Weltreise Teil 5: Chile

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Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja: Der Ultralangstreckenflug von Tokio via Toronto nach Santiago de Chile. Alles tadellos verlaufen. Leider habe ich keinen Fensterplatz auf der linken Seite bekommen. Dann ein paar Tage Santiago. Was soll ich sagen – nichts Besonderes. Trotzdem eine nette Zeit mit Atsushi, einem super-netten Japaner, der sich hier ein Motorrad kaufen und die Panamericana nach Norden fahren will, in einem kuscheligen Hostel mittendrin. Der Stadtteil Bellavista ist nett und natürlich der Hausberg Cerro Cristóbal. Dort auch den ersten längeren Trailrun der gesamten Reise gemacht vor dem Sonnenaufgang. Herrlich. Oben habe ich zufällig eine Gruppe der weltbesten Trailrunner getroffen, die dort gerade ein Fotoshooting für ihren Sponsor Merrel machten.

Das erste richtige Highlight von Chile war dann Valparaiso, seineszeichens UNESCO World Heritage. Wunderschöne alte Jugendstil-Gebäude aus der Zeit des Salpeter-Booms. Damals benötigte man Salpeter, um Sprengstoff herzustellen, der überall (Mining, Kriege) gebraucht wurde. Chile hatte riesige Salpeter-Vorkommen und in dem Boom wurde es zu einem sehr reichen Land und entsprechend bauten die Reichen eben auch wunderschöne, grosse Häuser. Dann kamen (natürlich!) ein paar findige deutsche Chemiker auf eine Idee, wie man den Salpeter ersetzen konnte…und schwupps war’s vorbei mit dem Boom und dem vielen Geld und dem neu gewonnenen Reichtum. Blöd, wenn man den Grossteil seiner Volkswirtschaft auf endlichen Ressourcen aufbaut (wie das auch heute noch einige Länder tun). Erschwerend kam hinzu, dass 1914 der Panama-Kanal eröffnet wurde. Zuvor mussten alle Schiffe das berühmte Kap Horn, die Südspitze Südamerikas, umschiffen (was natürlich nicht ganz korrekt ist – sie nahmen die „Abkürzung“ durch die Magellanstrasse). Valparaiso war der erste (bzw. letzte) Hafen, vor oder nach der Fahrt um das Kap. Dementsprechend gross und bedeutend war der Hafen. Aber auch heute noch hat der er grosse Bedeutung für den Handel, insbesondere mit Obst und Gemüse aus dem Valle Central. So stand denn auch eines der grössten und modernsten Frachtschiffe der Welt, die neu gebaute „Valparaiso Express“ der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd nach ihrer Jungfernfahrt im Hafen. Sehr, sehr beeindruckend, wenn man mit einem kleinen Hafenrundfahrt-Schiff direkt vorbeituckert. Valparaiso hat ein tolles Flair und ich wäre gern noch ein paar Tage geblieben: Tolle Restaurants, Cafés, Galerien, die weltbesten und omnipräsenten Graffitis…und immer die Bucht und das Meer im Blick.

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Vom Meer ging es dann zurueck nach Santiago und sofort mit dem Flieger ganz in den Süden, nach Punta Arenas. Mein Ziel war ein wenig weiter im Norden der berühmte Nationalpark „Torres des Paine“. Das Tor dazu ist Puerto Natales, das sehr stark mit Punta Arenas um die Krone der hässlichsten Stadt Chiles kämpft. Da willst Du echt nicht tot über’m Zaun hängen. Alles ist auf die Backpacker und Hiker aus aller Welt eingerichtet. So stattete mich mein Host Andres im Hostel kuzerhand mit allem aus, das ich für eine Woche in der Wildnis brauchte: Zelt, Isomatte, Kocher, Stöcke. Einen Wermutstropfen beklagten fast alle Reisenden, noch bevor wir überhaupt im Park loslegen konnten: Die Chilenen vor Ort verstehen es ganz perfekt, bei der grossen Nachfrage ihren Gästen auch noch den letzten Peso aus der Tasche zu ziehen. Das hinterließ auch bei mir einen schalen Nachgeschmack. Es geht dabei nicht wirklich um den einzelnen Euro, sondern vielmehr über die Art und Weise des Umgangs, wie man sich ständig abgezockt fühlt (erinnerte ein wenig an China).

Anyway. Der Nationalpark selbst (Eintritt 21.000 Peso, gut 30 Euro) ist schon fantastisch. Direkt am Übergang von der immertrockenen Steppe („Pampa“) zu immergrünen Wäldern, hohen Bergen „aus dem Nichts“ und Gletschern, die fast bis auf Meereshöhe hinunter reichen. Sie entspringen dem sogenannten „Südlichen Eisfeld„, dem größten Gletschergebiet ausserhalb der Polkappen. Es ist ca. 350 km lang, durchschnittlich 30-40 km breit und reicht von Meereshöhe bis auf ca. 3.400 m hinauf. Auf dem Gardner-Pass zu stehen und hinunter auf den Grey-Gletscher zu schauen, ist einer der beeindruckendsten Blicke, die ich in meinem jungen Leben je geniessen durfte. Wahrlich beeindruckend!

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Zu den miesesten Sachen rund um den TdP-Nationalpark gehört die Reservierung der Campsites bzw. Refugios (Schutzhütten). Sie sind mittlerweile auf Monate hin ausgebucht und ich habe es nur durch ein paar Tricks & Kniffe geschafft, doch noch den „Circuito“ (besser bekannt als „O-Trek“) durchzuziehen. Unter anderem dadurch, dass ich am ersten Tag die „Torres“ abhakte, nur um schon mal im Park zu sein (es sind immerhin nochmal 240 km von Puerto Natales und durch die schwachsinnige Organisation der Chilenen/Nationalpark-Heinis braucht man ungefähr eine weitere Stunde (in einer Schlange anstehen gehört bekanntermaßen zu meinen ausgesprochenen Lieblings-Aktivitäten), um endlich seine 21.000 Peso bezahlen zu dürfen. Mit anderen Worten: Ein halber Tag (und ein Haufen Kohle) ist weg, bis man den ersten Schritt getan hat. Dann aber alles abhaken und geniessen…

Ich habe ausgesprochenes Glück mit dem Wetter, so dass ich gleich mal zwei Super-Tage mit viel Sonne und tiefblauem Himmel erwische und tatsächlich die berühmten Sonnenaufgangs-Fotos von den Torres machen kann. Auf dem Weg zum Refugio Chileno (wo ich übernachtete) traf ich auch wieder die wunderbare Kiwi-Familie, die ich beim Frühstück im Hostel Voyage in Valparaiso kennengelernt hatte. Es ist schon erstaunlich, aber all‘ die guten Erinnerungen von vor 25 Jahren kommen hoch – die Kiwis empfinde ich als einfach die nettesten Menschen auf Erden.

Am nächsten Tag ging’s von Chileno zum Campamento Serón (nach dem morgendlichen Trailrun zum Mirador Torres). Am Abend traf ich einen freundlichen Chinesen (ja, die gibt es auch!), der professionell fotografiert. Obwohl am Vortag ca. 400 Menschen oben am Mirador waren, sind wir an diesem Morgen nur zu viert – mich eingeschlossen. Und obwohl alle „Normalos“ sich über das sonnige Wetter und die klare Sicht auf die Torres freuten, verzog der Chinese nur angewidert das Gesicht und meinte (völlig korrekt): „Light – no good!“ Ergo standen wir um 2:30 Uhr auf, nur um festzustellen, dass es stockdunkel war (surprise!) und in strömen regnete. Ich legte mich wieder hin und stellte den Wecker auf 3:30 Uhr. Dann leider das selbe Bild. Die Aussicht, innerhalb weniger Minuten eiskalt und nass zu sein kombiniert mit der circa einprozentigen Chance, irgendwas zu sehen, ließen mich wieder zurück in meinen Schlafsack kriechen und selig einschlafen. Um kurz nach sechs wachte ich dann auf und sah…Licht! Tatsächlich riss es etwas auf und die Chancen stiegen ins Unermessliche! Sofort zog ich mich an, packte meinen Daypack und lief los. Nach weniger als einer Stunde war ich oben am Gletschersee (Mirador) und hatte tatsächlich den „View of views“. Dann zurück und erstmal frühstücken.

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Auf der „Rückseite“ des O-Trek sind deutlich weniger Wanderer unterwegs als auf dem völlig überlaufenen W-Trek (quasi das Ende des O-Trek). Menschen fragen mich immer wieder ganz erstaunt, warum ich denn ALLEIN reisen/wandern würde. Ich wundere mich im Gegenzug immer, warum ich in so einer fantastischen Natur wandere und dann den ganzen Tag damit verbringe, mit anderen alles totzuquatschen. Selbst nach einem langen Wandertag ist – wir haben hier immerhin die laengsten Tage des Jahres – noch so viel Zeit, sich in den Camps mit Anderen auszutauschen.  Wann immer ich mal ein paar Schritte mit anderen gehe, frage ich mich dagegen hinterher, wie dieser Abschnitt eigentlich ausgesehen hat. Die Leute fragen mich, ob ich mit meiner Geschwindigkeit denn nichts „verpassen“ würde und ich entgegene, dass ich viel mehr wahrnehme als wenn ich die ganze Zeit andere Menschen um mich herum habe und quatsche. Wie auch immer: Alleinsein ist eben nur etwas für ganz Wenige.

Am nächsten Tag dann wieder reservierungstechnisch ein eher kurzer Tag zum folgenden Camp/Refugio „Dickson“ direkt am gleichnamigen See (mit dem gleichnamigen Gletscher). Wunderschön! Ich habe den ganzen sonnigen und warmen Nachmittag, um am Strand die Eisberge vorbeidriften zu sehen und jede Menge Ruhe, bevor die Kollegen eintreffen. Das ist schon eine surreale Situation: Du bist auf 180 Meter Seehöhe, stehst da in Shorts und T-Shirt am Lago Dickson und riesige blaue Eisberge driften gemütlich an Dir vorbei!

Am nächsten Morgen dann Dauerregen, der auch den ganzen Tag nicht mehr aufhören will. Irgendwann muss ich los, denn ich habe heute drei Tage in einen gepackt – es wird also ein LANGER Tag. Bis zum nächsten Camp („Los Perros“) ist alles gut. Der Wald ist wild, der Bergbach ebenso. Ich bin ganz allein in dieser grünen Hölle – herrlich! Am Camp Perros angekommen, empfängt mich auch schon der Ranger, ich muss mich wie immer registrieren (dass uns ja keiner verloren geht hier draussen). Das Wetter wird eher schlechter als besser und so funkt er seinen Kollegen an, der eine Patrouille zum einzigen höheren Pass dieses Treks, dem Paso John Gardner, macht. Glücklicherweise ist das Wetter noch nicht so übel, wie zwei Stunden später, als ich am Pass bin. Aufgrund meiner Geschwindigkeit (2,5 h von Dickson statt der normnalen 4,5 h) lassen sie mich gottseidank ziehen. Sonst hätte ich ein ernsthaftes Zeitproblem bekommen. Auf dem Weg zum Pass kommt mir dann der Ranger entgegen und ermahnt mich noch einmal eindringlich, vorsichtig zu sein („You are the only guy out there now – we closed the trail behind you.“). Ich muss an meine Mama denken und wie sinnlos die Aufforderung ist, „vorsichtig“ zu sein. Natürlich ist man vorsichtig – man begibt sich doch nicht mit Fleiss in lebensgefährliche Situationen oder unkontrollierbare Risiko-Situationen. Wir alle verfügen über einen ganz normalen Überlebenswillen.

Oben dann echt schwierige Bedingungen: Schneesturm und schlechte Sicht. Ich bin um jeden orangen Fleck auf einem Fels dankbar. Direkt oben am Pass überhole ich dann eine siebenköpfige Gruppe. Eine Frau liegt schon etwas zurück und sieht nicht gut aus. Ich offeriere ihr, ihren Rucksack wenigstens bis hoch zur Passhöhe zu tragen, aber sie ist so fertig, mein Spanisch offenbar zu schlecht und ihr Englisch nicht-existent. Pech gehabt. Ich will ehrlich gesagt auch so schnell wie möglich raus aus diesem unbarmherzigen Sturm. Hundert Meter tiefer ist es dann auch gleich viel wärmer, kaum Wind und der Schneefall hat aufgehört. Dann folgt eine wilde Schlammrutsche 800 Höhenmeter hinab zum nächsten Camp. Campamento Paso ist überlaufen, nass, miese Stimmung und schlecht verortet im Wald am steilen Hang. Sie wollten es wohl so nah wie möglich an den Pass bauen, um diese „Extrem-Etappe“ für möglichst viele Wanderer machbar zu halten. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele völlig untrainierte und unerfahrene Wanderer sich so etwas antun (und dann offenbar nicht viel Spass daran haben – surprise!). Dann kommt dazu, dass sie sehr langsam sind, viel Zeit brauchen und damit weniger Zeit zur Regeneration bleibt  – ein Teufelskreis.

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Ich gehe dann weiter zum viel besseren Camp Grey, wo es auch eine heisse Dusche gibt und sogar einen geschlossenen Raum zum Kochen und Essen – welch ein Luxus! Immer wieder treffe ich alte Bekannte, denen ich irgendwo entlang des Weges schon mal begegnet bin.

Am folgenden Tag dann den einfachen Trail bis Paine Grande und weiter zum Camp Italiano. Dort den Rucksack lassen und mit leichtem Gepäck das sogenannte French Valley (Valle Francés) hoch bis zum Endpunkt des Trails am Mirador Británico. Nicht umsonst haben mir schon viele Kollegen vom angeblich „schönsten Punkt“ des Parks berichtet. Der perfekte 360 Grad-Rundumblick ist wirklich überwältigend. Ausser mir ist so spät am Tag auch nur noch ein Pärchen oben (die natürlich wieder die üblichen 583 Selfies machen müssen). Netterweise bietet er aber auch an, mal ein Foto von mir zu machen. Schlafen im Camp Italiano. Am Morgen ist das Wetter leider zum zweiten Mal schlecht. Aber das macht nicht so viel, denn heute geht es nur noch den halben Rest-Tag über Camp Fancés und Los Cuernos zurück zum Hotel Las Torres („Central“), wo ich den 14:00 Uhr-Bus zurück nach Natales erwische.

Nach einer guten Nacht Schlaf geht es gleich am Morgen um 8:00 Uhr weiter mit dem Bus nach El Calafate in Argentinien. Da wir früh dran sind und es ein ganz normaler Montag ist, kommen wir gut über die Grenze. In Calafate dann die grosse Überraschung: Die Argentinier wollen mal wieder streiken und mein Flug wurde kurzerhand gestrichen. Ich bin aber im Grunde dankbar, denn Calafate ist in jeder Beziehung schon mal drei Klassen besser als das Drecksnest Puerto Natales. Keine Ahnung, was sich die Chilenen da einbilden bzw. wie die Volkswirte das BIP errechnen (Chile ist angeblich das reichste Land Südamerikas), aber jeder Bauer sieht mit einem Blick, dass hier in Argentinien so ziemlich alles deutlich besser in Schuss ist. Wunderbare Restaurants und Cafés, Supermärkte, Hotels, Golfplatz (Golfplatz in Chile?) etc. Vor allem aber haben sie hier ihren Nationalpark und die Trails erstklassig in Schuss und verlangen in El Chaltén am Mount Fitz Roy keinen Peso dafuer.

Anyway. Nach etwas anstehen in der Office der Aerolineas Argentinas bekomme ich ein neues Ticket und werde kurzerhand für meine drei Extra-Tage im besten Hotel am Platze mit Vollpension eingeladen. So gehört sich das! Nach Perito Moreno (einmal mehr „Gletscher grande“) nutze ich den zweiten Tag für einen Ausflug nach El Chaltén, dem Tor zum Nationalpark „Los Glaciares“ mit ein paar der berühmtesten, schönsten und am schwersten zu besteigenden Gipfeln auf dieser Erde: Mount Fitz Roy und Cerro Torre. Glücklicherweise gibt es einen sehr frühen Bus hin (wieder gleich mal 200 km+) und einen sehr späten zurück. Zudem haben wir ja den längsten Tag des Jahres (für mich schon zum zweiten Mal nach dem 21. Juni). Es gibt sehr geile Trails zum Lago Torre (Cerro Torre-Ausblick) bzw. Lago Los Tres (Fitz Roy-Ausblick), aber auch wenn ich sonst üblicherweise eine Menge Glück mit dem Wetter habe, ist es mir heute nicht hold. Die Anfahrt ist noch sehr sonnig, aber je näher wir an den kleinen Bergsteiger-Ort Chaltén kommen, desto klarer ist es, dass die Wolken in den hohen Bergspitzen festhängen (Fitz Roy – 3.406 m und Cerro Torre – 3.128 m, der „unmögliche Berg“, der erst 1974 erstbestiegen wurde, einer Zeit, in der so ziemlich „alles“ auf der Welt bestiegen war – sehr, sehr geile Geschichte).

Ich habe 9 Stunden Zeit bis der Bus abfährt und versuche, beide Haupt-Trails zu verbinden. Ich laufe auf dem hervorragend ausgebauten und wunderschönen Trail leicht wellig das Tal des Rio Fitz Roy hinauf bis zum Lago Torre, von wo aus man an den wenigen optimalen Tagen im Jahr den Cerro Torre oberhalb des Gletschersees sehen kann. Es hatte aber die vergangenen vier Tage durchgeregnet (bzw. geschneit) und alle waren froh, dass sich überhaupt erstmals die Sonne zeigte. Der Traum eines Trailrunners! Nach ultrakurzer Pause (Sturm!) ging’s wieder zurück bis km 5 und zu einem verbindenden Trail zu DEM Wanderweg schlechthin, der zum Lago Los Tres hinaufführt. Lediglich der letzte Kilometer führt dabei steil bergauf, der Rest ist wirklich gut laufbar. Oben reisst es enorm auf und wir haben für einen kurzen Moment einen ziemlich guten Blick. Leider kommt der fiese, eiskalte Sturm so schnell zurück, wie er gegangen ist und verhüllt alle Bergwelt in einer dichten Wolke mit Schneefall. Zurück in den Ort läuft’s „all downhill“ und ich erreiche meinen Bus zurück nach Calafate planmäßig. Ich bin völlig platt und das war für meinen Trainingsstand deutlich zu viel des Guten (ca. 34 km mit ordentlich Höhenmetern).

Heute wieder (wie immer hier) ein wunderschöner, sonniger Tag in El Calafate, bevor es um 16:45 Uhr mit dem Flieger nach Bariloche im Argentinisch-Chilenischen Seengebiet geht.

Fazit soweit (nach Bariloche geht es ja noch für ein paar Tage zurück nach Chile, bevor ich am 28. Dezember weiter nach Buenos Aires fliege): Ein riesengrosses, schönes Land (4.500 km Nord-Süd-Ausdehnung). Alles von Meer (Pazifik) bis Berge (Anden mit dem höchsten Berg ausserhalb des Himalaya, dem Aconcagua, 6.961 m). Die Menschen mit dem anerkannt schlechtesten Spanisch auf dem Planeten (ultra-schnell, viele Silben verschluckend, schlechter Akzent). Für südamerkanische Verhältnisse teuer. Zwei Amis wunderten sich im Gespräch, wie die das hier machen – verdienen die Hälfte bei annähernd europäischen/amerkanischen Preisen. Tolle Natur (v.a. in Patagonien, da aber auch nur punktuell), viel Platz, viel „Landschaft“. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch (Jörg, Du sollst keine Erwartungen haben!), aber ich bin eher ein wenig enttäuscht. Ein aus meiner Sicht durchaus schönes Reiseland, aber eben nicht SO toll. Durch die riesigen Strecken ist man gezwungen, viel zu fliegen (oder sich wie die jungen Backpacker mal eben für einen ganzen Tag oder mehr in einen der (durchaus komfortablen) Überland-Busse zu setzen. Mein momentanes Fazit (muss ich ein wenig sacken lassen): Eher eines der Länder, in das ich ehr nicht nochmal reisen muss.

Nachtrag: Dass ich dann später auch noch in der kurzen Zeit zwischen Grenzübertritt aus Argentinien zurück nach Chile bis zum Abflug in Santiago bestohlen wurde (Geldbeutel mit Cash und allen Karten), bestärkt mein eher negatives Gefühl bezüglich dieses Landes.

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Ein Kommentar zu “Weltreise Teil 5: Chile

  1. Enjoy, genieße und disfruta. Ich habe nicht viel gelesen, aber freue mich für dich und dein Abenteuer und fühle mit dir. Komm bitte wieder gesund und munter zurück.

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