Startwellen in Mittel- und Langdistanz-Triathlons

Startwellen IMAT

Die IRONMAN-Götter scheinen mich erhört zu haben mit meinem üblen Rumgejammere zum Thema Startwellen. Wie praktisch allen ambitionierteren Sportfreunden bin ich seit geraumer Zeit latent genervt, da ich – zwischenzeitlich in der M45 angekommen – mehr und mehr die A-Karte gezogen habe und irgendwo weit hinten starten darf. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob die Renn-Organisatoren antweder (1) keine Ahnung von der Dynamik eines Mittel- oder Langdistanz-Triathlons haben oder (2) es einfach nur Ignoranz/Unwissenheit/Unachtsamkeit ist oder (3) vielleicht gar böser Wille dahinter steckt. Aber so blöd kann man eigentlich gar nicht sein. Unter der Begründung, dem Windschattenfahren Einhalt zu gebieten, lassen sie Hunderschaften von M40ern und M45ern durch das Feld der vor ihnen gestarteten Frauen oder älteren Herren pflügen. Dass dieses Vorgehen (1) alles andere als sicher ist bei der Auftaktdisziplin (wenn schnellere Schwimmer in großem Stil über langsamere „drüberschwimmen“ müssen) und (2) beim Radfahren das Windschattenfahren so eher schwer zu vermeiden ist, dürfte auch den einfacheren Geistern klar sein.

Ergo ist der Schritt von Erwin Dokter (der Race Director des IRONMAN Austria in Klagenfurt – kurz IMAT) sehr zu begrüßen, eine sogenannte „Schnelle Welle“ (s.o.) einzuführen mit eben jenen „ambitionierten Amateuren“, die meist doch mehr oder weniger deutlich unter einer Stunde schwimmen können und vielleicht gar die Hawaii-Qualifikation anstreben, bessere Rennbedingungen zu ermöglichen.

Was mich daran nur wundert ist, dass dieses Vorgehen noch nicht Usus ist in der IRONMAN-Welt. Denn Kurt Denk und sein Renndirektor Kai Walter hatten dieses Procedere bereits 2008 bei meinem ersten IM-Start neuer Zeitrechnung mit viel Erfolg angewendet. Damals konnte ich die 180 Kilometer fast gänzlich allein fahren. Nun also auch beim IMAT. Ich frage mich nur ernsthaft, warum nicht (wenigstens innerhalb des IRONMAN Europe-Imperiums) nicht miteinander Erfahrungen ausgetauscht werden und eine solche einheitliche Vorgehensweise installiert wird. Das hilft allen: Den Langsamen genau so wie den Schnelleren. Und bietet insbesondere vorn – dort wo es um etwas geht – ein faireres Rennen.

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