Laufschuhtest: Salming Distance

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Die Firma Salming kann man – zumindest im Laufschuh-Segment – wohl am besten als „New Kid on the Block“ bezeichnen. Im vergangenen Jahr stellten sie zum ersten Mal eine kleine Kollektion an Laufschuhen und -Bekleidung vor. Die Laufschuh-Kollektion hat sich für 2015 um einen Schuh erweitert – wie zu erwarten einen Trailschuh (der blaue im Bild oben).

Den „Distance“ (der gelbe im Bild oben) habe ich schon seit September in der 2014er-Version im Einsatz und er ist ein Schuh wie gemacht für mich.

  • Er ist leicht (220 g), die 2015er-Version ist allerdings 15 g schwerer (zumindest auf meiner Waage wie immer standardisiert gemessen frisch aus dem Karton ohne Dreck).
  • Er ist schick (okay, Schönheit ist wie immer Geschmacksache).
  • Er ist flach gebaut, aber nicht ZU flach (5 mm Sprengung – wie übrigens alle Salming-Laufschuhe).
  • Er ist schön flexibel, bietet aber gleichzeitig eine gewisse Führung und Stabilität.
  • Er vermittelt damit einen angenehm direkten Bodenkontakt.
  • Er schubbst einen schon in Richtung Mittel-/Vorfußlaufen, ist aber auch ausreichgend gedämpft, um über die Ferse abzurollen.

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Wie man auf dem obigen Bild erkennen kann, haben die Leute bei Salming großen Wert gelegt auf eine stabile Zehenbox und vor allem eine stabile Fersenkappe. Das halte ich für wichtig (was ich an anderer Stelle schon ausführlicher dargelegt habe). Ich mag keine Laufschuhe, wo man den Eindruck hat, auf einem Wasserbett zu laufen – ohne das Gefühl von Stabilität, Führung und direkten Bodenkontakt.

Und die Sohle? Recht unspektakulär. Abgesehen davon, dass sie – wie alle Salming-Schuhe – recht farbenfroh ausfällt, hat sie alles, was man von einer guten Straßenschuh-Sohle erwartet. Sie bietet einen guten Grip, ist ausreichend flexibel (ohne labberig zu wirken) und bietet eine angenehme Torsionssteifigkeit.

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Fazit: Ein rundehrum perfekter Straßenschuh für die tendenziell flotteren Einheiten. Während ich Leichtgewicht diesen Schuh als Standard-Laufschuh „für jeden Tage der Woche“ laufen kann, bietet er sich geradezu für schnelle Tempoeinheiten auf der Straße oder Bahn an. Einziger Schwachpunkt: Ich kann noch nichts zu den frisch eingetroffenen 2015er-Modellen (s.o.) sagen, aber im 2014er-Schlappen reibte regelmäßig die Fersenkappe an meiner Ferse. Ich habe sie schließlich – obwohl man keinen nennenswerten Unterschied in der Höhe zu anderen Herstellern erkennen konnte – um einige Millimeter gekürzt und das Problem verschwand sofort. Ergo kann ich diesen Schuh (fast) uneingeschränkt empfehlen (mit dem einen Sternchen Abzug wegen der reibenden Fersenkappe). Erhältlich ist er im Web oder bei (noch) wenigen Fachhändlern. Wie immer ist bei uns in der Region Heart & Sole in Degerloch und Stuttgart „early adopter“ und bietet die gesamte Range zum Reinschlüpfen und Antesten. Preislich bewegen sie sich wie die Prämium-Produkte der Konkurrenz bei 150 Euro.

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