenden“, sagt Wardian. „Was ich also tue, ist, beim Training über Bordsteinkanten oder niedrige Zäune zu springen oder auf Kieselsteinen zu laufen. Wichtig ist, verschiedene Schrittgrößen zu machen, um auf unterschiedliche Weise mit den Füßen aufzukommen, da dies die Beschwerlichkeiten des Traillaufs simuliert.“

2. Die eigene Angst bezwingen
Letztes Jahr zog sich Wardian beim Fall während eines abschüssigen Laufs Verletzungen am Gebiss und im Gesicht zu. Dennoch setzt er alles daran, noch schneller bergab laufen zu können. „Sie müssen die Angst überwinden. Sie müssen sich damit anfreunden, dass Sie bergab beinahe fallen, doch Ihre Füße sie schon auffangen werden.“ Übung verhilft zu mehr Selbstbewusstsein, einige Tricks helfen zusätzlich dabei. Einer davon ist der Verzicht auf Sonnenbrillen, da diese das Tiefenempfinden der Sicht beeinflussen. Außerdem ist es wichtig, sich auf das Gelände zu konzentrieren und auf Ablenkungen wie etwa Musik vom iPod zu verzichten.

3. Schuhe wechseln
Wiederholte Bewegung kann zu Abnutzungserscheinungen führen – doch Wardian hat eine effektive Lösung dagegen parat: Öfters die Laufschuhe auswechseln. „Dies verhindert, dass Sie immer wieder gleich mit den Füßen auftreten“, sagt Wardian. Er selbst verfügt über eine Vielzahl an Laufschuhen: Wettkampfschuhe, Hybrid-Outdoor-Schuhe, klassische Outdoor-Schuhe und sogar Sneakers mit Sprungfedern. Gerade an Tagen mit zwei Trainingseinheiten wechselt Wardian seine Laufschuhe aus. „Bei verschiedenen Gewichten setzen Sie Ihre Füße unterschiedlich auf. Dieser Umstand hält Ihr Training frisch.“

4. An den eigenen Schwächen arbeiten
Als Wardian 2009 seinen Siegertitel beim 50-Meilen-Traillauf verteidigen wollte, unterlag er auf Grund einer mehrere Meilen lang aufsteigenden Strecke einem Mann, der in den Bergen trainiert hatte. „Ich lief nicht gerade langsam, doch er verlangsamte nicht einmal seinen Schritt. Ich erkannte also, dass ich nicht so gut bin, wie ich dachte“, sagt Wardian. Selbst die besten Läufer können sich immer noch steigern. Man sollte also seine Schwächen im Wettkampf mit anderen Läufern herausstellen und sich darauf konzentrieren, diese zu beheben.

5. An Wettkämpfen teilnehmen
2011 hat Wardian an eindrucksvollen 48 Wettläufen teilgenommen, immer auf der Suche nach der größten Herausforderung. Es muss jedoch nicht immer ein Wettlauf sein, um die bestmögliche Leistung zu erbringen. Ein gemeinschaftlicher Lauf kann der Konzentration zuträglich sein, zugleich eine Gelegenheit, Teil der Läufergemeinde zu sein und das Training in Ehren zu halten. „Es ist toll, hinauszugehen und zehn Meilen zu laufen. Doch es ist großartig, diese zehn Meilen zusammen mit 15.000 anderen Menschen zurückzulegen“, sagt Wardian. Wardian empfiehlt daher, nach den verschiedensten Laufveranstaltungen Ausschau zu halten.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s